Stadtwerke Essen
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Datum: 27.04.2017, 02:36Uhr
Die riesigen Rohre kommen auf der Baustelle im Walpurgistal zum Einsatz.

Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal

Das Baustellentagebuch zur größten Kanalbaumaßnahme der Stadtwerke Essen

Die Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal ist ein wahres Mammutprojekt. Insgesamt 530 Rohrelemente aus Stahlbeton, mit einem Gesamtgewicht von rund 13.000 Tonnen, werden auf einer Länge von etwa 1,6 Kilometern sowohl in offener als auch in geschlossener Bauweise verlegt. Zwischen der Straße Am Glockenberg und der Birkenstraße entsteht derzeit der neue Kanal, der zukünftig die Abwasserentsorgung großer Teile des Essener Südens gewährleistet.

Virtueller Rundgang im "Rohrsystem"

Klicken Sie sich durch das interaktive 360-Grad-Panoramabild* und erhalten Sie so einen Rundumblick der Kanalbauarbeiten im Walpurgistal. "Laufen" Sie unterirdisch durch die Abwasserrohre zu dem bereits erstellten Bauwerk an der Gönterstraße und erkunden Sie den entstehenden Wirbelfallschacht in Richtung Birkenstraße.

* Zum Navigieren drücken und ziehen Sie die Maus in eine beliebige Richtung oder benutzen am unteren Bildrand das Navigationsmenü. Foto: Dirk A. Friedrich / www.drehwurmbilder.de 

Tagebucheinträge

13.04.2017: Neues von der Baustelle...

Auch auf der Baustelle hält der Frühling Einzug und der Baufortschritt kann sich sehen lassen!

13.02.2017: Städtebauliche Entwicklung im Essener Süden profitiert vom schnellen Baufortschritt

Der neue Abwasserkanal im Walpurgistal stellt neben der ordnungsgemäßen Abwasserbeseitigung auch die Grundlage für eine zukunftsorientierte städtebauliche Entwicklung dar. So wird er künftig alle klärpflichtigen Wassermengen aus den Stadtteilen Essen Rüttenscheid und Stadtwald aufnehmen und diese Richtung Kläranlage Essen-Süd in der Heisinger Ruhraue transportieren. Zwei von vier Einleitstellen konnten durch den Baufortschritt bereits ordnungsgemäß an den neuen Kanal angeschlossen werden. Die dritte Einleitstelle wird am 30. Juli und damit sogar ein halbes Jahr vor dem geplanten Termin ebenfalls an den neuen Kanal angeschlossen. Das ermöglicht den früheren Start von Neubauprojekten in diesem Bereich.

Komplett fertiggestellt wird die größte Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal voraussichtlich im ersten Quartal 2018.

Ein Überblick: Zahlen, die beeindrucken

  • Die Bagger haben rund 70.000 Kubikmeter Erde bewegt
  • Der 2,5 Kilometer lange Abwasserkanal besteht aus circa 1.000 Rohrstücken
  • Alle Rohrstücke zusammen wiegen rund 15.750 Tonnen
  • Das Wirbelschachtbauwerk hat die Höhe eines 4 - 5 stöckigen Gebäudes
  • In das Einlaufbauwerk an der Gönterstraße passen fast 5.000 Badewannen
  • Die Gesamtinvestition liegt bei rund 20 Millionen Euro

09.02.2017: Pressetermin - Größte Kanalbaumaßnahme der Stadtwerke geht schnell voran

Auf einer Länge von insgesamt 2,5 Kilometern verlegen die Stadtwerke im Walpurgistal einen neuen Abwasserkanal. Das Mammutprojekt läuft nach wie vor auf Hochtouren und geht dabei zügig voran. So konnten beispielsweise bereits zwei von vier Einleitstellen fertiggestellt und an den Kanal angeschlossen werden. Die dritte Einleitstelle wird am 30. Juli und damit sogar ein halbes Jahr vor dem geplanten Termin ebenfalls angeschlossen. Das ermöglicht den früheren Start von Neubauprojekten in diesem Bereich.

Den schnellen Baufortschritt wollten wir der Presse natürlich nicht vorenthalten und luden deshalb am 09.02.2017 zu einem Pressegespräch vor Ort auf der Baustelle ein.

