20.11.2012

Fühlen wie ein Unternehmer

Schüler der Albert-Einstein-Realschule zu Besuch bei der Stadtwerke Essen AG

Innovative Ideen entwickeln, Konzepte entwerfen und Strategien vorstellen. Genau das taten Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse der Albert-Einstein-Realschule im Rahmen eines Innovationsspiels im Hause der Stadtwerke Essen AG. Fünf Tage lang verbrachten sie ihre Zeit mal nicht auf der Schulbank, sondern direkt im Unternehmen.

„Jugend denkt Zukunft“ ist eine Initiative der Wirtschaft und richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen neun bis zwölf aller Schultypen.

Ziel der Initiative ist, dass die Jugendlichen einen Einblick in die Arbeitswelt bekommen und ihre Innovationsbereitschaft gefördert wird. Die Unternehmen auf der anderen Seite können ihre Zukunftsfähigkeit sichern und erfahren, was die Jugend von heute interessiert und bewegt.

Arbeiten im Hause der Stadtwerke Essen AG
Gemeinsam mit dem Patenunternehmen Stadtwerke Essen gingen die Schülerinnen und Schüler verschiedensten Fragen auf den Grund: Wie sieht die Welt von morgen aus? Welche Veränderungen stehen bevor und wie wirken sie sich auf Gesellschaft und Unternehmen aus? Ganz einfach: Wie denkt die Jugend über die Zukunft?

Am ersten Tag ihres fünftägigen Aufenthalts bei den Stadtwerken Essen lernten die Schülerinnen und Schüler das Patenunternehmen besser kennen und konnten so erste eigene Visionen entwickeln. Alle unter dem Thema „Energieversorgung im Jahre 2030“. In kleinen Teams erarbeiteten sie erste Ideen und trugen sie vor der gesamten Gruppe vor. Im Anschluss daran beschäftigten sich die Jugendlichen mit sogenannten „Megatrends“. Sie bekamen Arbeitsmaterialien zu den Themen Globalisierung, Klimawandel, demografischer Wandel und Ressourcenkonflikte. Wie wirken sich diese Themen auf die Energiebranche und die Unternehmen aus? Wie verändern sich die Bedürfnisse der Kunden und was bedeutet das für das Handeln des Unternehmens? Gemeinsam fanden die Schülerinnen und Schüler Antworten auf diese Fragen und konnten sie für ihre weitere Konzeptionsentwicklung nutzen.

An einem darauffolgenden Praxistag besuchten die Jugendlichen das Gaseum und das Biomasseheizwerk in der Gruga. Sie erfuhren unter anderem wie Erdgas gewonnen, gefördert, gespeichert und schließlich genutzt wird. Im Biomasseheizwerk konnten die Schülerinnen und Schüler sehen, wie mit Hilfe der Verbrennung von Holzschnitzeln Wärme gewonnen und später in den Gebäuden der Gruga genutzt wird. Im Anschluss bekamen sie die Möglichkeit mit Auszubildenden der Stadtwerke Essen AG zu sprechen und so aus direkter Quelle etwas über die Ausbildungsberufe zu erfahren.

An den darauffolgenden Tagen verarbeiteten die Jugendlichen ihre Eindrücke und Ideen und bereiteten sie für eine abschließende Präsentation auf. Vor Lehrern, Eltern und den betreuenden Mitarbeitern der Stadtwerke Essen AG stellten sie ihre Ergebnisse vor.

Die kreativen Ideen der Schüler brachten die Zuschauer zum Staunen. So entwickelte eine Arbeitsgruppe die sogenannte „Energie Street“, in der Belastungssensoren in den Bürgersteigplatten Bewegungen wahrnehmen. Die dadurch entstehende Bewegungsenergie wird dann in Strom umgewandelt, der direkt ins öffentliche Netz eingespeist wird. „Es ist faszinierend, was für tolle Ideen die Schüler hatten und wie viel wir von den jungen Leuten lernen konnten“, erzählt Katja Schürmann, stellvertretende Ausbildungsleiterin bei den Stadtwerken Essen. „Für uns ist es interessant und spannend zu sehen, worauf die jungen Menschen eingehen und was sie interessiert. Denn so haben wir einen Anhaltspunkt, wie wir die junge Generation erreichen können“, ergänzt Dietmar Sparig, Leiter der Ausbildungswerkstatt der Stadtwerke.