12.05.2016

Wasserversorgung auf höchstem Niveau

Stadtwerke Essen sanierten Trinkwasserbehälter

Unscheinbar im Ländlichen, unweit des höchsten Punktes Essens gelegen, fasst der Wasserbehälter Essen-Heidhausen beachtliche 6000 Kubikmeter Trinkwasser. Im Essener Trinkwassernetz bietet der Behälter aus den 1970er-Jahren nicht nur einen wichtigen Wasservorrat, sondern sorgt zugleich auch für den nötigen Druckausgleich. Nach fast 40 Jahren treuem Dienst war es Zeit für einen "Tapetenwechsel": Um den Behälter auf den neusten Stand der Technik zu bringen, führten die Stadtwerke Essen in den vergangenen Monaten eine umfassende Sanierung durch.

Eine Verjüngungskur für 850.000 Euro

Bereits im Oktober letzten Jahres liefen die Arbeiten an, die den Wasserspeicher mit einem Innendurchmesser von dreißig Metern und einer Höhe von neun Metern einer zeitgemäßen Verjüngungskur unterzogen. Aufgrund des sensiblen Arbeitsbereichs musste dafür ein spezielles Hygienekonzept umgesetzt werden. Mit einer investierten Summe von rund 850.000 Euro wurden zahlreiche Erneuerungen vorgenommen, die das Bauwerk umfangreich verjüngten: Nach der Sanierung entspricht der Wasserbehälter Essen-Heidhausen wieder neusten Standards. Grundlage waren die Richtlinien des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches (DVGW).

Mineralien ersetzen Kunstharz

Die aufwändigste der Sanierungsmaßnahmen ist von außen gar nicht sichtbar, sondern erschließt sich erst mit einem Blick ins Innere des Behälters. In der Wasserkammer, in der sich das Trinkwasser befindet, wurde die Beschichtung aus Kunstharz mittels Wasserstrahlverfahren abgetragen und durch eine mineralische Beschichtung ersetzt. Im Unterschied zum Kunstharz kann die mineralische Beschichtung "atmen". Blasen, die sich sonst im Laufe der Zeit gebildet hatten, gehören damit der Vergangenheit an. Um die Klinkerfassade vor Feuchtigkeit zu schützen, wurde diese mit einer Imprägnierung versehen.

"Aus zwei mach eins" und erhöhte Sicherheit

Für ausreichend Frischluft im Wasserbehälter sorgt nach der Sanierung nur noch eine Lüftungsanlage: Die moderne Anlage übernimmt ab sofort die Funktion von vormals zwei Anlagen. Für den regelmäßig anfallenden Austausch wurde überdies die Zugänglichkeit zum Filter der Lüftungsanlage erleichtert.

Auch im Hinblick auf die Arbeitssicherheit ist aufgerüstet worden: In der Wasserkammer wurde der Balkon modernisiert. Er befindet sich oberhalb des Wasserspiegels und erfüllt zwei Funktionen. Zum einen dient der Balkon den Mitarbeitern zur regelmäßigen Sichtkontrolle. Zum anderen verhindert er im Ernstfall die Überfüllung des Behälters, da er als Überlaufbecken gebaut wurde. Übertretendes Wasser wird so über Rohre direkt nach draußen befördert. Durch einige Neuerungen in Sachen Rutschfestigkeit und Absturzsicherung werden an der Plattform außerdem neuste Vorschriften zur Unfallverhütung erfüllt.

Komfortable Probeentnahme

Um die zukünftigen Tests der Wasserqualität zu vereinfachen, wurde außerdem eine neue Probeentnahme geschaffen. "Während das Wasser lange Zeit mit einem Schöpfbecher vom Balkon aus entnommen wurde, erfolgt die Wasserprobe nun ganz bequem aus der Probeentnahmestelle im Eingangsbereich", erläutert Stadtwerke-Mitarbeiter Volker Baudach.

Nach sechs Monaten Bauzeit erfolgten Ende April die letzten Handgriffe. Mit der Reinigung als letztem Schritt konnte der Behälter wieder mit Wasser befüllt und in Betrieb genommen werden.

 

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