Wirbelfallschacht

Ein sogenannter Wirbelfallschacht gilt als Sonderbauwerk, das in der Entwässerung eingesetzt wird, um Abwasser kontrolliert über große Höhendifferenzen abzuleiten. Dies geschieht durch einen spiralförmigen Einlaufwirbel, der dem Bauwerk seinen Namen gibt.

Die zu überwindende Höhendifferenz im Walpurgistal beträgt circa 8 Meter. So sind auch die Dimensionen des Bauwerkes beeindruckend: Mit allen Komponenten wird es nach Fertigstellung eine Länge von knapp 30 Metern umfassen und eine Tiefe von etwa 15 Metern aufweisen.

Im Wirbelfallschacht wird das Abwasser zentrifugal nach unten geleitet. Das bedeutet, dass die bei den Drehbewegungen auftretende Kraft das Wasser entlang der Schachtwand nach unten führt. Eine hydraulische Berechnung im Vorfeld sorgt dafür, dass das Wasser durch den Einlaufwirbel geregelt abfließt und eine geringe Geschwindigkeit aufweist. Dabei schluckt der Wirbel einen großen Teil der Energie. Dies hat den Vorteil, dass das Wasser kein zu lautes Geplätscher verursacht.