22.02.2016

Stadtwerke Essen für Insolvenz nicht verantwortlich

Seitens der Stadtwerke Essen bestehen gegenüber der Firma Hirsch Rohleitungsbau GmbH Ansprüche aus Gewährleistung in siebenstelliger Höhe. Diese Mängel wurden bereits Ende 2014 seitens der Firma Hirsch anerkannt. Demgegenüber stehen aktuelle Ansprüche der Firma Hirsch aus getätigten Bauleistungen. Gegen diese Ansprüche haben die Stadtwerke Essen nun die Aufrechnung erklärt. Im Rahmen eines Insolvenzverfahrens ist eine solche Aufrechnung gegenseitiger Forderungen kaufmännisch geboten und rechtlich zulässig.

Ein Vergleichsvorschlag des Insolvenzverwalters aus der vergangenen Woche wurde von den Stadtwerken Essen unter Zuhilfenahme einer auf Insolvenzrecht spezialisierten Kanzlei überprüft. Die Überprüfung ergab, dass der Vergleichsvorschlag aus kaufmännischen und insbesondere rechtlichen Gründen abzulehnen ist. Eine Auszahlung ist für die Stadtwerke Essen als wirtschaftlich handelndes Unternehmen nicht vertretbar.

Stadtwerke Essen haben immer kooperiert, Hirsch hat nach wie vor Aufträge erhalten

Das Insolvenzverfahren wurde im August 2015 beantragt und im November 2015 eröffnet. Im laufenden Insolvenzverfahren wurde mit dem Insolvenzverwalter seitdem eng und konstruktiv zusammengearbeitet. Im Rahmen dieser Zusammenarbeit haben die Stadtwerke Essen der Firma Hirsch weiterhin laufende Aufträge erteilt. Eingehende Rechnungen wurden zügig bearbeitet, damit die Rechnungsbeträge ohne Zeitverzug überwiesen werden konnten.

"Wir haben aus unserer Sicht alles Erdenkliche getan, um das Unternehmen während des Insolvenzverfahrens zu stützen", ließen die Stadtwerke Essen verlauten. Selbst in der letzten Woche gab es noch Gespräche mit dem Insolvenzverwalter.

Verständnis für die Sorgen der Mitarbeiter

"Selbstverständlich berühren uns die Sorgen der Mitarbeiter. Arbeitslosigkeit ist ein Thema, das keinen kalt lässt", so der Unternehmenssprecher. Bei den Mitarbeitern der Firma Hirsch handelt es sich um anerkannte Fachleute im Rohrleitungsbau. Von daher besteht die Hoffnung, dass diese Fachleute nach wie vor gebraucht werden.

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