10.09.2012

Mit Innovation und Tradition zu reinem Trinkwasser

Neue Wasseraufbereitungsanlage in Essen-Überruhr gehört zu den modernsten ihrer Art

Eine effiziente Wasseraufbereitung für reines Trinkwasser – das ist das Ziel des im Mai 2009 ins Leben gerufenen Trinkwasserverbundsystems.  Mit dem Bau einer innovativen Wasseraufbereitungsanlage und der Zusammenführung der Essener Wasserwerke in Horst und Überruhr soll ab 2013 langfristig eine hochwertige Wasserproduktion garantiert werden. Das von der Wassergewinnung Essen GmbH (WGE) - einer Kooperationsgesellschaft der Stadtwerke Essen AG und der GELSENWASSER AG - durchgeführte Bauprojekt wurde am Montag im Rahmen eines Richtfestes vorgestellt.

Trinkwasseraufbereitung ohne Chemie
„Die Qualitätsanforderungen an unser Trinkwasser steigen stetig. Unser Ziel ist die langfristige Absicherung einer qualitativ hochwertigen und gleichzeitig kostengünstigen Wasserproduktion“, sagte Dietmar Bückemeyer, Vorstand der Stadtwerke Essen AG, in seiner Eröffnungsrede. In einem ersten Schritt wurden dazu die Wasserwerke Essen-Horst und Essen-Überruhr über eine 2,8 km lange Leitung miteinander verbunden und zum sogenannten Trinkwasserverbundsystem zusammengeschlossen. Nun ist der Bau der neuen Wasseraufbereitungsanlage in vollem Gange. Sie ergänzt künftig den bisherigen Wasseraufbereitungsprozess um drei innovative Stufen: die Desinfektion mit UV-Licht, physikalische Entsäuerung und Aktivkohlefiltration. Mit dem Bau der neuen Wasseraufbereitungsanlage II am Standort Überruhr haben die Stadtwerke Essen AG und die GELSENWASSER AG als Gesellschafter der WGE in bewährte und innovative Technologie investiert. Künftig wird nicht nur langfristig die Trinkwasserqualität sichergestellt, sondern gleichzeitig eine chemikalienfreie Wassergewinnung realisiert. Damit setzt die Anlage neue Maßstäbe für die Wasseraufbereitung.

Neubau mit großen Dimensionen
Das aufbereitete Wasser wird künftig in einem Reinwasserbehälter gespeichert, der insgesamt ein Speichervolumen von 15.000 Kubikmetern aufweist. Dies entspricht rund 100.000 Badewannenfüllungen. Die Anlage selbst wurde auf 229 gegossenen Betonpfählen errichtet und ist insgesamt so groß wie ein Fußballfeld.

Beste Zukunftsaussichten
Wenn die neue Wasseraufbereitungsanlage fertiggestellt ist, durchläuft das Trinkwasser verschiedene Stufen, bis es beim Verbraucher ankommt. Es fließt dann von Essen-Horst aus durch eine 4,50 m breite Rohrleitung unter der Ruhr hinweg bis nach Überruhr. Dort durchläuft es zunächst die bestehende Wasseraufbereitungsanlage I und passiert dann die drei Stufen der neuen Wasseraufbereitungsanlage II. Ohne zusätzliche Pumpen läuft  es im freien Gefälle den Pumpwerken Essen-Horst und Essen-Überruhr zu.    
Die Wasseraufbereitungsanlage II wird nach ihrer Fertigstellung zu den modernsten Anlagen Deutschlands und Europas zählen. „Damit sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt. Wir sichern die Trinkwasserversorgung für kommende Generationen mit Hilfe eines Multibarrierensystems“, so Bückemeyer.

Sowohl die Stadtwerke Essen AG als auch die GELSENWASSER AG verfügen über mehr als 100-jährige Erfahrung in der Trinkwasserversorgung. Mit dem Bau der neuen Anlage werden sie ihrem Anspruch gerecht, den Bürgern gleichbleibende Güte und Reinheit auf hohem Niveau zu bieten.