05.09.2011

Was ist denn da am Hafen los?

Auf dem über 1,2 Millionen Quadratmeter großen Gelände des Essener Hafens ist reges Treiben alltäglich. Große Maschinen werden betrieben, Schiffe kommen an und fahren ab, zwei Diesellokomotiven und 30 Wagons transportieren Güter auf dem hafeneigenen Gleisnetz .Ungefähr 2000 Mitarbeiter sind tagtäglich am Essener Hafen beschäftigt und sorgen für einen reibungslosen Betrieb.Am 30. August 2011 war etwas anders am Hafen. Es ist neun Uhr morgens. Der normale Betrieb läuft schon auf Hochtouren. Doch zwischen dem lauten Brummen der Maschinen und Kräne sind Kinderstimmen zu hören. Entlang der Straße Am Stadthafen werden die Stimmen lauter.

Was ist denn da los? Um die Ecke dann die Auflösung. An dem großen Brückenkran steht Hafenmeister Knut Winnacker umringt von einer Gruppe neugieriger Kinder. Wie kommt es dazu?
Im Rahmen der Aktion „Ferienspatz 2011“ haben sich die Kinder, im Alter zwischen acht und zwölf Jahren, für einen Besuch am Essener Stadthafen eingetragen. Zwei Stunden lang begleiten sie Knut Winnacker über das Hafengelände und erfahren alles über die Arbeit und die Aufgaben am Hafen.  

Besonders spannend: Die großen Brückenkräne. Mit weit aufgerissenen Augen bewundern die Kinder den Stahlriesen. Ein lautes Klingeln und der große Kran setzt sich in Bewegung. Neugierig schauen die Kinder dem Kran bei der Arbeit zu.
Die nächste Station führt die Gruppe auf die andere Uferseite. Vorbei an dem 400 Meter langen und 87 Meter breiten Hafenbecken laufen die Kinder geradewegs auf einen riesigen Hügel aus Glasscherben zu. Die Kinder sind von den im Licht glitzernden und funkelnden Scherben begeistert. „Das ist völlig ungefährlich“, betont Knut Winnacker. „Hier lagern nur die aufbereiteten Scherben. Das heißt, das Glas ist vollständig abgerundet, so dass man sich nicht schneiden kann.“ Das aufbereitete Glas kommt aus den Sammelbehältern der Stadt Essen und wird in den Glashütten am Hafen weiterverarbeitet. Aus den alten Scherben werden neue Flaschen gemacht.

Genauso spannend wie der Scherbenhügel und dazu noch toll zum Klettern, ist der Kieshügel direkt nebenan. Unter Aufsicht von Knut Winnacker und dem Betreuer des Jugendamtes besteigen die Kinder den kleinen Berg.

Entlang der Schienen läuft die Gruppe das Hafengelände weiter ab. Immer wieder gibt es tolle Sachen zu entdecken und zu erforschen. Zwei Stunden sind um wie im Flug und Knut Winnacker ist am Ende seiner Führung angekommen. Die Kinder hatten sichtlich Spaß und haben viele Informationen rund um den Hafen und seinen Betrieb erfahren.