24.03.2011

Plantschen im Unterricht?

Stadtwerke Essen AG lädt ein zum „Wasser-Unterricht“

Der 22. März stand wie jedes Jahr im Zeichen des Lebensmittels Trinkwasser, denn an diesem Tag wird der „Internationale Tag des Wassers“ gefeiert. Auch die Stadtwerke Essen AG als Wasserlieferant der Stadt Essen erinnert seit 1993 mit einer speziellen Aktion an die Bedeutsamkeit des Trinkwassers. In diesem Jahr haben die Stadtwerke eine Unterrichtsreihe zum Thema Trinkwasser initiiert.

„Plantschen erlaubt“

heißt es, wenn der Umweltunterricht mit Lothar Franken startet. Der Umweltbeauftragte von der Deutschen Umwelt-Aktion e. V. besucht seit einigen Jahren Essener Grundschulen auf Einladung der Stadtwerke. Im Gepäck: Blumentöpfe, Kieselsteine, Sand und durchgesägte Plastikflaschen. Es gilt, Kinder für den Gewässerschutz zu begeistern.So haben in den nächsten Wochen rund  800 Jungforscher Wochen ein Aha-Erlebnis der besonderen Art: wie aus Tintenwasser wieder klares Wasser wird. Lothar Franken gestaltet den Unterricht so, „dass alle ein bisschen Spaß daran haben“. Neben der Theorie stehen Mitmachaktionen und Experimente auf dem Programm. So bauen die Grundschüler aus den Blumentöpfen, Plastikflaschen und Steinen eine Mini-Filteranlage und gießen mit Tinte vermischtes Wasser auf Steine und Sand. Und es funktioniert tatsächlich: am Ende tropft sauberes Wasser heraus.

Freunde stehen zusammen

Für ein weiteres Experiment erhalten die Kinder Trinkbecher gefüllt mit Wasser: „Jede Gruppe bekommt kleine Kugeln aus Stanniolpapier, die ihr ganz vorsichtig auf das Wasser legt. Ihr werdet sehen, sie bleiben oben.“ Das läge an den Wassermolekülen, die wie gute Freunde fest zusammenstünden. Und die Kugel sei eigentlich ein Wasserläufer, der über die Oberfläche laufen könne. Aber ein paar Tropfen Spülmittel ins Wasser und unsere  Forscher stellen erstaunt fest, dass die Kugeln untergehen, denn Tenside zerstören die Oberflächenspannung.
„Die Kinder passen bei solchen Experimenten einfach besser auf. Und wenn ein Fremder ihnen etwas erklärt, hören sie auch besser zu“, wissen die Lehrer und freuen sich über „ihre“ aufmerksamen Kinder.