
Wassergewinnung
Aus Ruhrwasser wird Trinkwasser
Die Gewinnung von Trinkwasser lässt sich in Essen bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Das aus Brunnen oder Quellen gewonnene und in die Stadt geleitete Wasser reichte bis weit ins 19. Jahrhundert, um die Einwohner der Stadt zu versorgen. Doch der mit der Industrialisierung sich entwickelnde Bevölkerungszuwachs machte auch eine neue Form der Trinkwassergewinnung notwendig. 1863 beschloss der Magistrat der Stadt den Bau eines Pumpwerkes im Ruhrtal, um das Wasser künftig direkt aus dem Uferfiltrat des Flusses zu gewinnen. Ein Verfahren, das sich im Kern bis heute bewährt hat.
Seit 2003 betreiben wir die Wassergewinnung Essen GmbH gemeinsam mit der Gelsenwasser AG.

Nachfolgend einige technische Daten zur Wassergewinnung Essen GmbH und zur Wasserförderung. Bei Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
Daten zum Wasserwerk Überruhr:
| Kapazität: 300.000 m³/Tag bzw. 50 Mio. m³/Jahr | ||
| Fläche: 204 ha (Trinkwasserschutzgebiet) | ||
| Verfahren: Uferfiltratgewinnung, Aufbereitungsanlage mit Ozonung und Filtration, Grundwasseranreicherung, Grundwassergewinnung | ||
| Wasserfassung: 5.500 m horizontale Sickerleitungen DN 800 - 1.300 | ||
| Bodenfiltrat-Transport: 5.800 m Rohwasserleitungen DN 600 - 2.000 |
Die Trinkwassergewinnung ist eine gleichermaßen ökologische wie ökonomische Herausforderung. Versorgungssicherheit zu sozialverträglichen Konditionen ist ebenso gefragt wie der umsichtige Umgang mit dem Schutzgut Nummer eins.
