10.09.2013

Nach wie vor ist der Steag-Kauf ein lukratives Geschäft

Presseinformation zu dem in der heutigen WAZ veröffentlichten Bericht „Keine weiteren Millionen für die Steag“
KSBG diskutiert vollständige Übernahme der STEAG GmbH

Aus Sicht der Stadtwerke Essen AG ist die Beteiligung an der STEAG GmbH nach wie vor sinnvoll. Die Stadtwerke sind Teil der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG (KSBG), die mit 51 Prozent Anteilen Hauptgesellschafterin der STEAG ist. Der Kaufpreis für diesen 51 Prozent-Anteil belief sich auf rund 654 Millionen Euro. Der durch die Stadtwerke Essen AG aufzubringende Eigenkapitalanteil betrug rund 30 Millionen Euro und wurde über Banken finanziert.

Die von der STEAG bzw. der KSBG ausgeschütteten Dividenden werden von den Stadtwerken Essen momentan überwiegend zur Tilgung des Fremdkapitalanteils und für Zinszahlungen eingesetzt. Darüber hinaus verbleibt ein zusätzlicher Gewinnbetrag. Dieser Betrag wird an die Eigentümer ausgeschüttet. Den größten Teil erhält die städtische Holdingsgesellschaft EVV, was gleichbedeutend mit der Stadt Essen ist.

Dazu Dr. Bernhard Görgens, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Essen AG: „Wir leisten hier einen zusätzlichen Beitrag für den städtischen Haushalt - ein angeblicher Schaden, wie berichtet wurde, existiert schlicht nicht. Es sind ausdrücklich keine Haushaltsmittel zur Finanzierung des Erwerbs an die Stadtwerke geflossen.“

Bedingt durch die höhere Tilgungsleistung wird die Vorschaltgesellschaft KSBG bis Ende dieses Jahres knapp ein Drittel des durch die Banken finanzierten Kaufpreises zurückgezahlt haben.

Fremdfinanzierung für die Städte risikofrei

Die übrigen 70 Prozent des Kaufpreises für die 51prozentige Beteiligung wurden über die Vorschaltgesellschaft KSBG abgewickelt. Diese Bankenfinanzierung ist für die Städte und Kommunen somit vollkommen risikofrei, denn ein finanzieller Durchgriff auf die städtischen Haushalte ist ausgeschlossen.

Diskussion läuft – aber noch keine Entscheidung über Erwerb der weiteren 49 Prozent

Innerhalb des Stadtwerke-Konsortiums Rhein Ruhr wird derzeit diskutiert, ob die Beteiligung an der STEAG GmbH ausgebaut werden soll. Die bislang bereits von den insgesamt sieben Stadtwerken gehaltene Beteiligung in Höhe von 51 Prozent an der STEAG hat sich als werthaltig erwiesen, so dass eine vollständige Übernahme sinnvoll erscheint. Außerdem ist die Situation auf dem Kapitalmarkt vorteilhaft, Fremdkapital ist zur Zeit zu äußerst günstigen Konditionen zu finanzieren.

Eine Entscheidung für den Erwerb dieser weiteren 49 Prozent an der STEAG ist aber ausdrücklich noch nicht gefallen. Vorstände und Geschäftsführer der innerhalb der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG (KSBG) organisierten Stadtwerke beraten hierüber und wollen voraussichtlich bis zum Jahresende eine finale Entscheidung getroffen haben. Unabhängig davon werden sowohl aktuell als auch nach einer eventuellen Übernahme weiterhin Gespräche mit potentiellen weiteren Interessenten an einer Unternehmensbeteiligung an der STEAG GmbH geführt.

Die zum Erwerb anstehenden 49 Prozent an der STEAG werden derzeit noch von der Evonik Industries AG gehalten. KSBG und Evonik hatten bereits im Rahmen der beim Erwerb der 51 Prozent-Beteiligung an der STEAG getroffenen Vereinbarungen eine Option zum Erwerb der ausstehen-den 49 Prozent festgelegt. Innerhalb der KSBG sind die Stadtwerke Duisburg AG mit 19 Prozent, die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH, DEW21, (18 Pro-zent), die Dortmunder Stadtwerke AG, DSW21, (18 Prozent), die Stadtwerke Bochum Holding GmbH (18 Prozent), die Stadtwerke Essen AG (15 Prozent) sowie die Energieversorgung Oberhausen AG, evo und die Stadtwerke Dinslaken GmbH mit jeweils 6 Prozent organisiert.