18.05.2010

Erdgaspreise in Essen steigen moderat

Preise zum 01. Juli bis zu 7 Prozent im Plus

Auf drei Preissenkungen im Jahr 2009 und stabilen Preisen über den Winter folgte im April dieses Jahres die erste Preiserhöhung seit Oktober 2008. Jetzt steht der Sommer vor der Tür, die Heizperiode endet. Wie die Stadtwerke Essen AG jetzt mitteilte, steigen zum 1. Juli die Erdgaspreise um bis zu 0,35 Cent (Brutto) pro Kilowattstunde.

Das bedeutet für den Gaskunden, dass seine Erdgasrechnung um bis zu 7 Prozent steigt. Eine Kilowattstunde kostet dann in Essen 5,25 Cent (Klaro M). Die Grundpreise bleiben konstant. Zu erklären ist diese Entwicklung mit gestiegenen Bezugskosten. Dazu Dr. Bernhard Görgens, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen AG: „Es war unvermeidbar nach den Bezugskostensteigerungen im Winter und Frühjahr die Preise weiter anzupassen. Wir geben aber, wie auch in der Vergangenheit, nur die gestiegenen Beschaffungskosten an unsere Kunden weiter. Die übrigen Preissteigerungen, wie zum Beispiel im Rahmen der Inflationsrate oder die gestie-genen Lohnkosten, wurden durch das Unternehmen aufgefangen.“ Nach wie vor gehören die Stadtwerke Essen damit zu den preiswertesten Anbietern in Essen.

In 2009 sanken die Gaspreise in Essen
Rückblickend betrachtet gab es im vergangenen Jahr drei Gaspreissenkungen in einer Gesamthöhe von rund 36 Prozent. Auch zum Start der kalten Jahreszeit blieben die Essener von Preissteigerungen verschont.

Unter der Lupe
Seit 2004 lassen die Stadtwerke Essen ihre Preisänderungen für Erdgas freiwillig von einer unabhängigen Wirtschaftsprüfungs-Gesellschaft untersuchen. Damit wird do-kumentiert, dass sich die Preisanpassungen streng an die Einkaufsbedingungen für Erdgas anlehnen. Bestätigt wird hier auch, dass Bezugskostensteigerungen teilweise nicht in voller Höhe an die Kunden weitergegeben wurden.

Energieeffizienz - Stadtwerke bieten Informationen an
Trotz steigender Energiepreise können die Haushaltskunden etwas gegen zu hohe Energiekosten unternehmen und werden dabei von ihren Stadtwerken unterstützt. Die Stadtwerke Essen AG bietet ihren Kunden eine kostenlose Energieberatung an. Auf seiner Internetseite gibt das Unternehmen Hilfestellungen. Außerdem halten die Stadtwerke exklusiv für ihre Kunden im Kundencenter an der Rüttenscheider Straße 27-37 eine 64 Seiten starke Energiesparbroschüre bereit (solange der Vorrat reicht).

Für die Redaktion: Rechenbeispiele für Preisanpassungen
Auswirkungen auf die Kunden in den sonstigen Tarifen
Die Preiserhöhung (Sonderabkommen 1) für die Kilowattstunde Erdgas wird 0,34 Cent betragen. Eine Kilowattstunde kostet dann 5,40 Cent. Die Grundpreise bleiben konstant. Für Kunden mit einem jährlichen Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden (Etagenwohnung mit Warmwasserbereitung / Einfamilienhaus) steigt die monatliche Belastung um 5,67 Euro. Das ist ein Schnitt von rund 6 Prozent. Bei einem Verbrauch von 45.000 Kilowattstunden (Ein- oder Zweifamilienhaus) steigen die monatlichen Ausgaben um 6,38 Euro pro Mietpartei; das sind 6,3 Prozent. Für eine Wohnung in einem typischen Achtfamilienhaus beträgt die Erhöhung 3,28 Euro monatlich pro Wohnung; das sind 6,9 Prozent. Die konstant gebliebenen Grundpreise sowie die Mehrwertsteuer sind in diesen Rechenbeispielen enthalten.

Klaro!
Bei den Klarotarifen ergeben sich zu den vorgenannten Rechenbeispielen nur sehr geringfügige Abweichungen.
So wird ein Haushalt bei einer Abnahmemenge von 20.000 Kilowattstunden monatlich mit 5,83 Euro mehr belastet. Grund dafür sind Rundungsdifferenzen, die sich durch die Mehrwertsteuerbeaufschlagung bei gleichen Nettopreiserhö-hungen in allen Tarifen ergeben.