07.12.2010

Klaro!-Strom in Essen wird teurer

Mehr Geld für gutes Klima

Am 1. Mai 2009 stieg der lokale Erdgas-Versorger in den Essener Strommarkt ein und hat bis heute Strom zum stabilen Preis angeboten.

Nunmehr erhöht die Stadtwerke Essen AG die Strompreise ab 1. Januar 2011 erstmalig um bis zu 2 Cent pro Kilowattstunde. Ein Sprecher des Unternehmens dazu: „Die gestiegenen Abgaben durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) sind der Hauptgrund für den steigenden Strompreis“.
Nachdem die zuständige Bundesnetzagentur die Erhöhung der Umlage aus dem EEG auf 3,53 Cent pro Kilowattstunde zum 1. Januar 2011 bestätigt hat, steigen die Strompreise für die Verbraucher entsprechend. Mit dem EEG will der Bund den Ausbau und den Einsatz von Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien fördern.

Auch die Kunden des Energieversorgers Stadtwerke Essen AG leisten ihren Beitrag zum Ausbau der erneuerbaren Energien – und zwar mit der EEG-Umlage, die sie über ihren Strompreis bezahlen. Auf Anfrage der Redaktion betonte ein Unternehmenssprecher, dass für die Stadtwerke Essen AG der Ausbau der erneuerbaren Energien richtig und wichtig sei, allerdings auch seinen Preis habe.

Auf der anderen Seite sollte berücksichtigt werden, dass die Kosten für die negativen Folgen der Erderwärmung schwer einzuschätzen und bisher nicht in den Kosten der konventionellen Energieträger enthalten sind. Außerdem werden Arbeitsplätze gefördert: Deutschland ist Weltmeister bei der Entwicklung von Anlagen für erneuerbare Energien.

Die Bundesregierung arbeitet seit Jahren daran, den Ausbau alternativer Energien zu fördern und den CO2-Ausstoß zu verringern. Daher wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) am 29. März 2000 ins Leben gerufen. Es löste das Stromeinspeisungsgesetz (StrEG) ab, das bereits zum 1. Januar 1991 wirksam wurde.

 
Rechenbeispiele für Preisanpassungen
Auswirkungen auf die Kunden im Klaro!-Tarif

Die Preiserhöhung (Klaro!-S) für die Kilowatt­stunde Strom wird 2,00 Cent (brutto) betragen. Eine Kilowattstunde kostet dann 27,60 Cent. Für einen Single-Haushalt mit einem Jahresverbrauch bis zu 1.500 Kilowattstunden bedeutet die Erhöhung monatliche Mehrkosten von 2,50 Euro. Für Kunden mit einem jährlichen Verbrauch bis 3.000 Ki­lowattstunden (Klaro!-M) steigt  die monatliche Belastung bis zu 5,00 Euro. Das ist ein Schnitt von rund 8,9 Prozent. Bei einem Verbrauch bis 7.000 Kilowattstunden (Klaro!-L ) steigen die monatlichen Ausgaben um bis zu 11,67 Euro; das sind rund 9,4Prozent.

Ökostrom! Na klaro!
Für alle, die unsere Umwelt schonen wollen: Super-K bringt Ökostrom zum Sondertarif. Für einen Aufpreis von nur 0,5 Cent pro Kilowattstunde wird damit die Gewinnung von Energie aus der 100 % regenerativen Quelle Wasserkraft gefördert. Die umweltfreundliche Herkunft des Ökostroms untersteht dabei einer stetigen Kontrolle und wurde TÜV zertifiziert.

Mit kleinen Tricks den Stromverbrauch senken
Große Haushaltsgeräte, wie zum Beispiel der Kühlschrank oder die Geschirrspülmaschine stehen aktuell im Fokus der Öffentlichkeit, was den Energieverbrauch betrifft. Doch oft sind es kleine, alltägliche Maßnahmen rund um die wenig beachteten Kleingeräte, die dafür sorgen, dass der Stromzähler langsam läuft. Energiebewusste Käufer erwerben einen Backofen der Energieeffizienzklasse A. Doch darin Frühstücksbrötchen aufzubacken, ist pure Verschwendung. Denn ein Toaster benötigt dafür nur rund ein Drittel so viel Strom. Damit ist aber noch längst nicht das gesamte Einsparpotenzial am Frühstückstisch ausgenutzt. Energiesparender als das Erhitzen des Kaffee- oder Teewassers auf der Herdplatte ist die Nutzung eines Wasserkochers oder noch besser einer Kaffeemaschine. Unter den Kaffeemaschinen arbeiten dabei Geräte mit Thermoskanne wesentlich energieeffizienter als Geräte mit Warmhalteplatte. Übrigens: Auch beim Eierkochen ist es günstiger einen elektrischen Eierkocher zu verwenden als auf die Herdplatte und den Topf zurückzugreifen.

Seit einigen Jahren erfreuen sich bei den Verbrauchern Espresso-Vollautomaten großer Beliebtheit. Doch diese verursachen unnötig hohe Energieverluste, wenn sie im Bereitschaftsbetrieb ständig warmes Wasser für einen schnellen Espresso aufheizen. Energieeffizienter sind hier Espressomaschinen, die über eine automatische Abschaltfunktion verfügen. Viel hilft viel? Das trifft beim Staubsaugen nicht zu. Wer beim Kauf nur auf eine möglichst hohe elektrische Leistung achtet, lässt außer


Acht, dass in erster Linie die Luftmenge, die das Gerät ansaugen kann, für die Reinigungsleistung verantwortlich ist. Zu hohe Watt-Zahlen saugen also vor allem viel Strom aus der Steckdose.

Noch ein Tipp für alle Energiebewusste: Nicht immer trennt der Ausschalter das Gerät wirklich vom Netz. Eine abschaltbare Steckdosenleiste kann hier Abhilfe schaffen: Versteckte Energieverluste sind damit passé. Man sieht: Auch viele kleine Schritte führen ohne Komforteinbußen zum Spar-Ziel.