Entwarnung für Essener Trinkwasser
In einigen Medienberichten wurde über eine Belastung des Trinkwassers in Deutschland durch das Schwermetall Uran berichtet. Auslöser für diese Diskussion sind die Verbraucherorganisation „foodwatch" und das ARD-Magazin „Report München", das berichtet hat, dass in einigen Teilen Deutschlands erhöhte Konzentrationen von Uran im Trinkwasser nachgewiesen werden konnten.
Keine Gefahr durch Uran im Trinkwasser
Das Essener Trinkwasser ist aufgrund seiner geologischen Gegebenheiten nicht von einer erhöhten natürlichen Uranbelastung betroffen! Das Umweltbundesamt (UBA) empfiehlt einen gesundheitlichen Leitwert von 10 Mikrogramm pro Liter nicht zu überschreiten. Dieser Wert ist nicht gesetzlich in der Trinkwasserverordnung festgelegt. Dennoch belegen Ruhrwasseruntersuchungen Werte, die ein Fünfzigstel des vom Umweltbundesamt empfohlenen und als gesundheitlich unbedenklich eingestuften Leitwertes ausmachen.
Das Schwermetall Uran
Uran ist ein auf der Erde weit verbreitetes Element. Das Schwermetall ist in Form zahlreicher Mineralien fast überall in der Erdkruste zu finden. Es kann in Gesteinen, Mineralien sowie Wasser, Boden und Luft vorkommen. Durch Auswaschung aus den Erdschichten können auch Spuren des Urans in das Grundwasser oder Oberflächenwasser gelangen. Die Urangehalte sind im Wesentlichen geogen, also durch die Natur bedingt und somit regional sehr unterschiedlich. Einträge können über den Uranbergbau und die Verbrennung von Kohle erfolgen. Außerdem sind weitere nicht-natürliche Einträge möglich. Es ist grundsätzlich zwischen der chemotoxischen Wirkung und der radiotoxischen Wirkung zu unterscheiden. Bei der Betrachtung von Uran im Trinkwasser ist aufgrund der chemischen Beschaffenheit des Elements weniger die Radiotoxizität, als vielmehr die chemische Toxizität von Bedeutung*.
*(Quelle: BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V)

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