Nach einer kurzen Einführung mit Zahlen, Daten und Fakten, ging es ins "Rohrsystem". Gerüstet mit Gummistiefeln, Weste und Helm wurden die Pressevertreter mit den Mitarbeitern der Stadtwerke hinunter in ein bereits erstelltes Abwasserbauwerk gelassen. Im sogenannten Wirbelfallschacht startete die Tour durch den Kanal. Dort wurden schon die Abwasserrohre mit einem Durchmesser von über 3 Metern verlegt. Durch die Abwasserrohre, die noch nicht in Betrieb sind, liefen die Pressevertreter dann unterirdisch zu einem weiteren Abwasserbauwerk.

Im neuen Kanal können zukünftig bis zu circa 40 Kubikmeter Wasser pro Sekunde transportiert werden.

14.12.2016: Endspurt vor den Weihnachtsferien

Weihnachten steht vor der Tür, aber auf der Baustelle im Walpurgistal wird noch fleißig gearbeitet.

Aus der ehemaligen Zielbaugrube des Vortriebs entwickelt sich langsam der Wirbelfallschacht. Auf der unteren Ebene wurde bereits die Deckplatte betoniert. Auch die ersten Bewehrungsstäbe für den zukünftigen Wirbel, der dem Bauwerk seinen Namen gibt, sind gesetzt. Nach und nach werden diese hochgezogen und eingeschalt, sodass schon bald der Wirbel zu erkennen sein wird. Anschließend wird der Weg zur Verlegung der Anschlussrohre freigelegt.

Die noch ausstehenden Rohre des Hauptkanals (Eschenstraße bis zur Gönterstraße) sind nun vollständig verlegt! In diesem Bereich wurden auf einer Länge von 480 Metern rund 190 Rohre mit einem Durchmesser von 3,2 Metern in offener Bauweise verlegt.

Auch an der ehemaligen Pressgrube im Bereich Gönterstraße wird weiterhin fleißig gearbeitet: Dort entsteht ein Bauwerk mit seitlichem Zulauf der Verbindungsanschlüsse von der Birkenstraße, der Gönterstraße sowie der Eschenstraße. Die Bewehrungs- und Schalungsarbeiten sind bereits abgeschlossen und auch ein großer Teil der Betonierarbeiten ist geschafft. Schrittweise werden dann die Anschlüsse an den fertigen Kanal gesetzt.

Bis einschließlich 23. Dezember wird noch eifrig auf der Baustelle gearbeitet. Dann haben aber auch die Mitarbeiter der Baufirma ihre wohlverdienten Betriebsferien und verbringen die Weihnachtsfeiertage bei ihren Familien. Ab dem 09. Januar wird im Walpurgistal tatkräftig weiter gearbeitet!

23.09.2016: Wirbelfallschacht nimmt Form an

Aus einer riesigen Baugrube entwickelt sich ein Bauwerk: Der sogenannte Wirbelfallschacht, der die ehemalige Zielbaugrube des Vortriebs ausfüllen wird, nimmt allmählich Form an. Zurzeit laufen dort die Bewehrungs- und Schalungsarbeiten. Es folgt die Betonierung der Außenwände. Nach und nach wird so ein Bauwerk großer Dimensionen entstehen.

Außerdem ist die "Verwandlung" des Rellinghauser Mühlenbaches unübersehbar. Die Renaturierung des Baches ist bereits bis zur Eschenstraße fertiggestellt. Mit etwas "Starthilfe" - wie beispielsweise den Pflanzmatten als Uferbepflanzung - erobert sich die Natur nun das Areal zurück und bietet zahlreichen Lebewesen wieder einen attraktiven Lebensraum. Knapp 600 Meter des Rellinghauser Mühlenbachs wurden bereits renaturiert.

Zusätzlich konnte noch ein von der Eschenstraße kommendes Gewässer angeschlossen werden. Der zuvor verrohrte Abschnitt verläuft nun von der Straße bis zum Bach hin offen.

20.07.2016: Große Fortschritte auf der Baustelle

Neben dem wichtigen Etappenziel, der Unterquerung des Bahndamms mittels Rohrvortrieb, hat sich auf der Baustelle im Walpurgistal allerhand getan:

Der Abbau und Abtransport der gigantischen Vortriebsmaschine ist bereits beendet. Nun werden die noch ausstehenden Rohre des Hauptkanals (Eschenstraße bis zur Gönterstraße) verlegt. Dort wird in offener Bauweise gearbeitet. 12 Meter sind noch zu bewältigen. Der Innendurchmesser der Rohre beträgt 3,2 Meter. Die Verlegung wird rund eine Woche dauern.

