03.07.2014

Dietmar Bückemeyer neuer DVGW-Präsident

Dietmar Bückemeyer, Vorstand der Stadtwerke Essen, ist zum neuen Präsidenten des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW) gewählt worden. Der bisherige DVGW-Vizepräsident Wasser löst turnusgemäß Dr. Karl Roth ab, der das Ehrenamt an der Vereinsspitze seit Januar 2013 bekleidete.

Zu Bückemeyers Nachfolger als DVGW-Vizepräsident Wasser wurde Dr. Dirk Waider, Vorstandsmitglied der Gelsenwasser AG mit Sitz in Gelsenkirchen, ernannt.

Fracking auf der Agenda
Mit Dietmar Bückemeyer ist nun ein Mann an der DVGW-Spitze, der sich schon seit langem mit dem Thema Fracking auseinandersetzt und es ablehnt. Für Diskussionen sorgten in letzter Zeit Berichte, wonach im Grenzgebiet auf niederländischer Seite künftig Schiefergas durch Fracking gewonnen werden soll.

Bückemeyer unterstreicht daher die Bedeutung dieses Themas für die Menschen an Rhein und Ruhr und begrüßt ausdrücklich die geplante Bundesratsinitiative, wonach Fracking in Deutschland verboten werden soll: "Das Gefährdungspotenzial für die Gewässer und die Trinkwasserversorgung durch die Fracking-Technologie ist sehr hoch. Der Einsatz von toxischen Chemikalien im Untergrund kann langfristige und unumkehrbare Veränderungen des Wasserhaushalts zur Folge haben und ist mit dem zu Trinkwasserzwecken erforderlichen Gewässerschutz nicht vereinbar."

Zur Person: Dietmar Bückemeyer
Der studierte Maschinenbauer ist seit 2002 Vorstand der Stadtwerke Essen. Zuvor war er Abteilungsleiter und Prokurist im Bereich Planung und Bau der Stadtwerke, für die er bereits seit 1988 tätig ist. Bückemeyer gehört dem DVGW-Bundesvorstand seit 2004 an, seit September 2013 amtierte er als DVGW-Vizepräsident Wasser. Darüber hinaus ist Bückemeyer Vorstandsvorsitzender der DVGW-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen und Obmann des DVGW-Lenkungskomitees Wasserversorgungssysteme.

Der DVGW
Der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches e. V. - Technisch-wissenschaftlicher Verein - fördert das Gas- und Wasserfach mit den Schwerpunkten Sicherheit, Hygiene und Umweltschutz. Mit seinen über 13.500 Mitgliedern erarbeitet der DVGW die allgemein anerkannten Regeln der Technik für Gas und Wasser. Der Verein initiiert und fördert Forschungsvorhaben und schult zum gesamten Themenspektrum des Gas- und Wasserfaches.

Darüber hinaus unterhält er ein Prüf- und Zertifizierungswesen für Produkte, Personen sowie Unternehmen. Die technischen Regeln des DVGW bilden das Fundament für die technische Selbstverwaltung und Eigenverantwortung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Sie sind der Garant für eine sichere Gas- und Wasserversorgung auf international höchstem Standard.

Der gemeinnützige Verein wurde 1859 in Frankfurt am Main gegründet. Der DVGW ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral.


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