26.11.2013

"Früh übt sich ..."

Stadtwerke Essen lassen Kinderrücken in die Schule gehen

„Ene, mene, eins, zwei, drei…“, wenn die Hexe „Tutgut“ ihren Zauberstab schwingt, setzt sie alle Kinder in Bewegung, um so die böse Hexe „Zwickzwack“ zu vertreiben, denn die Wirbelsäule liebt Bewegung. Faulenzen ist gestrichen. Denn jetzt besuchte die Physiotherapeutin und Gymnastiklehrerin Britta Anders das erste Schuljahr  der Grundschule an der Heinickestraße, um in insgesamt acht Schulstunden in der „Haltungsschule“ einfachste anatomische Zusammenhänge zu erklären und mit den Kleinen Übungen zur Stärkung der Rückenmuskulatur durchzuführen.

Unter dem Motto „Schwamm und Klötzchen“ erfuhren sie, dass sie einen „Katzenbuckel“ vollführen können, weil die Wirbelsäule beweglich ist dank der Wirbel. Und zwischen jedem Wirbel liegt als Puffer die Bandscheibe, so biegsam wie ein Schwamm zwischen zwei Bauklötzen.

Mehr als 30 Prozent der Erwachsenen in Deutschland leiden unter akuten Rückenschmerzen und über 80 Prozent kennen Probleme mit dem Rücken aus eigener Erfahrung. Und das ist nicht unbedingt eine Frage des Alters. Denn bereits jedes dritte Grundschulkind klagt manchmal über Rückenschmerzen oder hat Haltungsschäden. Der Grund ist oft zu wenig Bewegung: laut Statistik verbringen Kinder heute durchschnittlich neun Stunden am Tag sitzend. Da hilft nur eins: spielen, toben, sich bewegen. Manchmal helfen auch gezielte Übungen, um die Rückenmuskulatur zu stärken und die Gelenkigkeit zu fördern.

Darum haben die Stadtwerke Essen im Rahmen ihres Jugendmarketings zwei Rückenkurse an Grundschulklassen verlost. Denn Kinder, ihre Bildung und ihre Chancen im Leben sind wichtig für die Zukunft dieser Stadt.