23.11.2012

"Ich liebe mein Handy..." - Augen auf beim Handytarif

Stadtwerke Essen AG lässt Jugendliche beraten

In den letzten Jahren kann eine stetig wachsende Verschuldung und Überschuldung bei jungen Erwachsenen festgestellt werden. Laut einer Umfrage des Bundesverbraucherministeriums ist nur jeder vierte Jugendliche in der Lage, den für ihn günstigsten Handytarif herauszufinden.

Abzockangebote, versteckte Abos oder sogenannte Premium-SMS sind Fallen, in die Erwachsene, Kinder und Jugendliche gleichermaßen tappen. Genau davor warnt jetzt Doris Grzegorczyk, Beraterin für Telekommunikation bei der Verbraucherzentrale NRW in einer Schulstunde.

Die Stadtwerke Essen AG als Energieversorger für die Menschen dieser Stadt bietet im Rahmen ihres Jugendmarketings seit Jahren Essener Schulen verschiedene Aktivitäten an. So hat jetzt das Unternehmen zu dieser besonderen Unterrichtsstunde eingeladen. An 20 weiterführenden Schulen in Essen steht nun das Fach „Mobil telefonieren“ für eine Doppelstunde auf dem Stundenplan.

 Im Vordergrund der Unterrichtseinheit steht die Sensibilisierung für die Kostenfalle Handy. Doris Grzegorczyk  schafft ein Bewusstsein für Kosten, sensibilisiert für Lockangebote und rät den Schülern zu einem gesunden Misstrauen. Außerdem: „Wie viel Geld habe ich im Monat ei-gentlich zur Verfügung? Was muss ich davon alles bezahlen?“ In gezielter Kleingruppenarbeit hinterfragten die Schüler der Realschule Essen-West ihre eigenen „Einkommensverhältnisse“ und trugen Einnahmen und Ausgaben zusammen. In der anschließenden Diskussion konnten die Jugendlichen das eigene Verhalten reflektieren und Alternativen aufzeigen.