25.05.2016

Fachbesuch auf der Baustelle

Studenten der Fachhochschule Münster auf Exkursion im Walpurgistal

36 Studenten der Fachhochschule Münster des Fachbereichs Bauingenieurwesen waren zu Besuch im Walpurgistal, wo derzeit an der größten Kanalbaumaßnahme der Stadtwerke gearbeitet wird. Begleitet wurden sie von den Professoren Mathias Uhl und Rainer Mohn sowie den wissenschaftlichen Mitarbeiterinnen Emily Fokin und Maike Wietbüscher.

Unialltag mal anders

Planen, Entwerfen, Konstruieren: Theoretisches Wissen konnten sich die angehenden Bauingenieure bereits aneignen. Zu sehen aber, wie große Bauvorhaben in der Praxis umgesetzt werden, kommt im Unialltag nicht so häufig vor. "Regelmäßige Exkursionen zu Bauprojekten gehören daher zu unserem Studiengang, damit die Studenten einen Einblick aus nächster Nähe gewinnen können", erklärt die wissenschaftliche Mitarbeiterin Maike Wietbüscher.

Größte Kanalbaumaßnahme der Stadtwerke

Zwischen der Straße Am Glockenberg und der Birkenstraße entsteht derzeit ein neuer Kanal, der zukünftig die Abwasserentsorgung großer Teile des Essener Südens gewährleisten soll. Insgesamt 530 Stahlbetonrohre, mit einem Gesamtgewicht von rund 13.000 Tonnen, werden auf einer Länge von etwa 1,6 Kilometern verlegt. Die Kanalbaumaßnahme im Walpurgistal findet daher auch über die Stadtgrenzen hinaus große Beachtung.

Im zweiten Bauabschnitt bestaunte die Exkursionsgruppe das bereits fertig gestellte Einlaufbauwerk, das den neu verlegten Kanal mit dem bestehenden Kanalnetz verbindet. Es bildet den Übergang vom offenen Abschnitt des Rellinghauser Mühlenbachs zur Bachverrohrung.

Highlight: Tunnelbegehung

Die zukünftigen Spezialisten haben im Studium die Vertiefungsrichtung Wasser- und Ressourcenwirtschaft gewählt. Neben einem Rundgang auf der Baustelle, bei dem die Studenten die einzelnen Bauabschnitte kennenlernten, war die Tunnelbegehung im dritten Bauabschnitt daher von besonderem Interesse.

Dort werden zurzeit die Hydraulikpressen montiert, damit der Vortrieb durch den Bahndamm starten kann. "Ein riesiger Bohrer wird sich auf einer Länge von 200 Metern durch den steinigen Untergrund pressen", erläutert Bauleiter Zia Omar von den Stadtwerken. "Im 24-Stunden-Betrieb und mit einer Kraft von 2400 Tonnen drücken die Stempel der Presse gegen eine Stahlwand. Nach der Pressung durch den Bahndamm wird dann die Anbindung an die dort bestehenden Kanäle erfolgen." Beim Vortrieb werden die Rohre aus einer offenen Startbaugrube heraus direkt in das Erdreich bis hin zu einer ebenfalls offenen Zielbaugrube gepresst.

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