Parallel wird weiter an den Baugruben für die Rohre, die in offener Bauweise verlegt werden, gearbeitet. Außerdem wird die Zielbaugrube ausgehoben und fertiggestellt. Dort wird dann ein großes Bauwerk Platz finden: ein sogenannter Wirbelfallschacht. Dieser dient dazu, Wasser und Abwasser möglichst geführt über eine gewisse Höhenstufe abzuleiten.

Das Einlaufbauwerk, das den neu verlegten Kanal mit dem bestehenden Kanalnetz verbindet, ist bis auf die Messtechnik fertiggestellt.

Modernste Technik auch auf der Baustelle spürbar

Auch die naturnahe Wiederherstellung des Bachverlaufs hat begonnen. So wird derzeit fleißig an der Herstellung des Bachverlaufs von der Eschenstraße in Richtung Gönterstraße gearbeitet. Die dabei eingesetzte Baggersteuerung entspricht den Anforderungen der Digitalisierung. Dank neuer GNSS-Technologie (GNSS steht für "globales Navigationssatellitensystem") wird der Baggerfahrer unterstützt und die Arbeitsprozesse werden optimiert. So wird dem Baggerfahrer das herzustellende Gelände dreidimensional auf einem Bildschirm angezeigt.

Da es sich um eine Renaturierung handelt, wird der Rellinghauser Mühlenbach nicht die Form der ursprünglichen Betonschale erhalten, sondern es wird eine neue Gewässeraue geben. Unter Aue versteht man den Bereich, der regelmäßig vom Gewässer überflutet wird. Das Bestreben der Landschaftsexperten besteht also darin, dem Wasser Raum zu bieten, auf dem sich der Bach langfristig eigendynamisch entwickeln kann.

18.07.2016: Durchstoß im dritten Bauabschnitt gelungen

Wichtige Etappe geschafft: Bahndamm ist unterquert 

Ende vergangener Woche hieß es Aufatmen im Walpurgistal, denn eine der großen Herausforderungen der Kanalbaumaßnahme wurde erfolgreich gemeistert: Der Durchstoß mittels Vortrieb im Bereich von der Gönterstraße zur Birkenstraße war geglückt. Nach wochenlanger Arbeit in den Tiefen des dritten Bauabschnittes konnte damit wortwörtlich „Licht am Ende des Tunnels“ vermeldet werden. 

Kampf mit den Elementen

Um das Erdreich für die Kanalrohre vorzubereiten, hatte sich in den vergangenen Wochen ein riesiger Bohrer Stück für Stück durch den harten Untergrund gearbeitet. Ein Kampf mit den Elementen, denn der Erdboden bot Mensch und Maschine aufgrund seiner steinigen Beschaffenheit die Stirn. Letztendlich musste er sich aber geschlagen geben: Mit dem Durchstoß Ende letzter Woche wurde das Erdreich auf einer Länge von insgesamt 200 Metern bezwungen. 

Mit XXL-Bohrer, Lore und Presse im Einsatz

Neben dem gigantischen Bohrer, der den widerspenstigen Untergrund lockert, kamen noch weitere Hilfsmittel zum Einsatz. Über ein Förderband gelangte das abgetragene Erdreich in eine Lore. Diese beförderte es zum Eingang der Startbaugrube, wo Bergung und Abtransport erfolgten. Anschließend wurde das Kanalrohr ins Erdreich gepresst. Die Stempel der Presse wirkten dabei mit einer Kraft von 2400 Tonnen.

Zia Omar, Bauleiter der Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal, ist glücklich über die erreichte Etappe: „Wir freuen uns hier alle sehr, dass wir nun durch sind, denn Vortrieb ist immer eine Herausforderung. Ganz besonders, wenn es sich um einen so steinigen Boden wie hier im Walpurgistal handelt.“

Seit Freitag ist der Abbau der gigantischen Maschine in vollem Gange. Schwertransporte bringen sie in transportfähigen Einzelteilen aus dem Walpurgistal. Nach abgeschlossener Vorbereitung der Zielbaugrube kann die Verlegung der noch ausstehenden Rohre in offener Bauweise beginnen. Ein großes Bauwerk wird später die jetzige Zielbaugrube füllen.   

30.05.2016: Fachbesuch auf der Baustelle

Studenten der Fachhochschule Münster auf Exkursion im Walpurgistal

36 Studenten der Fachhochschule Münster des Fachbereichs Bauingenieurwesen waren zu Besuch im Walpurgistal, wo derzeit an der größten Kanalbaumaßnahme der Stadtwerke gearbeitet wird. Begleitet wurden sie von den Professoren Mathias Uhl und Rainer Mohn sowie den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Emily Fokin und Maike Wietbüscher.

