17.12.2012

Änderungen für Verbraucher zum Jahreswechsel

Gaspreis bleibt stabil, Wasserkosten steigen

Seit ein paar Tagen ist der Winter mit Temperaturen um den Gefrierpunkt auch in unserer Stadt angekommen. Damit es zu Hause ausreichend warm ist, müssen in vielen Haushalten die Heizungen hochgedreht werden. Da ist es gut, wenn keine Gaspreiserhöhung ins Haus steht. Auf Nachfrage der Redaktion bestätigte die Stadtwerke Essen AG nochmals, dass der Gaspreis des Unternehmens in den Wintermonaten stabil bleibt.

Einwandfreies Trinkwasser kostet Geld und Aufwand
Seit 145 Jahren versorgt die Stadtwerke Essen AG die Bürger mit einwandfreiem Trinkwasser. Um die Qualität des Wassers garantieren zu können, müssen die Trinkwasseranlagen regelmäßig gewartet oder erneuert werden. So werden derzeit unter anderem rund 55 Millionen Euro in den Bau eines innovativen Trinkwasserverbundsystems investiert.

Da solche Aufwendungen auch immer mit Kosten verbunden sind, kommen die Stadtwerke Essen um eine Erhöhung des Grundpreises zum 1. Januar 2013 nicht herum. Im kommenden Jahr zahlen Hausbesitzer für einen in fast allen Essener Häusern verbauten Zähler 227,79 € statt der derzeitigen 190,57 €.  Für einen Haushalt in einem Sechs-Familienhaus bedeutet das Mehrkosten von 0,52 € im Monat. Besitzer eines Einfamilienhauses zahlen 3,10 € mehr im Monat.

Der Wasserpreis besteht aus rund 80 % Fixkosten, die auf den Betrieb und die Wartung der Trinkwasserversorgungsanlagen entfallen. Lediglich ca. 20 % entfallen auf die produzierte Wassermenge.  Der Arbeitspreis bleibt stabil und wird im kommenden Jahr nicht erhöht. „In den letzten Jahren sinkt die Einwohnerzahl in Essen permanent. Aus diesem Grund ist auch der Wasserverbrauch in unserer Stadt rückläufig. Trotzdem müssen wir dafür sorgen, dass das Versorgungsnetz einwandfrei funktioniert“, so Dirk Pomplun, Pressesprecher der Stadtwerke Essen. Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen daher insgesamt 18,6 Millionen Euro in die Pflege und Wartung der 1840 km langen Versorgungsnetze investiert. Rund 55 Millionen Euro kostet zudem die Modernisierung der Trinkwasseraufbereitungsanlagen in Essen-Horst und Essen-Überruhr.  Diese Maßnahmen garantieren auch weiterhin eine optimale und sichere Trinkwasserversorgung der Essener Bürger. 

Rechenbeispiele

Die folgenden Beispiele basieren auf der Annahme, dass ein Vier-Personen-Haushalt pro Jahr 200 m³ Wasser verbraucht. 

Für ein Einfamilienhaus mit einem Wasserzähler der Größe Qn 2,5 beliefen sich die Wasserkosten im Jahr 2012 auf 566,57 €. Pro Monat waren dies jeweils 47,21 €. In 2013 zahlt dieser Haushalt 603,79 € im Jahr. Die monatlichen Kosten belaufen sich dann auf 50,32 €. Dies ergibt eine Differenz von 37,22 € im Jahr und 3,10 € im Monat.

Ein Haushalt mit vier Personen in einem Sechs-Familienhaus mit einem Wasserzähler der Größe Qn 2,5 zahlte in 2012 407,76 € im Jahr für das Wasser und im Monat 33,98 €. In 2013 werden diese Kosten 413,96 € im Jahr betragen. Hier beträgt die Differenz 6,20 € pro Jahr und 0,52 € pro Monat.