Vortrieb

Die geschlossene Bauweise bietet verschiedene Optionen der Rohrverlegung. Rohrgröße, Länge und Tiefenlage des zu verlegenden Kanals sowie die Beschaffenheit des vorhandenen Bodens sind Entscheidungskriterien bei der Auswahl des passenden Verfahrens. Die geschlossene Bauweise erfordert nur punktuelle Öffnungen der Oberfläche und des Erdreichs. Die Baustrecke liegt unterirdisch und wird nur dort erweitert. Beim Vortrieb werden die Rohre aus einer offenen Startbaugrube heraus direkt in das Erdreich bis hin zu einer ebenfalls offenen Zielbaugrube gepresst. Man unterscheidet zwischen dem bemannten und dem unbemannten Rohrvortrieb.

Im Walpurgistal - III. Bauabschnitt von der Gönterstraße bis zur Birkenstraße - kommt der bemannte Vortrieb zum Einsatz. Im Unterschied zum unbemannten Rohrvortrieb findet der notwendige Bodenabbau durch Facharbeiter und mithilfe von Spezialgeräten statt. Nachdem der Tunnel hergestellt wurde, werden die Kanalrohrelemente von der Startbaugrube aus gepresst. Über Förderbänder oder Loren wird dann das abgetragene Erdreich durch das bereits hergestellte Rohrsystem zum Grubeneingang gebracht und von dort aus weiter transportiert.