27.10.2011

Initiative "Jugend denkt Zukunft"

Realschule am Stoppenberg zu Besuch bei der Stadtwerke Essen AG

Fünf Tage lang fühlen wie ein Unternehmer, denken wie ein Unternehmer und handeln wie ein Unternehmer. Genau dass taten die Schüler der 10. Jahrgangsstufe der Realschule am Stoppenberg in der vergangenen Woche. Fünf Tage lang entwickelten sie Ideen, Konzepte und Strategien. Und das mit und im Hause der Stadtwerke Essen AG im Rahmen der Initiative „Jugend denkt Zukunft“.

Jugend denkt Zukunft ist eine von der Wirtschaft getragene bundesweite Initiative. Junge Menschen treffen auf Unternehmen und verbringen in einem fünftägigen Innovationsspiel ihre Zeit mal nicht auf der Schulbank sondern direkt im Unternehmen. Ziel der Initiative ist, dass die Jugendlichen einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen und ihre Innovationsbereitschaft gefördert wird. Die Unternehmen können ihre Zukunftsfähigkeit sichern und erfahren, was die Jugend interessiert und bewegt.

Arbeiten im Hause der Stadtwerke Essen AG

Die Schüler der Realschule am Stoppenberg entwickelten in der ersten Phase eigene Visionen und lernten die Stadtwerke Essen AG besser kennen. Dazu gehörte eine kurze Führung über das Gelände des Essener Hafen und auch ein Besuch in der Ausbildungswerkstatt in der Schnabelstraße. Hier durften die Schüler selbst Hand anlegen und bekamen einen Einblick in die praktische Arbeit eines Anlagenmechanikers.

In der zweiten Phase verarbeiteten sie ihre ersten Ideen und präsentierten sie vor der ganzen Gruppe und den betreuenden Mitarbeitern der Stadtwerke Essen AG, Katja Schürmann, stellvertretende Ausbildungsleiterin und Dietmar Sparig, Leiter der Ausbildungswerkstatt. In der dritten und letzten Phase überarbeiteten sie ihre Konzepte und Strategien und bereiteten sie so auf, dass sie am letzten Tag vor Lehrern, Eltern und Mitarbeitern der Stadtwerke Essen AG präsentiert werden konnten.

„Es ist faszinierend, was für tolle Ideen die Schüler hatten und wie viel wir von den jungen Leuten lernen konnten,“ erzählt Dietmar Sparig.
Die Schulklasse teilte sich in insgesamt sechs Gruppen auf. Die Gruppe „Presse“ war dafür zuständig, alle anderen Teams während der Woche zu begleiteten, um die Zeit bei der Abschlusspräsentation Revue passieren zu lassen. Die Gruppe „Werbung“ beratschlagte die Teams bei der Umsetzung ihrer Ideen. Die restlichen vier Gruppen entwickelten ihre eigenen Pläne und Konzepte für die Stadtwerke Essen AG.

Isabella Kaiser, Jana Krück, Carolin Bartz und Sophie Langer bildeten die Gruppe „Mädels-Power“. Ihr Plan war es, Mädchen für Männerberufe zu begeistern, bzw. ihnen die Scheu davor zu nehmen, sich für solche zu bewerben. Sie überlegten sich, wie junge Frauen am besten anzusprechen und zu begeistern sind und entwickelten einen genauen Plan. Bei einem „Mädels-Abend“ sollen sich junge Frauen, die bereits in einem Männerberuf tätig sind und die, die dort tätig werden wollen, austauschen, sich Mut machen und gemeinsam Ängste überwinden. Frei nach dem Motto: „Was die Jungs können, können wir Mädchen schon lange!“

Dieses und die vielen weiteren Projekte der Gruppen brachten Katja Schürmann und Dietmar Sparig zum staunen. „Viele der von den Schülern präsentierten Ideen haben Potenzial, weiter von uns verfolgt zu werden,“ ist sich Dietmar Sparig sicher.
„Es ist toll, was die Schüler in so kurzer Zeit zu Stande gebracht haben. Für uns ist es interessant und spannend zu sehen, worauf die jungen Menschen eingehen und was sie interessiert. Denn so haben wir einen Anhaltspunkt, wie wir die junge Generation erreichen können,“ erklärt Katja Schürmann.