08.12.2011

Wasser fließt - ob mit oder ohne Strom

Trinkwasserversorgung auch im neuen Verbundsystem der Wassergewinnung Essen GmbH gesichert

Das neue Trinkwasserverbundsystem, das seit 2009 durch die Wassergewinnung Essen GmbH – einer Kooperationsgesellschaft der Stadtwerke Essen AG und der Gelsenwasser AG – aufgebaut wird, nimmt weitere Formen an. Es verbindet die Wasserwerke in Essen-Überruhr und Essen-Horst.

Neben der Arbeit an neuen Rohrleitungen, die beide Standorte vereinen, geht es auch beim Bau der neuen Wasseraufbereitungsanlage voran. Mit diesem neuen Verbundsystem wollen die Stadtwerke Essen gemeinsam mit Gelsenwasser die Qualität ihres Trinkwassers auch langfristig aufrecht erhalten und sichern.  

Stromausfall kein Grund zur Sorge
Damit die neue Wasseraufbereitungsanlage nach der Fertigstellung des Projekts reibungslos läuft, wurden nun zwei zusätzliche Notstromanlagen errichtet. „Die haben jeweils eine Leistung von sage und schreibe 2 Millionen Watt“, so Detlef Stein, zuständiger Elektrotechniker bei der Wassergewinnung Essen GmbH. Sowohl die Pumpen in den Wasserwerken als auch die Wasseraufbereitungsanlagen werden durch Strom betrieben. Diese müssen auch im Falle eines Stromausfalls weiter arbeiten können, um das in Essen benötigte Trinkwasser ohne Unterbrechung zu liefern. Das gesamte Wasserwerk wird bei einem Stromausfall mit Notstromaggregaten betrieben. Und auch für die neue Wasseraufbereitungsanlage, die im neuen Verbundsystem die bereits vorhandene Aufbereitungsanlage ergänzt, arbeiten Aggregate im Bedarfsfall. Die neue Notstromanlage bietet zusätzliche Kraft, vor allem auch nach Fertigstellung des neuen Trinkwasserverbundsystems. 

Vor Inbetriebnahme der neuen Notstromanlage wurden Motor und Generator auf Herz und Nieren geprüft. Detlef Stein erklärt den Vorgang: „Die Dieselmotoren treiben den Generator an, der Strom erzeugt. Für die neue Anlage wurde mehrfach ein Stromausfall simuliert. Die Aggregate haben uns dabei nicht enttäuscht.“ Ist der Dieseltank der Aggregate komplett gefüllt, kann er bei Volllast zwei bis drei Tage lang die neue Wasseraufbereitungsanlage betreiben. Dank dieser beachtlichen Leistung würden die Essener Bürger von einem Stromausfall nichts merken. Ihr Trinkwasser fließt wie gewohnt.

Trinkwasser wird mehrfach filtriert
Das Wasser, das aus der Ruhr entnommen wird, durchläuft bisher drei Filtrationsstufen. Mit Fertigstellung der neuen Aufbereitungsanlage kommen dort drei weitere Stufen hinzu. Zusätzlich erhält sie einen Reinwasserspeicher mit einem Fassungsvermögen von 15.000 m3. Beste Voraussetzungen also für die Inbetriebnahme des gesamten neuen Trinkwasserverbundsystems in 2013.

Mehr Informationen zum neuen System erhalten Sie unter www.trinkwasserverbundsystem.de.