01.07.2011

Gewalt hat viele Gesichter

Schüler setzen sich mit Gewalt auseinander

Die Aufführung, eine Produktion des „Theatertill“ aus Düsseldorf, wurde von der Stadtwerke Essen AG im Rahmen ihres Jugendmarketings finanziell unterstützt.

Auf dem Schulhof, in den Medien, auf der Straße – Gewalt begegnet uns überall. Welche Motive machen einen Menschen zum Täter? Was löst eine Gewalttat in einem Opfer aus? Vier Täter und ein Opfer erzählen fünf Geschichten über Gewalt. Authentische Geschichten, die zu Emotionen, Sympathien und Ablehnung unter den Zuschauern führen.

Schüler der Realschule am Stoppenberg und des Gymnasiums an der Wolfskuhle lernten jetzt in einer Diskussionsrunde die Geschichte von fünf Betroffenen kennen:

- ein Neonazi, straffällig geworden, muss teilnehmen
- ein Lehrer, desillusioniert, schlug einen Schüler zusammen
- eine Frau, Zeugin einer Vergewaltigung, ging mutig dazwischen
- eine Schülerin; erlebte den Selbstmord einer Mitschülerin, getrieben von coolen Sprüchen
- ein Ausländer; ein Freund wurde von Rechtsextremen zum Krüppel geschlagen; ihm wird das nicht passieren.
- der Moderator Harry Heib, Mitarbeiter der Agentur „Mensch – aber wie?“

Während der „Heißen-Stuhl-Phase“ ging es stürmisch her, denn die Schüler hatten Gelegenheit, Fragen zu stellen, Eindrücke zu äußern, Unverdautes zur Disposition zu stellen. Erst am Schluss der Vorstellung erfuhren die Schüler, dass die „Berichtenden“ Schauspieler sind. Sie bestätigten aber, dass ihre Berichte auf tatsächlichen Ereignissen und Vorfällen beruhen. Die Schüler interessierten sich vor allem dafür, was die Schauspieler persönlich mit der gespielten Figur verbindet.