27.06.2012

Marmeladenglas oder Biogasmaschine?

 

Stadtwerke Essen AG organisiert Experimente für Viertklässler

Unter dem Motto „Energie erleben und verstehen“ hat die Stadtwerke Essen AG Essener Grundschulen zu einer besonderen Unterrichtsstunde eingeladen. Denn Umweltschutz muss nicht langweilig sein: Seit einigen Jahren bieten die Stadtwerke erfolgreich Umweltunterricht an Essener Grundschulen an. Der 90minütige Unterricht wird in Zusammenarbeit mit der deutschen Umweltaktion e.V. durchgeführt.

Aktuell hat jetzt das Unternehmen, das mit Klaro!-Klima 25 Erdgas den Verbrauchern eine Wärmequelle anbietet, die zu 25 Prozent aus Bio-Erdgas und zu 75 Prozent aus Erdgas besteht, zum Unterrichtsmodul „Der Energieträger Erdgas/Biogas“ eingeladen, zu dem sich 30 Schulklassen angemeldet haben; darunter auch die Schule am Schwanenbusch.

Auf dem Stundenplan der Viertklässler der Schule am Schwanenbusch stand an diesem Morgen ein zweistündiger Umweltunterricht an, in dem Sandra Wasliewski, pädagogische Mitarbeiterin der Dt. Umweltaktion e.V., das Wichtigste über Energie und Umwelt beibringt. Einfach und kindgerecht erläutert die Pädagogin, wie die Wärme durch die Atmosphäre gespeichert wird und warum der hohe CO2-Ausstoß zur Erderwärmung beiträgt.
Dank der Comic-Figur SpongeBob Schwammkopf war den Schülern ‚Plankton’ kein Fremdwort, so dass Sandra Wasliewski die Entstehung von Erdgas problemlos darstellen konnte. Der Transport erfolgt durch sogenannte Pipelines, Leitungen so groß, dass die Schüler bequem darin stehen könnten. Da die Praxis aber am meisten Spaß macht, demonstrierte Wasielewski mit einem Wärmeströmungsrohr, Brennpaste, Wasser und Lebensmittelfarbe, den gespannten Schülern, wie das Gas durch Wärme nach oben steigt.

Hausaufgaben mit Spannung
Doch was ist mit Biogas? „Jeder stellt es her“, verrät Wasliewski und einige fangen an zu kichern. „Nicht nur Menschen auch Bakterien, die Bioabfälle vertilgen, lassen hin und wieder Luft ab“, führte sie aus und erklärte dann die Grundlagen der Biogasanlagen, in denen Bakterien Bioabfall zersetzen und Gase entstehen. Die kleinen Forscher erhielten zum Abschluss ein Schraubglas, um daheim Biogas zu erzeugen. Hierzu sind die Gläser bis zur Hälfte mit Obstresten, Blättern, Laub oder Gras zu füllen und an ein eínem warmen Platz aufzubewahren – ideale Bedingungen für die Vermehrung von Bakterien und für  die Produktion von Biogas. Und mit Glück kann man beim Öffnen das Gas nicht nur riechen sondern auch hören.