14.11.2012

Stabile Erdgaspreise auch in der kalten Jahreszeit

Gesetzliche Umlagen zwingen Stadtwerke Essen AG zur Strompreisanpassung

Passend zur kalten Jahreszeit gibt es eine gute Nachricht für alle Kunden der Stadtwerke Essen AG: Die Gaspreise bleiben auch im kommenden Winter stabil. Im Gegensatz zu anderen Energieversorgern erhöhen die Stadtwerke Essen die Preise für Erdgas zum 1. Januar 2013 nicht. Für alle Haushaltskunden der Stadtwerke bedeutet dies, dass sie bis zum Frühjahr mit konstanten Gaspreisen rechnen können. Das gilt auch für alle Klaro!-Tarife.

Gesetzliche Abgaben treiben Strompreis
Wenngleich der Gaspreis stabil gehalten werden konnte, kommen die Stadtwerke Essen um eine Anpassung der Strompreise nicht herum. Nachdem die Bundesregierung die gesetzlichen Umlagen ein weiteres Mal erhöht hat, machen diese mittlerweile rund die Hälfte des Strompreises aus. Die Preissteigerungen für EEG-, KWK-G-, StromNEV- und Offshore-Umlage machen eine Strompreisanpassung ab Januar 2013 notwendig. „Zwar sind die Einkaufspreise für unseren Strom gesunken, nichtsdestotrotz konnten wir die Kosten für die gestiegenen Umlagen damit nicht wieder auffangen. Die Erhöhung der Umlagen ist so hoch, dass wir preislich nachsteuern müssen. Wir versuchen dennoch, die Belastungen so gering wie möglich zu halten“, so Dirk Pomplun, Pressesprecher der Stadtwerke Essen AG. 

Rechenbeispiel zur Preisanpassung 
Ein Stromkunde der Stadtwerke Essen AG mit dem Tarif Klaro! S zahlt ab dem 1. Januar 2013 beispielsweise 34,43 Cent (brutto) pro Kilowattstunde (kWh), statt der derzeitigen 31,19 Cent/kWh. Kunden im Klaro! M Tarif zahlen dann 30,21 Cent/kWh (vorher: 27,29 Cent) und für Kunden im Klaro! L Tarif sind es nach der Preiserhöhung 28,12 Cent (vorher: 25,32 Cent).

Für einen durchschnittlichen Mehr-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 3500 kWh jährlich bedeutet das Mehrkosten von rund 8 Euro pro Monat. Single-Haushalte zahlen bei einem Verbrauch von 1500 kWh jährlich rund 4 Euro im Monat mehr. 

Hintergründe für die Redaktion
Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Treibhausgasemission bis zum Jahr 2050 um mindestens 80 % zu reduzieren. Durch die Nutzung Erneuerbarer Energien werden große Mengen an klimaschädlichem Kohlendioxid eingespart. Im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) soll die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien gefördert werden. Für jeden Stromanbieter gilt die gleiche EEG-Umlage, denn sie wird bundeseinheitlich festgelegt.  

Neben der EEG-Umlage spielt außerdem das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) eine Rolle bei der Preiszusammensetzung. Mit der KWK-G-Umlage wird die ressourcenschonende gleichzeitige Erzeugung von Strom und Wärme gefördert.

Ein weiterer Bestandteil der gesetzlichen Umlagen ist die Strom-Netzentgeldverordnung (StromNEV). Mit ihr wird die Entlastung bzw. Befreiung stromintensiver Unternehmen finanziert.

Zur Preiszusammensetzung kommt außerdem die Offshore-Haftungsumlage nach §17 f Energiewirtschaftsgesetz hinzu. Mir ihr werden Risiken der Anbindung von Offshore-Windparks an das Stromnetz abgesichert.

Die aus den hier genannten Umlagen entstehenden Mehrbelastungen werden bundesweit auf die Letztverbraucher umgelegt.