02.11.2010

Stadtwerke-Konsortium hat konkretes Angebot für Evonik Steag abgegeben

Interkommunale Kooperation für sichere Versorgung im Gebiet Rhein-Ruhr

Mit der Abgabe eines konkreten Angebotes hat das aus sieben Unternehmen bestehende Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr sein Kaufinteresse an der Evonik Steag GmbH bestärkt. Das Konsortium besteht aus der Stadtwerke Duisburg AG, der Dortmunder Stadtwerke AG (DSW21), der Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW21), Energieversorgung Oberhausen AG (evo), Stadtwerke Bochum GmbH, Stadtwerke Dinslaken GmbH und der Stadtwerke Essen AG. Mit dem Erwerb der mehrheitlichen Anteile an der Evonik Steag GmbH wird die Schaffung einer kommunalen Erzeugerplattform angestrebt. Die Evonik Steag GmbH ist im Ruhrgebiet der mit Abstand größte Stromerzeuger und Fernwärmelieferant. Darüber hinaus gehört Evonik in den Feldern Biomasse, Geothermie und Grubengas zu den Marktführern in Deutschland und baut die Aktivitäten im zukünftig immer bedeutender werdenden Geschäftsfeld „Erneuerbare Energien“ weiter aus. Das Stadtwerke-Konsortium verfolgt mit dem Erwerb der Evonik Steag GmbH die Absicht, mittel- und langfristig einen ökologischen Umbau und einen noch stärkeren Einstieg in die regenerativen Energien vorzunehmen.

Auf dieser Basis wollen die Stadtwerke ihre Position als kommunale Unternehmen ausbauen und die Versorgung im Rhein-Ruhr-Gebiet mit den gewohnten Vorteilen einer fairen Preisgestaltung sowie einer Stärkung von Wirtschaft und Lebensqualität in der Region sichern. Des Weiteren würden die beteiligten Stadtwerke durch das Fernwärmegeschäft, die Aktivitäten im Bereich der „Erneuerbaren Energien“, das Dienstleistungsgeschäft sowie den Betrieb von mehreren Kraftwerken in der Region eine hohe Wertschöpfung erzielen können. Im Speziellen strebt das Stadtwerke-Konsortium durch eine Kooperation mit der Evonik Steag GmbH an, die Fernwärme als einen wichtigen Eckpfeiler einer umweltfreundlichen Wärmeversorgung zu sichern. Da viele Anlagen sowie die dazugehörigen Verwaltungseinheiten der Evonik Steag GmbH in unmittelbarer Nähe der beteiligten Städte liegen, können die damit verbundenen qualifizierten Arbeitsplätze in der Energiewirtschaft erhalten werden. Das Ergebnis wäre eine interkommunale wertschöpfungsorientierte Kooperation und somit ein weiterer Baustein, der die derzeitigen und zukünftigen Aktivitäten auf dem liberalisierten Energiemarkt ergänzt. In dem derzeit laufenden Verkaufsprozess unter Führung der Evonik Industries hat das Konsortium ein konkretes Angebot abgegeben. Dieses verbindliche Angebot steht unter verschiedenen Vorbehalten: der Zustimmung der Kartellbehörde, der Kommunalaufsicht und der Gremien der Partner zum Anteilserwerb. Nach Abgabe des verbindlichen Angebotes wird der Verkäufer Evonik entscheiden, mit welchem Bieter oder mit welchen Bietern die weiteren Verkaufsverhandlungen geführt werden. Eine Entscheidung darüber, wer den Zuschlag erhält, soll voraussichtlich noch in diesem Jahr fallen.

Nach wie vor haben sich die Parteien auch in dieser Phase zu absolutem Stillschweigen verpflichtet.