09.05.2016

Handarbeit statt Unterricht

Stadtwerke Essen luden ein

Ballbesitz, Bewegung und Begeisterung: Der Co-Trainer der A-Jugendbundesliga Mannschaft Nelson Weisz bringt den Handball an die Realschule Essen-West.

Die Realschule hatte im vergangenen Jahr an einem Preisausschreiben der Stadtwerke Essen teilgenommen und als eine von drei Schulen ein Handballtraining. Statt Deutsch und Mathematik auf dem Stundenplan, stand jetzt mit Nelson Weisz ein Trainer der A-Jugendbundesliga Mannschaft in der Sporthalle.

Passen und Fangen

Ein Pfiff genügt, schon hat Weisz die volle Aufmerksamkeit der Schüler. Nach einem kurzen Aufwärmprogramm kommen die Handbälle ins Spiel: Mattenball, eine Übungsform, bei der Passen, Fangen, Freilaufen und das Auge für den Mitspieler geschult werden. "Passen und Fangen", erklärt Weisz, "das sind die Grundvoraussetzungen für das Handballspiel". "Es ist schön zu sehen, wie die Schüler Spaß am Training haben und mitziehen", lobt Sportlehrer Christian Schubert, der wie seine Kollegen gegen die Folgen von Bewegungsmangel der Kinder arbeitet. "Viele haben bereits im Alter von zehn Jahren erhebliche motorische Defizite. Da ist es nicht leicht, einen für alle passenden Sportunterricht zu machen."

"Wir sind ein Team!"

Zehn Minuten später: In zwei Teams à 14 Schülern soll der Ball in der Bewegung gepasst werden. Die Mannschaft, der mehr Pässe am Stück gelingen, gewinnt. "Jungs - ihr müsst euch konzentrieren. Wir sind ein Team!" Nach der klaren Ansage läuft der Ball. Und auch die Schüler laufen. "Das ist ja genau unser Ziel: Wir wollen die Kinder in Bewegung bringen, sie an den Sport heranführen", so Weisz. "Dass wir in die Schulen gehen, ist Teil unserer Basiskampagne, um über die Begeisterung der Kinder für den Sport langfristig auch den Handball in Essen und natürlich auch uns als Verein zu pushen."

Nach etwas mehr als einer Stunde teilt Weisz die Klasse in zwei Mannschaften. Zum Ende steht ein kleines Abschlussspiel auf dem Plan. Natürlich kommt noch nicht jeder Ball beim Mitspieler an. Schrittfehler werden dem Spielfluss zuliebe übersehen. Doch um perfekte Anspiele, Regelkunde und Trickwürfe ging es an diesem Morgen auch nicht. Ballgefühl, Bewegung, und Begeisterung für den Handball standen auf dem Stundenplan. Und dafür haben der TUSEM, die Stadtwerke Essen und die teilnehmenden Schulen den richtigen Dreh gefunden.

 

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Pressebild als JPG herunterladen (Quelle: Stadtwerke Essen AG)