Unialltag mal anders

Planen, Entwerfen, Konstruieren: Theoretisches Wissen konnten sich die angehenden Bauingenieure bereits aneignen. Zu sehen aber, wie große Bauvorhaben in der Praxis umgesetzt werden, kommt im Unialltag nicht so häufig vor. Regelmäßige Exkursionen zu Bauprojekten gehören daher zum Studiengang, damit die Studenten einen Einblick aus nächster Nähe gewinnen können.

Größte Kanalbaumaßnahme der Stadtwerke

Zwischen der Straße Am Glockenberg und der Birkenstraße entsteht derzeit ein neuer Kanal, der zukünftig die Abwasserentsorgung großer Teile des Essener Südens gewährleisten soll. Insgesamt 530 Stahlbetonrohre, mit einem Gesamtgewicht von rund 13.000 Tonnen, werden auf einer Länge von etwa 1,6 Kilometern verlegt. Die Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal findet daher auch über die Stadtgrenzen hinaus große Beachtung.

Im zweiten Bauabschnitt bestaunte die Exkursionsgruppe das bereits fertig gestellte Einlaufbauwerk, das den neu verlegten Kanal mit dem bestehenden Kanalnetz verbindet. Es bildet den Übergang vom offenen Abschnitt des Rellinghauser Mühlenbachs zur Bachverrohrung.

Highlight: Tunnelbegehung

Die zukünftigen Spezialisten haben im Studium die Vertiefungsrichtung Wasser- und Ressourcenwirtschaft gewählt. Neben einem Rundgang auf der Baustelle, bei dem die Studenten die einzelnen Bauabschnitte kennenlernten, war die Tunnelbegehung im dritten Bauabschnitt daher von besonderem Interesse.

Dort werden zurzeit die Hydraulikpressen montiert, damit der Vortrieb durch den Bahndamm starten kann. Ein riesiger Bohrer wird sich auf einer Länge von 200 Metern durch den steinigen Untergrund pressen. Im 24-Stunden-Betrieb und mit einer Kraft von 2400 Tonnen drücken die Stempel der Presse gegen eine Stahlwand. Nach der Pressung durch den Bahndamm wird dann die Anbindung an die dort bestehenden Kanäle erfolgen.

18.05.2016: Baustelleneinrichtung für Vortrieb läuft auf Hochtouren

Am Ende der Rohrverlegung ist die Zielbaugrube.

Errichtung des Einlaufbauwerks abgeschlossen

II. Bauabschnitt

Was auf Laien bis vor Kurzem noch wie ein Wirrwarr aus Stäben, Gerüsten und Beton wirkte, ist nun ein fertiges Gebilde: Das Einlaufbauwerk, das den neu verlegten Kanal mit dem bestehenden Kanalnetz verbindet, ist fertig betoniert. Das Einlaufbauwerk bildet den Übergang vom offenen Abschnitt des Rellinghauser Mühlenbachs zur Bachverrohrung. Lediglich kleinere Ergänzungen müssen noch am Einlaufbauwerk ausgeführt werden. Dazu zählen beispielsweise der Einbau der Messeinrichtungen und die Anbringung des Geländers.

Die Schutzmauer in Natursteinoptik konnte ebenfalls fertiggestellt werden. Der Durchgangsweg der Kleingartenanlage wurde nach der Asphaltierung und der Errichtung neuer Zäune durch die abschließende Bepflanzung vollständig wiederhergestellt.

Auch bei der Verlegung des Hauptkanals in offener Bauweise von der Eschenstraße bis zur Gönterstraße kann eine sehr positive Bilanz gezogen werden: Von den etwa 480 Metern, auf denen Rohre mit einem Innendurchmesser von 3,2 Metern verlegt werden müssen, verbleiben nur noch wenige Meter.

III. Bauabschnitt

Startgrube: Im Bereich Gönterstraße werden alle Weichen für den Start des Vortriebs gestellt. Die Pressgrube (auch Startgrube), mithilfe derer die Rohre unterhalb des Bahndamms gepresst werden, ist bereits fertiggestellt. Derzeit wird an der Baustelleneinrichtung für den Vortrieb gearbeitet. Beim Vortrieb werden die Rohre aus einer offenen Startbaugrube heraus direkt in das Erdreich bis hin zu einer ebenfalls offenen Zielbaugrube gepresst.

