25.07.2011

Den ersten Schritt wagen

Umweltprojekte der Stadtwerke Essen AG stellen im Internet Energieerzeugung der Zukunft vor

Allerorts wird über die Effizienz erneuerbarer Energien diskutiert und wie sie den Bürger erreichen können, ohne dass er Angst vor Stromausfällen haben muss. Doch nicht umsonst heißt es oft: Probieren geht über Studieren. Ohne viel zu diskutieren, initiiert und betreut die Stadtwerke Essen AG bereits seit einigen Jahren Projekte, die umweltfreundliche Energietechniken fördern. Diese Projekte zeigen, dass Energieerzeugung mittels erneuerbaren Energien und nachwachsenden Rohstoffen bereits voll in den Alltag integriert werden kann und zuverlässig Energie liefert.

Die Energie-Siedlung

Da wäre zum Beispiel das modulare Heizsystem der Immeo-Siedlung an der Humboldtstraße. Es besteht aus einem Block-Heizkraftwerk (BHKW), einem Heizkessel, der das BHKW bei Höchstbelastung unterstützt, und einem Notkessel. Das BHKW funktioniert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung: Es erzeugt gleichzeitig Wärme und Strom. Erstere deckt den Wärmebedarf von 592 Wohnungen und deren 1.455 Bewohnern ab. Der durch das BHKW erzeugte Strom wird in das öffentliche Netz eingespeist. Aufgrund des kürzeren Weges zwischen dem Produktionsort der Wärme und dem Verbrauchsort, geht weniger Energie verloren und die Energie-Effizienz steigt dank des BHKWs an. Zudem macht es die Bewohner der Siedlung zu umweltbewussten Mietern: Das BHKW reduziert den CO2-Ausstoß der Siedlung um 150 Tonnen.

Umweltbewusst Wellness genießen

Ein weiteres BHKW steht im Keller von Essens größter Gesundheits- und Wellness-Oase. Es ist Teil des eigens für „Kur vor Ort“ in der Gruga entwickelten Energie-Effizienz-Konzepts der Stadtwerke Essen AG. Seit das Kurhaus in 2006 um die Therme und die Saunalandschaft erweitert wurde, sorgt das BHKW für eine konstante Temperatur von Saunen, Whirlpools und Wasserbecken im Innen- und Außenbereich. Es musste sich die Frage gestellt werden, welche Größe des BHKWs die optimale für den Bedarf des Kurhauses ist. Ein BHKW darf weder zu groß noch zu klein sein, um effektiv zu arbeiten. Denn es muss den Anforderungen seines Standplatzes gerecht werden. Das Geheimnis seiner Wirtschaftlichkeit ist ein gleichmäßiger Laufzyklus ohne häufige Schaltvorgänge. Nur zwei Jahre später musste das Energie-Konzept der Stadtwerke bereits weiterentwickelt werden. Der Sport- und Gesundheitsbereich des Kurhauses wurde erweitert und der Energiebedarf wuchs. In 2011 soll das energieeffiziente BHKW Unterstützung bekommen: Es ist geplant, ein Biomasse-Heizwerk in der Gruga zu installieren und somit ein Nahwärmenetz aufzubauen. Die Gruga versorgt sich und ihr Umfeld dann selbst: Resthölzer, die bei der Forst- und Landschaftspflege in Essen anfallen, werden energetisch genutzt und produzieren Wärme.

Die Sonne geht am Rathaus auf

Eine andere Art, erneuerbare Energien zu nutzen, ist die Solartechnik. Auf dem Dach des Essener Rathauses wurde dies 2008 mit einer Photovoltaik-Anlage umgesetzt. Die Experten der Stadtwerke Essen AG haben auf dem Vordach des Gebäudes auf einer Fläche von 315 m2 Solarzellen errichten lassen. 11.520 Solarzellen produzieren mittels Sonnenenergie im Durchschnitt 38.000 kWh Strom jährlich – eine gewinnbringende Energieproduktion für ganz Essen. Das ist für jeden, der nicht aufs Dach klettern und nachmessen kann, auch über die Anzeigetafel am Empfang des Rathauses sichtbar. Mit den 23 Tonnen CO2, die durch die Stromproduktion per Photovoltaik-Technik eingespart werden, trägt die Anlage auf dem Rathaus zum Ziel des Städtenetzwerks „Klimabündnis“, zu dem auch Essen gehört, bei. Die Photovoltaik-Anlage ist ein großer Schritt zum Vorhaben, den CO2-Ausstoß Essens bis 2020 um mind. 40 Prozent zu senken.

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Wie die Photovoltaik-Anlage auf dem Essener Rathaus aussieht oder was das Touchscreen des BHKWs in der Immeo-Siedlung anzeigt, hat die Stadtwerke Essen AG nun in ein paar Bildergeschichten – sogenannten Smart Stories – in Form gebracht. Anschauliche Fotos der jeweiligen Projekte geben eine Idee davon, wie gut die Anlagen in ihre Umgebungen integriert sind und diese davon profitieren können.

Mehr Informationen dazu und die vollständigen Smart Stories finden Sie auf www.stadtwerke-essen.de.