05.08.2010

Kompetenz der Stadtwerke Essen AG gefragt

Russische Delegation zu Besuch

Die Stadtwerke Essen AG hat vom 27. – 30. Juli 2010 Mikhail Konov und Aleksey Kuranov, zwei Vertreter des Ingenieurdienstleistungsunternehmens KMK mit knapp 300 Mitarbeitern, aus der russischen Stadt Nishny Nowgorod empfangen. Das Ziel des Besuchs war, den beiden Ingenieuren das Thema Abwasserentsorgung in Essen näher zu bringen.

So erläuterten Mitarbeiter der Stadtwerke Essen AG den Aufbau, die Struktur und Instandhaltung des Essener Kanalnetzes sowie die unterschiedlichen Verfahren zur Verlegung von Kanälen.
„Wir investieren rund 25 Millionen Euro pro Jahr ins Kanalnetz. Das konnten wir unseren russischen Gästen anhand moderner Bauverfahren zeigen", so Dr. Bernhard Görgens, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen AG. Fachvorträge im Haus der Stadtwerke Essen AG und Besuche der Wassergewinnung in Überruhr und der Kläranlage in Heisingen rundeten das Programm ab. Die beiden Vertreter möchten die gewonnenen Erkenntnisse in einem Großauftrag zur Sanierung des Regenwassernetzes in ihrer Heimatstadt Nishny Nowgorod 300 Kilometer östlich von Moskau umsetzen.

Unterschiedliche Abwassersysteme
In Mitteleuropa - so auch in Essen - ist historisch ein Mischsystem, bei dem Regen- und Abwasser zusammen in einem Kanal abgeleitet werden, entstanden. In Nishny Nowgorod existiert hingegen ein Trennverfahren: das heißt es bestehen zwei getrennte Kanalisationsnetze für das Regenwasser und die Haushalts- sowie Industrieabwässer.