Zielgrube: Für die Zielgrube, die den Endpunkt der unterirdischen Rohrverlegung darstellt, wurden bereits die Bohrpfähle betoniert. Wie auch bei der Start- bzw. Pressgrube dienen diese zur Sicherung der Grube. Der Verbau - wie die Sicherung auch genannt wird - ist damit fertiggestellt. Der Aushub kann voraussichtlich in der nächsten Woche beginnen.

23.03.2016: Errichtung des Einlaufbauwerks voll im Gange

II. Bauabschnitt

Im zweiten Bauabschnitt sind große Fortschritte zu verzeichnen. So hat die Errichtung des Einlaufbauwerks begonnen. Die Bodenplatte des Bauwerks ist bereits fertig. Auch die Anfertigung der Bewehrung liegt in den letzten Zügen. Diese dient in der Bautechnik zur Verstärkung tragender Bauteile. Das Einlaufbauwerk wird den Anschluss des neu verlegten Kanals an das bereits bestehende Kanalnetz bilden und verbindet den offenen Bach mit der vorhandenen Bachverrohrung. Nach Fertigstellung werden die Außenmaße des Einlaufbauwerks eine Breite von knapp 8 Metern, eine Tiefe von etwa 6 Metern sowie eine Länge von circa 12 Metern aufweisen.

Nachdem die Drainage im zweiten Bauabschnitt fertig verlegt wurden ist, wird nun auf einer Länge von etwa 150 Metern eine Schutzmauer gebaut. Diese verläuft zwischen dem Einlaufbauwerk (Am Glockenberg/Hausnummer 17) bis zum Verbindungsweg Stiftmühlenbrink und dient als zusätzlicher Schutz vor Hochwasser. Die circa einen Meter hohe Schutzmauer setzt sich aus aneinandergereihten Fertigteilen aus Beton zusammen. Der Durchgangsweg der Kleingartenanlage ist ebenfalls fertig asphaltiert. Hier folgt nun noch die Bepflanzung einer Hecke.

Darüber hinaus macht die Verlegung des Hauptkanals von der Eschenstraße bis Gönterstraße große Fortschritte. Hier werden auf einer Länge von 480 Metern rund 190 Rohre mit einem Innendurchmesser von 3,2 Metern in offener Bauweise verlegt. Rund 150 Meter sind bereits geschafft!

III. Bauabschnitt

Auch im dritten Abschnitt der Großbaumaßnahme geht es voran! Dort wird zurzeit im Bereich Gönterstraße die Pressgrube für die geschlossene Bauweise hergestellt. Aufgrund des Bahndamms wird für die Verlegung der Rohre von Gönterstraße bis zur Birkenstraße auf die geschlossene Bauweise zurückgegriffen. Für die geschlossene Bauweise werden eine Start- und eine Zielgrube benötigt.

Die Startgrube, auch Pressgrube genannt, wird im Bereich Gönterstraße einen Durchmesser von ca. 17 Metern haben. Für die Baugrubensicherung werden hier sogenannte Bohrpfähle eingesetzt, um ein Nachrutschen von Boden in die Baugrube zu verhindern. Um die Bohrpfähle zu setzen, werden zurzeit die einzelnen Löcher in die Erde gebohrt, die anschließend mit Stahl verstärkt und mit Beton verfüllt werden.

Die Zielgrube befindet sich hinter dem Bahndamm in Richtung Birkenstraße und stellt das Ende der Pressstrecke dar. Auch hier laufen die Vorbereitungen für die Baugrube sowie die Erstellung einer Baustraße auf Hochtouren. Die Sondierbohrungen, die zur Überprüfung von hinterlassenen Kampfmitteln im Boden dienen sind fast abgeschlossen.

04.02.2016: Start der Baueinrichtung im dritten Bauabschnitt

Die Verlegung der Drainage im zweiten Bauabschnitt ist so gut wie abgeschlossen! Aufgrund der kurzzeitigen Kälte, hatte sich die Verlegung der Drainage ein wenig verzögert. In voraussichtlich einer Woche werden wir aber auch das letzte Drainagestück bis zum Anschluss "Am Glockenberg" verlegt haben. Die Drainage wird parallel zum neu verlegten Hauptkanal verlaufen und überschüssiges Oberflächenwasser in den Rellinghauser Mühlenbach leiten.

Die Anschlüsse an den neuen Seitenkanal von der Straße Im Walpurgistal bis zum Stiftmühlenbrink sind ebenfalls erstellt. Darüber hinaus befinden sich die zu übernehmenden Verbindungen von der Eschenstraße bis zur Sperberstraße an den Hauptkanal in den letzten Zügen.

