28.01.2010

Möbel für die Stadtwerke

Gesundes Sitzen und Langlebigkeit stehen im Vordergrund

In den beiden letzten Tagen hat die WAZ über sogenannte Luxusmöbel für die Stadtwerke Essen AG berichtet. Diesem Eindruck tritt das Unternehmen nun entschieden entgegen. Im Zuge einer europaweiten Ausschreibung wurden für die Möblierung der Erweiterung der Hauptverwaltung Angebote eingeholt. In dem neuen Gebäude müssen 160 Arbeitsplätze neu eingerichtet werden. Im Vordergrund standen hier bei der Ausschreibungserstellung ge­sundheitliche und wirtschaftli­che Aspekte. So wurden z.B. verschiedenste Bürostühle und Schreibtische durch Mitar­beiter über einen längeren Zeitraum getestet. In Zusammenarbeit mit dem Betriebsrat und dem Werksarzt hat man dann die jeweiligen Modelle festge­legt.

Lebensdauer von 15 bis 20 Jahren rechtfertigt hohe Verarbeitungsqualität
Die Ausschreibung soll nun dazu dienen, den preis­wertesten Anbieter zu ermitteln.  Dazu Dietmar Bückemeyer, Techni­scher Vorstand der Stadtwerke Essen AG: „Die Mitar­beiter verbringen an ihrem Arbeitsplatz mehr Zeit als in ihren eige­nen Familien. Rückenbeschwerden zählen mit zu den häu­figsten Berufskrankheiten. Daher haben wir auch eine Verant­wor­tung als Unternehmensführung, ergonomisch sinnvolle Ar­beitsplätze einzurichten.“ Der Vorstandsvorsit­zende Dr. Bernhard Görgens ergänzt dazu: „Es ist uns sehr wichtig, dass unsere Mitarbeiter einen guten und gesund­heitsorien­tierten Arbeitsplatz haben. Dafür stehen wir und das werden wir auch so umsetzen. Darüber hinaus rechnen wir bei den Möbeln mit einer Lebensdauer von bis zu 20 Jahren. Unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten macht daher eine  An­schaffung mit hoher Verarbeitungsqualität Sinn.“ Wie das Unternehmen weiter mitteilte, sind verschiedene Möbelstücke optional an­gefragt worden, dazu zählt auch der viel zitierte Vorstands­stuhl. Für alle Möbel gilt: Eine Kaufentscheidung ist noch nicht gefallen.

WAZ lagen umfangreiche Informationen vor
Im Vorfeld der Berichterstattung hat es ein Gespräch mit dem Pressesprecher der Stadtwerke Essen AG gegeben. Teile dieses Gespräches finden sich auch am Ende des Arti­kels vom 26.01.2010. So fehlt aber in der WAZ, dass neben dem genannten Kanti­nenstuhl auch ein Kunststoffmodell für rund 150€ angefragt wurde. Ähnliches gilt für den Konferenzstuhl, der in der Aus­schreibung in der Stoffvariante und nicht wie laut WAZ in Leder angefragt war. Die Preisdifferenz zum Zeitungsartikel beträgt hier alleine rund 40 Prozent. Da die 78-seitige Ausschreibung der Redaktion vorlag (die WAZ berichtete), hätte man dies in die Berichterstattung mit einfließen lassen können.