30.01.2013

Ideenschmiede zum Thema "Klimaschutz"

Stadtwerke Essen AG unterstützt UNIAKTIV-Programm Connect

Was hat Kleidung mit Klimawandel zu tun? Wie funktioniert ein Elektro-Auto? Mit solchen und ähnlichen Fragen befassen sich Schüler der Gesamtschule Holsterhausen mit Studenten und Dozenten der Universität Duisburg-Essen im Rahmen eines Workshops „Klimaschutz in Essen. Neue handlungsorientierte Konzepte“.  Eine Woche lang sammeln die Teilnehmer Informationen und entwickeln Ideen.

Grüne Gruga – Wärme aus naturbelassenem Holz

Um das Thema greifbar und alltagstauglich zu machen, besuchten Schüler und Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen jetzt auf Einladung der Stadtwerke Essen AG das Biomasse-Heizwerk im Grugapark an der Lührmannstraße. Bei der Realisierung des Biomasse-Heizwerks arbeiteten verschiedene städtische Tochterunternehmen Hand in Hand, um den Klimaschutz in Essen voranzutreiben.  Seit Herbst vergangenen Jahres versorgt das Biomasse-Heizwerk alle Gebäude in der Gruga mit Wärme.Die Versorgung mit Holzhackschnitzeln ist unter Abwägung wirtschaftlicher und ökologischer Faktoren regional angelegt. Weil bei der thermischen Verwertung von naturbelassenem Holz nur das CO2 freigesetzt wird, das die Bäume zuvor während ihres Wachstums aufgenommen haben, erspart Essen mit seinem Biomasse-Heizwerk der Atmosphäre jedes Jahr rund 1.450 Tonnen Kohlendioxid.

Modernste Technik zum Angucken

Für den Bau des Biomasse-Heizwerks sind hauptsächlich Baumaterialien aus nachwachsenden Rohstoffen verwendet worden. Holzleimbinder bilden das Tragwerk, die umgebenden Holzständerwände sind mit farbigen Fassadenplatten verkleidet. Das Flachdach ist extensiv begrünt. Der Bau erfüllt die Vorgaben des Bundes-Immissionsschutzgesetzes. „Mit Absicht wurde im neuen Gebäude eine Galerie speziell für Besuchergruppen eingebaut. Von hier aus hat man einen guten Blick darauf, wie die Technik funktioniert“, so Jörn Partmann. In einem 300 Kubikmeter  großen Bunker werden die Hackschnitzel für den Bedarf von rund fünf Tagen gelagert. Ein ausgeklügeltes Förderschneckensystem transportiert sie nach oben und von dort in die großen Biomassekessel. Diese liefern die Grundlast für die Beheizung der angeschlossenen Gruga-Gebäude.
Die Biomassekessel haben einen Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent und decken rund 75 Prozent des Wärmebedarfs der angeschlossenen Gebäude ab. Für die Spitzenlast stehen zwei Gaskessel bereit, die genauer als ein Biomassekessel die erforderlichen Temperaturen regeln können. Durch diese Kombination kann das gesamte System schnell auf Temperaturschwankungen und Wärmeanforderungen der Kundenanlagen reagieren und die optimale Vorlauftemperatur erzeugen.