21.12.2011

Frischer Wind bei der Stadtwerke Essen AG

Die Beteiligung Thüga Erneuerbare Energien der Stadtwerke Essen AG erwirbt zwei weitere Windparkprojekte in Rheinland-Pfalz 

Kurz nach dem Erwerb ihres ersten Windparkprojekts in Brandenburg hat die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG, an der die Stadtwerke Essen AG beteiligt ist, zwei weitere im Bau befindliche Windparks in Rheinland-Pfalz erworben. Die Projekte liegen in den Gemeinden Neuerkirch mit acht Enercon E-82 E2 Windkraftanlagen und Unzenberg mit fünf Vestas V90 (Gridstreamer) Anlagen. Die künftige Gesamtleistung beider Parks wird 28,4 Megawatt betragen.
„Ich bin sehr zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Akquisitionen der Thüga Erneuerbaren Energien. Auf dem Windmarkt gibt es eine Menge Projekte. Dennoch wird sehr sorgfältig geprüft, was ins Portfolio passt“, so Dietmar Bückemeyer, technischer Vorstand der Stadtwerke Essen AG.
Die Windparks werden nach Fertigstellung eine Energiemenge erzeugen, mit der 17.800 Haushalte mit einem durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr versorgt werden könnten. Die geplante jährliche Stromproduktion liegt bei circa 62,4 Millionen kWh. Jährlich können durch die Windparks rund 50.000 Tonnen CO2-Emissionen im Vergleich zur Stromproduktion mit Steinkohlekraftwerken eingespart werden. Zusammen mit dem Windpark in Brandenburg ergibt sich aus diesen Projekten ein Einspar-Potential von insgesamt rund 100.000 Tonnen CO2-Emissionen pro Jahr.

Sorgfältige Investitionen
Die Gesellschaft hat seit ihrem operativen Start im April 2011 über hundert Projekte in Deutschland geprüft. „Die Windparks Neuerkirch und Unzenberg haben uns wirtschaftlich und technologisch überzeugt“, betont Bückemeyer. Es ist vorgesehen, dass die Stadtwerke Essen AG in den kommenden Jahren rund fünf Millionen Euro in Projekte der Gesellschaft investiert.
Während die Thüga Erneuerbare Energien beim ersten Windparkprojekt in Biebersdorf vor Baubeginn eingestiegen ist, stehen auf dem Projektgebiet in Rheinland-Pfalz bereits die ersten Windtürme. „Wir sind grundsätzlich bereit, zu allen Phasen in ein Windparkprojekt einzusteigen. Je früher man sich beteiligt, desto höher die Renditeaussichten, aber auch die Risiken. Eine angemessene risikogerechte Verzinsung des eingesetzten Kapitals ist entscheidend“, so Bückemeyer. Die Inbetriebnahme der Windparks ist für Ende 2011 geplant. Die Stadtwerke Essen sehen die kurzfristige Fertigstellung der Parks als Vorteil, da dadurch eine schnelle Refinanzierung gewährleistet wird. 

Lokal verbundener Projektentwickler
Bei dem Projektentwickler handelt es sich um die juwi-Gruppe, die ihren Hauptsitz im rheinhessischen Wörrstadt in Reichweite der beiden Windparks hat. Die Vernetzung in der Region spielt sowohl bei der Planung als auch für die reibungslose Umsetzung eine wichtige Rolle. Die Betriebsführung wird später ebenfalls juwi übernehmen. Die Thüga Erneuerbare Energien hat sich neben den beiden Windparks auch mit 35 Prozent an dem Umspannwerk beteiligt, juwi hält die übrigen Anteile. Das Umspannwerk wandelt den erzeugten Strom von der Mittelspannungsebene in die 110 kV (Kilovolt) Hochspannungsebene um und speist ihn dann in das Netz des örtlichen Energieversorgers ein.

Weitere Unternehmen beteiligen sich an der Thüga Erneuerbare Energien
Das Interesse einer Beteiligung an der Thüga Erneuerbaren Energien wächst weiter. Neben der Stadtwerke Essen AG haben sich kürzlich drei weitere Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen an der Gesellschaft beteiligt: die EWR Remscheid, die Stadtwerke ETO aus Telgte sowie die Stadtwerke aus Neuss. „Mit unserem Engagement in der Gesellschaft Thüga Erneuerbare Energien zeigen wir unseren Willen, in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren“, so Dietmar Bückemeyer.
Darüber hinaus werden in Kürze noch die Städtischen Werke aus Kassel, SWK Stadtwerke Kaiserslautern sowie die Stadtwerke aus Heide und Bad Hersfeld der Thüga Erneuerbare Energien als Gesellschafter beitreten. Mit weiteren Interessenten aus der Thüga-Gruppe gibt es bereits Gespräche über eine Beteiligung. Die Thüga Erneuerbare Energien wird bis Ende 2020 eine Milliarde Euro in erneuerbare Energien investieren. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Windkraft, die in Deutschland gegenwärtig das größte Potential hat.

Über die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG:
Die Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG ist ein Gemeinschaftsunternehmen von mehreren Gesellschaften der Thüga-Gruppe. Das Unternehmen investiert in Projekte zur regenerativen Energieerzeugung mit Fokus auf Deutschland. Ziel des Unternehmens ist die Bündelung von Know-how und Kapital, um so in den nächsten Jahren die eigene Energieerzeugung aus erneuerbaren Quellen auszubauen. Alle Unternehmen sind als Minderheitsgesellschafter an der Thüga Erneuerbare Energien beteiligt. Eine Beteiligung an der Gesellschaft steht grundsätzlich allen Unternehmen der Thüga-Gruppe offen. http://ee.thuega.de

Über die Stadtwerke Essen AG:
Die Stadtwerke Essen AG versorgt das Stadtgebiet Essen mit Trinkwasser, Erdgas, und Strom. Zudem kümmert sich das Unternehmen um die Instandhaltung und Erweiterung des Abwassernetzes und betreibt mit dem Hafen Essen ein Trilogistikzentrum. In den Geschäftsfeldern sind zusammen rund 900 Mitarbeiter tätig. Die Stadtwerke Essen können als lokaler Versorger auf eine über 150-jährige Unternehmenstradition zurückblicken und zeigen ihre Verbundenheit mit der Stadt Essen durch vielfältiges Engagement.