17.06.2014

Knochemarkspende: Stadtwerke-Mitarbeiter geehrt

Aufnahme in Spenderdatei rettet Leben
Wolfgang Dudda, Mitarbeiter der Stadtwerke Essen, wurde am Montag von der "DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH" mit einer Urkunde ausgezeichnet. Der im Ableseservice tätige Stadtwerke-Mitarbeiter hat durch eine periphere Stammzellspende im Oktober 2013 einem an Leukämie (Blutkrebs) erkrankten Patienten die Chance auf Leben gegeben. Die Stadtwerke unterstützten die Stammzellspende durch Freistellung des Mitarbeiters.

"In unseren Reihen befinden sich bereits zahlreiche Mitarbeiter, die regelmäßig betriebsintern zur Blutspende gehen. Wir werden nun verstärkt für die Knochenmarkspende in unserer internen Kommunikation werben, um so einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen Blutkrebs zu leisten", betont Stadtwerke-Sprecher Dirk Pomplun.

Die DKMS
Die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die sich dem Kampf gegen Blutkrebs widmet. Allein in Deutschland erhält alle 16 Minuten ein Patient die Diagnose Blutkrebs (Leukämie). Für viele Patienten ist eine Stammzellspende dabei die einzige Heilungschance. Da aber höchstens 30 Prozent der Patienten einen passenden Spender innerhalb der Familie finden, ist der Großteil auf einen Fremdspender angewiesen. Leider kann für jeden fünften Patienten in Deutschland kein geeigneter Spender gefunden werden.

Im Prinzip kann jeder im Alter zwischen 18 und 55 Jahren Stammzellspender werden. Spender sollten sich in einer guten körperlichen Verfassung befinden, nicht an chronischen Erkrankungen leiden und keiner Risikogruppe angehören. Mittels eines Wangenabstrichs oder über eine Blutuntersuchung werden die Gewebemerkmale des Spenders bestimmt.

Lebenswichtige Spenden
Grundsätzlich gibt es zwei verschiedene Arten von Spenden:
Mit ca. 80% ist die periphere Stammzellentnahme die am häufigsten durchgeführte Spendenmöglichkeit. Dabei wird dem Spender über fünf Tage ein hormonähnlicher Stoff (Wachstumsfaktor G-CSF) verabreicht, der auch vom Körper bei entzündlichen Infekten selbst produziert wird. Dieses Medikament bewirkt, dass sich vermehrt Stammzellen im Blut befinden, die über ein spezielles ambulantes Verfahren aus dem Blut gesammelt werden. Während der Einnahme des Medikaments können grippeähnliche Symptome auftreten. Langzeitnebenwirkungen sind nach dem heutigen Forschungsstand nicht belegt.
Bei der Knochenmarkentnahme (wichtig: nicht Rückenmark!) wird dem Spender unter Vollnarkose ca. ein Liter Knochenmark-Blut-Gemisch aus dem Beckenkamm entnommen. In dem Gemisch befinden sich ca. 5% des Gesamtknochenmarks, das sich innerhalb von ca. zwei Wochen vollständig im Körper regeneriert. Insgesamt bleibt der Spender zwei bis drei Tage im Krankenhaus. Das Risiko ist gering, es beschränkt sich im Wesentlichen auf das übliche Narkoserisiko.

Weitere Informationen erteilt die DKMS unter www.dkms.de.


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Pressebild als JPG herunterladen (Quelle: Stadtwerke Essen AG)