23.03.2011

Stadtwerke Essen AG beendet Verträge mit TelDaFax

Die Stadtwerke Essen AG hat dem Energie-Lieferanten TelDaFax gekündigt. TelDaFax hatte mit den Stadtwerken Nutzungsverträge für das Erdgasnetz in Essen geschlossen. Da es bei TelDaFax immer wieder zu Zahlungsproblemen gegenüber der Stadtwerke Essen AG als Netzbetreiber gekommen war, wurden diese Nutzungsrechte nun gekündigt. Trotz Mahnung hatte TelDaFax die Rechnungen bis heute nicht beglichen.

Kunden, die über TelDaFax ihre Energie beziehen, müssen sich um einen Ausfall ihrer Gasversorgung allerdings keine Sorgen machen. Die fast 1.500 betroffenen Kunden in Essen werden aufgrund der gesetzlich geregelten Ersatzversorgung automatisch in den entsprechenden Tarif der Stadtwerke eingestellt. Hierüber werden die Stadtwerke Essen die betroffenen Kunden in den nächsten Tagen schriftlich informieren. „Als Grundversorger kommen wir selbstverständlich unserer Aufgabe nach und lassen die Kunden von TelDaFax nicht im Stich. Sie werden von uns ohne Übergangsprobleme mit Gas versorgt“, versichert Dirk Pomplun, Sprecher der Stadtwerke Essen AG.

Der Grundversorger ist der Versorger, der die meisten Haushaltskunden im Netzgebiet beliefert, und in der Regel auch der Netzbetreiber. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie unter www.stadtwerke-essen.de. Die Stadtwerke empfehlen, den Stand des Gaszählers zu notieren, um eine Kontrollmöglichkeit für spätere Abrechnungen zu haben.
 

Hintergrund:

Bereits in der Vergangenheit hatten einige Netzbetreiber TelDaFax gekündigt. Auch sie hatten vergeblich auf ihre Zahlungen gewartet oder oft erst kurz nach Ablauf der Frist Geld erhalten. In Zusammenhang mit diesen Problemen hatte sich im November 2010 auch die Staatsanwaltschaft Bonn eingeschaltet. Sie hatte ein Ermittlungsverfahren gegen TelDaFax mit dem Verdacht auf Insolvenzverschleppung eröffnet. Schon im Herbst letzten Jahres hatte es Berichte über eine mögliche Zahlungsunfähigkeit von TelDaFax gegeben.