26.08.2014

Fortsetzung der Arbeiten im Heissiwald

Seit Anfang dieser Woche setzen die Stadtwerke Essen ihre umfangreichen Arbeiten im Heissiwald fort. Die gesamte Maßnahme im Naherholungsgebiet Heissiwald ist in drei Bauprojekte unterteilt. Das erste Bauprojekt, bei dem eine neue Leitung zwischen der Straße Am Korintenberg und dem Wander-Parkplatz am Weg zur Platte verlegt wurde, ist bereits abgeschlossen.

112 Jahre alte Hauptwasserleitung wird ersetzt
Im nun begonnenen zweiten Bauprojekt wird die alte Hauptwasserleitung durch eine 1.100 Meter lange Leitung ersetzt. Bereits seit 1902 versorgt die "Krupp'sche Leitung" unter anderem den Stadtteil Kettwig mit frischem Trinkwasser.

Parallel dazu wird die örtliche Wasserleitung für die Haushalte im Wolfsbachtal erneuert. Die neue Versorgungsleitung verläuft unter der Fahrbahn zwischen dem Traffohäuschen im Wald und der Hausnummer 105.

Die Großbaumaßnahme kann voraussichtlich Mitte des nächsten Jahres abgeschlossen werden. Witterungsbedingt könnte sich dieser Termin allerdings verschieben.

Heissiwald für Fußgänger wegen Unwetterschäden gesperrt
Aufgrund einer am 16.06.2014 herausgegebenen einstweiligen Anordnung vom Regionalforstamt ist der Heissiwald für Erholungssuchende wegen der noch nicht beseitigten Schäden durch den Pfingststurm "Ela" derzeit noch gesperrt. Diese Anordnung gilt nicht für die versorgungsrelevanten Arbeiten, die von den Stadtwerken und den von ihnen beauftragten Unternehmen ausgeführt werden. Die Sicherheit der Bauleute wird dadurch gewährleistet, dass ein Forstsachverständiger während der Baumaßnahme ständig den Baumbestand im Auge hat.

Die Baumaßnahme ist technisch sehr anspruchsvoll und aufwendig. Der oberflächennahe Bergbau im Heissiwald macht das unterirdische Arbeiten unmöglich. Deshalb muss die neue Hauptwasserleitung in offener Bauweise verlegt werden. Die Wasserleitung im Wolfsbachtal kann dagegen per Pressverfahren unterirdisch verlegt werden. Hier sind lediglich kleine Baugruben nötig, um die Arbeiten zu erledigen. Die Sackgasse bleibt während der Bauzeit für Anwohner und Rettungsfahrzeuge befahrbar.

Schutz der Umwelt und der Tiere
Die gesamte Maßnahme wurde so angelegt, dass so wenig wie möglich in die ökologischen und geologischen Gegebenheiten des Heissiwaldes eingegriffen werden muss.

Die neuen Wasserleitungen werden fast ausschließlich unter bereits bestehenden Waldwegen verlegt. Daher können die Waldflächen weitestgehend unberührt bleiben. Auch die für das Bauprojekt notwendigen Rodungsarbeiten wurden an das bestehende Durchforstungsprogramm von Grün und Gruga Essen (GGE) angepasst. So konnte die Anzahl der ausschließlich für die Wasserleitungen zu fällenden Bäume halbiert werden. Rund 70 Bäume entlang der neu entstehenden Trassen mussten die Stadtwerke aus Sicherheitsgründen roden. Das Wurzelwerk der Bäume ist so ausladend, dass es bis in die Baubereiche ragt. Beim Ausgraben der neuen Trassen würden die Wurzeln beschädigt und die Bäume an Standfestigkeit verlieren.
 
Selbstverständlich wurden auch die Tiere im Wildgehege des Heissiwaldes bei den Planungen bedacht. Um den Tieren während der Bauzeit ausreichend Rückzugsmöglichkeiten zu bieten, wird immer nur auf einer Seite des Geheges gearbeitet.

Waldökologische Baubegleitung
Während der gesamten Bauzeit steht ein Fachmann als waldökologische Baubegleitung unterstützend zur Seite. Schon im Voraus wurde für die Großbaumaßnahme in Zusammenarbeit mit dem Umweltbüro Essen ein "Landschaftspflegerischer Begleitplan" erstellt. Das war Voraussetzung für die Befreiung vom Landschaftsschutz durch die Untere Landschaftsbehörde.


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