Wie geht es weiter?

Nach Fertigstellung der Drainage wird zusätzlich als Schutz vor Hochwasser eine Schutzmauer gebaut. Diese verläuft zwischen dem geplanten Einlaufbauwerk (Am Glockenberg/Hausnummer 17) bis zum Verbindungsweg Stiftmühlenbrink. Das Einlaufbauwerk wird den Anschluss des neu verlegten Kanals an das bereits bestehende Kanalnetz bilden. Es dient damit der Entnahme größerer Wassermengen aus dem Rellinghauser Mühlenbach, der von dort aus in die Ruhr geleitet wird.

Der dritte Bauabschnitt beginnt

Damit im Bereich des Verbindungswegs von der Gönterstraße zur Birkenstraße der Bebauungsbereich für den geplanten Abwasserkanal freigelegt ist, mussten wir die Versorgungsleitungen (Gas-, Wasser- und Telekommunikation) umlegen. Bis zum 8. Februar werden wir damit fertig sein, denn dann startet die Baugrubensicherung im dritten Bauabschnitt.

Als Baugrube bezeichnet man den Raum unterhalb der Geländeoberkante. Diese muss für die entsprechende Bauzeit als begehbarer Arbeitsraum absolut sicher und standfest sein. Als Baugrubensicherung (Bohrpfahlverbau) setzen wir sogenannte Bohrpfähle ein, um ein Nachrutschen von Boden in die Baugrube zu verhindern. Um ein Bohrpfahl zu setzen, wird ein Loch in die Erde gebohrt. Anschließend wird dieses mit Stahl verstärkt und mit Beton verfüllt.

Parallel dazu verlegen wir weiterhin die Rohre von der Eschenstraße bis zur Gönterstraße. Hier werden auf einer Länge von 480 Metern rund 190 Rohre mit einem Durchmesser von 3,2 Metern in offener Bauweise verlegt.

11.01.2016: Wie geht es im neuen Jahr weiter?

Wir wünschen Ihnen ein frohes neues Jahr! Die Mitarbeiter der Baufirma sind heute aus den Betriebsferien zurück und nach den erfolgreichen Wochen vor Weihnachten wird nun tatkräftig weitergearbeitet.

Zum Jahresbeginn werden wir im zweiten Bauabschnitt weiterhin die Drainage auf der Seite der Kleingartenanlage vom Glockenberg bis zur Eschenstraße verlegen, damit überschüssiges Oberflächenwasser in den Rellinghauser Mühlenbach geleitet werden kann. Die Drainage wird parallel zum neu verlegten Hauptkanal verlaufen. Die Verlegung wird voraussichtlich noch zwei Wochen in Anspruch nehmen.

Gleichzeitig werden die Anschlüsse an den Seitenkanal von der Straße Im Walpurgistal bis zum Stiftmühlenbrink und die Verbindungen von der Eschenstraße bis zur Sperberstraße an den Hauptkanal übernommen. Darüber hinaus werden die Rohre von der Eschenstraße bis zur Gönterstraße verlegt.

In diesem Bereich werden auf einer Länge von 480 Metern rund 190 Rohre mit einem Durchmesser von 3,2 Metern in offener Bauweise verlegt. Im dritten Bauabschnitt werden wir außerdem die Umlegung der Versorgungsleitungen (Gas- und Telekommunikation) fortführen, damit im Bereich des Verbindungswegs von der Gönterstraße zur Birkenstraße der Bebauungsbereich für den geplanten Abwasserkanal freigelegt wird. Die Versorgungsleitungen werden von der vorgesehenen Kanaltrasse für die Bauzeit provisorisch auf den Hang an der A52 umgelegt. Dazu muss auch der parallel zur Autobahn verlaufende Spazierweg wieder gesperrt werden (voraussichtlich dritte Kalenderwoche). Ab Februar werden wir dann hier mit den Baueinrichtungen beginnen. 

24.12.2015: Kurze Baupause für Betriebsferien

Auf der Baustelle im Walpurgistal wird nach Weihnachten wieder gearbeitet.

Die Tage bis Weihnachten sind gezählt und auch auf der Baustelle im Walpurgistal herrscht Adventsstimmung. In den letzten Wochen vor Weihnachten haben wir viel geschafft. Nun haben aber auch die Mitarbeiter der Baufirma ihre wohlverdienten Betriebsferien und verbringen die Weihnachtsfeiertage bei ihren Familien. Ab dem 11. Januar wird im Walpurgistal dann tatkräftig weiter gearbeitet und die große Kanalbaumaßnahme nimmt noch einmal richtig an Fahrt auf. 

