29.09.2014

Vor 28 Jahren: Stadtwerke versorgen Burgaltendorf mit Trinkwasser

Burgaltendorf, das bis 1970 als Gemeinde Altendorf (Ruhr) selbstständig war, zählte 1986 neben Kettwig und dem Krupp’schen Versorgungsgebiet zu jenen Teilen Essens, die (noch) nicht von den Stadtwerken Essen mit Wasser und Gas versorgt wurden.

Dies änderte sich aber am 1. Oktober 1986, einem Mittwoch vor 28 Jahren, als die Stadtwerke Essen die Wasserversorgung für den Stadtteil Burgaltendorf von der Gelsenwasser AG übernahmen.

Die Stadtwerke traten in den zwischen der Stadt Essen und Gelsenwasser bestehenden Vertrag ein und übernahmen die Anlagen der Wasserverteilung. Die Versorgungsleitungen auf Burgaltendorfer Gebiet hatten eine Länge von rund 34 Kilometern und waren durchschnittlich 25 Jahre alt.

Schließung der städtischen Versorgungslücken

Ziemlich genau zwei Jahre später, im September 1988, einigten sich die Stadtwerke mit der Aktiengesellschaft für Versorgungsunternehmen (AVU) aus Gevelsberg auch über die Übernahme der Gasversorgung in Burgaltendorf.

Wiederum ein gutes Jahr später, am 1. Dezember 1989, wurden die größtenteils über 100 Jahre alten Gas- und Wasserversorgungsleitungen des Krupp’schen Versorgungsgebietes von den Stadtwerken übernommen. Der Essener Industriekonzern verlegte diese Leitungen einst Ende des 19. Jahrhunderts, um seine Fabriken und Arbeitersiedlungen eigenständig mit Gas- und Wasser zu versorgen.

Historisch für die Stadtwerke war aber vor allem der 1. Januar 1995: „Denn mit der Übernahme der Erdgas- und Wasserversorgung in Kettwig von der Kölner Rhenag war erstmals in der über 125 Jahre alten Unternehmensgeschichte unser Versorgungsgebiet identisch mit dem Stadtgebiet“, erläutert Stadtwerke-Sprecher Dirk Pomplun.
 

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Die Stadtwerke Essen im Überblick

Die Stadtwerke Essen versorgen die Stadt Essen mit Trinkwasser und Erdgas, 2009 ist das Unternehmen in den Stromvertrieb eingestiegen. Zu den Aufgaben der Stadtwerke zählt zudem die Instandhaltung und Erweiterung des über 1.643 km langen Abwassernetzes, durch das jährlich über 60 Millionen m³ Schmutz- und Niederschlagswasser fließen. Zu diesen Arbeiten gehört auch die Reinigung der knapp 25.000 Sinkkästen, die im Volksmund Gullys genannt werden. Daneben betreiben die Stadtwerke mit dem Hafen Essen ein modernes Trilogistikzentrum im Norden der Stadt.

Die Gassparte ist der älteste Geschäftsbereich des Unternehmens. Dank eines 1.378 km langen Rohrnetzes wird rund jedes zweite Gebäude in Essen zuverlässig mit Erdgas versorgt. 

Derzeit fließen jährlich rund 34 Millionen m³ frisches Trinkwasser durch die circa 1.840 km langen Rohrleitungen der Stadtwerke. Eine Kombination von moderner Aufbereitungstechnik und naturnahem Verfahren sorgt für die konstant hohe Qualität unseres Trinkwassers, das ständigen Qualitätskontrollen unterzogen wird. 

Insgesamt sind die Stadtwerke somit für ein mehr als 4.800 km langes Ver-  und Entsorgungsnetz in Essen verantwortlich.

Derzeit liefern die Stadtwerke Essen Strom an rund 14.400 Bürgerinnen und Bürger. Jährlich werden von den Stadtwerke-Kunden circa 28 Millionen Kilowattstunden verbraucht.

Mit rund 900 Mitarbeitern zählen die Stadtwerke zu den wichtigsten Arbeitgebern unserer Stadt. Ihre gesellschaftliche Verantwortung nehmen die Stadtwerke durch die Ausbildung von derzeit 36 jungen Menschen im kaufmännischen und gewerblichen Geschäftsbereich wahr. 

Daneben ist die Bedeutung des Unternehmens für die Stadt und ihre Menschen in wirtschaftlicher Hinsicht hervorzuheben. Eine von den Stadtwerken in Auftrag gegebene Studie belegt, dass von jedem Euro, den die Kunden für die Gas-, Strom- oder Wasserversorgung und die Abwasserentsorgung an die Stadtwerke bezahlen, derzeit rund 69 Cent in unserer Stadt verbleiben. Ebenso erfreulich ist, dass von jedem Euro, den die Stadtwerke Essen ihrerseits für Güter und Dienstleistungen ausgeben, 72 Cent in der Region Essen bleiben. 

Diese hohe regionale Aktivität der Stadtwerke wirkt sich auch positiv auf den Arbeitsmarkt aus. So werden in den Unternehmen in Essen und der Region je Arbeitsplatz bei den Stadtwerken Essen rechnerisch weitere 3,5 Arbeitsplätze geschaffen bzw. erhalten.