05.05.2010

Kinderkarussel landet im Hafen Essen am 6. Mai

Der Hafen wird zur Szenerie für den Kinofilm "Perry Rhodan - Unser Mann im All"

„Perry Rhodan – Unser Mann im All“ heißt der Dokumentarfilm fürs Kino, den WDR und ZDF/ARTE, für den im Essener Stadthafen ungewöhnliche Szenen gedreht werden. Die Kölner Produktionsfirma FLORIANFILM GmbH hat ein Kinderkarussell im Science Fiction Look ausfindig gemacht, um die Autoren der berühmtesten Heftromanserie der Welt standesgemäß abheben zu lassen.

Karussellbetreiber Willi Krenz aus Oberhausen, der mit seinem Karussell seit den Achtziger Jahren durch deutsche Lande tourt, wird das Gefährt bereits am fünften Mai zwischen Kränen, Kanälen und Frachtcontainern aufbauen. Am eigentlichen Drehtag werden fünf der Serien-Autoren aus allen Ecken Deutschlands, Österreich und der Schweiz anreisen und nicht nur einige Runden auf dem Karussell drehen, sondern auch den Autoren und dem Regisseur des Films Rede und Antwort stehen.

Produziert wird der 90-minütige Dokumentarfilm von der FLORIANFILM GmbH aus Köln, gefördert wird das Projekt von der Filmstiftung Nordrhein-Westfalen, dem Deutschen Filmförderfonds und der Zürcher Filmstiftung. Regie führt bei diesem Film, der im Herbst 2010 im Verleih der Edition Salzgeber in die Kinos kommen wird, der Kölner Filmemacher André Schäfer, dessen Kinofilm „Lenin kam nur bis Lüdenscheid“ im letzten Jahr für den deutschen Filmpreis nominiert war. Das Buch schreiben der Gelsenkirchener Hartmut Kasper a.k.a. Wim Vandemaan (selbst Perry Rhodan-Autor) und Claudia Kraszkiewicz aus Dortmund.

„Perry Rhodan – Unser Mann im All“ erzählt die 50-jährige Geschichte der deutschen Science Fiction-Saga „Perry Rhodan“, portraitiert die Macher, die Leser und das faszinierende Drumherum der Serie: Heidrun Scheer gewährt Einblicke in das berühmte Arbeitszimmer ihres verstorbenen Mannes und Seriengründers Karl-Herbert Scheer. Der große Perry Rhodan-Fan Denis Scheck kocht Götterspeise nach dem Seriengeheimrezept; Erich von Däniken weist uns in seine ufologischen Betrachtungen ein; in Interviews mit Inge Mahn (Witwe der Autoren William Voltz und Kurt Mahr), Bonnie Bruck (Witwe des Titelbildzeichners Johnny Bruck) und Robert Ernsting (Sohn des Seriengründers Walter Ernsting) und vieler Weggefährten der Heftromanserie begibt sich der Film auf eine Spurensuche nach den Ursprüngen des Perryversums.

An außergewöhnlichen Drehorten zeichnet der Film die Verbindungen des Fantastischen mit dem Realen nach. Er verfolgt die Spuren Perry Rhodans in der kalifornischen Mojave-Wüste auf einem Flugzeugfriedhof und auf der tief verschneiten Zugspitze; lüftet das Geheimnis um die Verbindung zwischen Perry Rhodan und der Vorhaut Jesu am weltberühmten Benediktinerkloster in Andechs und wagt atemberaubende Blicke von der höchsten Hängebrücke der Schweiz. Selbst der Mond ist nicht zu weit – zumindest sein Zwilling, der für diesen Film in Köln nachgebaut wurde. Die Europäische Weltraumorganisation ESA in Darmstadt und das Kennedy Space Center der NASA in Florida bieten einen Einblick in die Realität bemannter Raumfahrt. Besondere Archivstücke wie ein kritischer Monitor-Beitrag aus den 70er Jahren sowie das ostdeutsche Fernseh-Sandmännchen, das im selben Jahr gestartet wurde wie die Perry Rhodan-Serie sowie die Mondlandung dürfen natürlich nicht fehlen.