Wir wünschen Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest und ein paar ruhige Feiertage.

23.12.2015: Update vor der Weihnachtspause

In den vergangenen Wochen haben wir viel geschafft und so können wir vor den Weihnachtsferien von einigen Fortschritten berichten: 

2. Bauabschnitt:

Die erste Bauphase des zweiten Bauabschnittes ist abgeschlossen! Die Rohrverlegung vom Glockenberg bis zur Eschenstraße ist somit fertiggestellt. 235 Rohrelemente wurden auf einer Strecke von 600 Metern verlegt. 

In der zweiten Bauphase werden wir nun die Rohre von der Eschenstraße bis zur Gönterstraße verlegen. In diesem Abschnitt wird der Abwasserkanal eine Länge von 480 Metern haben. 

Zeitgleich zu diesen Bauarbeiten wird seit dem 14. Dezember eine Drainage auf der Seite der Kleingartenanlage vom Glockenberg bis zur Eschenstraße verlegt, damit überschüssiges Oberflächenwasser in den Rellinghauser Mühlenbach geleitet werden kann. Die Drainage wird parallel zum neu verlegten Hauptkanal verlaufen. Die Verlegung wird voraussichtlich zwei Arbeitswochen dauern.

Der Seitenkanal von der Straße Im Walpurgistal bis zum Stiftmühlenbrink ist ebenfalls fertiggestellt. Hier müssen nur noch die Anschlüsse an den neuen Abwasserkanal gelegt werden. 

Für die Baumaßnahme im Walpurgistal wurden Bäume gerodet.

3. Bauabschnitt:

Auch bei den Vorarbeiten für den dritten Bauabschnitt haben wir einiges geschafft. So sind die Rodungsarbeiten im Bereich des Verbindungswegs von der Gönterstraße zur Birkenstraße ebenfalls beendet. Nun werden die Versorgungsleitungen von der vorgesehenen Kanaltrasse für die Bauzeit provisorisch auf den Hang an der A52 umgelegt, damit der Bebauungsbereich freigelegt wird. Aufgrund der Weihnachtsferien wird der parallel zur Autobahn A52 verlaufende Spazierweg vom 18. Dezember bis einschließlich 3. Januar freigegeben. So steht dem Weihnachtsspaziergang nichts im Wege. 

20.11.2015: Wie geht es auf der Baustelle weiter?

In der zweiten Bauphase des zweiten Bauabschnitts wird auf einer Länge von 480 Metern der Abwasserkanal von der Eschenstraße bis zur Gönterstraße verlegt. Parallel dazu werden wir mit den Vorarbeiten für den dritten Bauabschnitt starten. Bevor dort Anfang nächsten Jahres die großen Rohre verlegt werden können, müssen Rodungsarbeiten durchgeführt werden. Auch bei einem Bauvorhaben muss man auf die Vogelbrutzeit von März bis September Rücksicht nehmen. Deswegen werden bereits seit dem 19. November die Rodungsarbeiten rund um den Verbindungsweg von der Gönterstraße zur Birkenstraße vorgenommen. Um die 170 Bäume müssen gefällt werden, damit der neue Abwasserkanal auf dieser Strecke gebaut werden kann. Dazu muss der parallel zur Autobahn A52 verlaufende Spazierweg im Walpurgistal gesperrt werden. Durch speziell beauftragte Landschaftsarchitekten wird im Anschluss an die Baumaßnahme eine Wiederaufforstung stattfinden. Durch neue Bepflanzung innerhalb des Rodungsbereichs können die Vögel so wieder in ihr Zuhause zurückkehren.  

16.11.2015: Was seit der Baustellenbesichtigung geschieht

Seit unserer Baustellenbesichtigung ist nun etwas Zeit vergangen und die Kanalbaumaßnahme ist ein gutes Stück vorangeschritten. 

Die erste Bauphase des zweiten Bauabschnittes neigt sich dem Ende entgegen. Die Rohrverlegung vom Glockenberg bis zur Eschenstraße befindet sich somit in den letzten Zügen. In rund vier Monaten hat die Baufirma etwa 235 Rohrelemente auf insgesamt rund 600 Metern Länge verlegt. Und das mit einem besonderen und sogar patentierten Bauverfahren. Erfahren Sie in unserem Bereich „Hintergrundwissen“ mehr über das spezielle Bauverfahren.   

Parallel zu dieser ersten Bauphase verlegen wir seit Oktober einen Seitenkanal von der Straße Im Walpurgistal bis zum Stiftmühlenbrink. Der Seitenkanal wird über eine Länge von 235 Metern gebaut und schließlich an den neu verlegten großen Abwasserkanal angeschlossen. Die Fertigstellung des Seitenkanals wird voraussichtlich Ende dieses Jahres sein. 

23.09.2015: Rückblick - Baustellenbesichtigung

Nachdem etwa die Hälfte der Rohre im Rahmen der ersten Bauphase des zweiten Bauabschnitts verlegt war, luden wir zu einer Informationsveranstaltung mit anschließender Baustellenbesichtigung ein. 

Da die Anwohner des Walpurgistals unsere große Kanalbaumaßnahme hautnah miterleben, war es uns wichtig, sie persönlich über unsere Arbeit und die Fortschritte der Baustelle zu informieren. Darum haben wir am 23.09.2015 auf die Baustelle im Walpurgistal eingeladen. Auch der Bauausschuss und die Presse waren herzlich willkommen und konnten einen Einblick in unsere Arbeit und die Dimensionen der Maßnahme bekommen.

Zu Beginn der Informationsveranstaltung wurde den Besuchern anhand von Bauplänen und Fotografien ein Überblick von der Baustelle verschafft. 

Nach der kurzen Einführung mit Zahlen, Daten und Fakten, gingen Anwohner, Bauausschuss und Presse der Reihe nach über die Baustelle. Gerüstet mit Gummistiefeln, Weste und Helm wurden verschiedene Stationen der großen Kanalbaumaßnahme besichtigt und von Mitarbeitern der Stadtwerke Essen erklärt.   

18.09.2015: Was bis zur Baustellenbesichtigung geschah

Um die Abwasserentsorgung großer Teile des Essener Südens auch in Zukunft gewährleisten zu können, wagten wir uns an ein wahres Mammutprojekt. Im Walpurgistal bauen wir auf einer Länge von insgesamt 1,6 Kilometern einen neuen Abwasserkanal. Insgesamt 530 Rohrelemente aus Stahlbeton mit  einem Gesamtgewicht von rund 13.000 Tonnen werden hier sowohl in offener als auch in geschlossener Bauweise verlegt. Den Unterschied zwischen den beiden Bauweisen erklären wir in unserem Bereich „Hintergrundwissen“.  

Und Vieles haben wir hier bereits geschafft. Schon von April 2008 bis April 2009 haben wir im ersten Bauabschnitt (Überblick Bauabschnitte und Bauphasen) die Bachverrohrung von der Sankt-Annenkapelle im St. Annental bis zum Glockenberg realisiert. Seither verläuft der Rellinghauser Mühlenbach in 20 m Tiefe unter der Schnabelstraße und quert die Rellinghauser Straße bis Walpurgistal, wo später der naturnah hergestellte Bach angeschlossen wird.

Im zweiten Bauabschnitt wird der Abwasserkanal in verschiedenen Bauphasen vom Glockenberg bis zur Gönterstraße verlegt. Doch bevor wir mit der Arbeit am großen Abwasserkanal ab Glockenberg beginnen konnten, mussten erst einige Vorbereitungen getroffen werden. Dazu zählten die notwendigen Rodungsarbeiten im und um den Baubereich, ebenso wie die Einrichtung der Arbeitsfläche. Außerdem wurden hier die Lagerflächen für Materialien und Baucontainer vorbereitet. Im Anschluss daran konnten wir planmäßig einen ersten provisorischen Kanal mit einem Durchmesser von zwei Metern verlegen. Während der Bauzeit sorgt dieses für die Abwasserumleitung. Nach rund vier Monaten wurden die Vorbereitungen und das Provisorium fertiggestellt. 

Seither hat die große Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal richtig an Fahrt aufgenommen. Seit August werden im Rahmen der ersten Bauphase des zweiten Bauabschnittes die Rohre vom Glockenberg bis zur Eschenstraße auf rund 600 Metern verlegt. Ein Rohrelement hat hierbei eine Länge von 2,5 Metern, einen Innendurchmesser von 3,6 Metern und wiegt rund 28 Tonnen. 

Der Transport der wuchtigen Rohre mit einem Außendurchmesser von 4,3 Metern war eine wahre logistische Herausforderung. Dafür war ein spezieller Schwertransport nötig.

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