Die Geschichte der Stadtwerke Essen AG

2017

Seit dem 01.04.2017 ist Lars Martin Klieve Vorstand der Stadtwerke Essen. Gleichzeitig hat der Aufsichtsrat Dr. Peter Schäfer mit Wirkung zum 01.01.2017 zum Vorsitzenden des Vorstands ernannt.

Hintergrund für die Neuausrichtung des Stadtwerkevorstands war der Wunsch des ehemaligen Technikvorstands Dietmar Bückemeyer, seinen auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern.

2016

Die neue Wasseraufbereitungsanlage 2 (WAA II) in Essen-Überruhr geht in Betrieb. 56 Millionen Euro investierten Stadtwerke Essen und Gelsenwasser AG in das Mammutprojekt, das im März 2016 nach über sieben Jahren abgeschlossen werden konnte. Die raffinierte Technik macht die WAA II zu einer der modernsten Anlagen in ganz Europa.

 

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2013-2015

Seit Ende 2013 präsentieren sich die Stadtwerke Essen im frischen Gewand. Mit ihrem neuen Markenauftritt spiegeln die Stadtwerke seit Dezember 2013 nicht nur den Wandel zu einem modernen und zukunftsorientierten Unternehmen wider, sondern drücken damit auch die tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimatstadt Essen aus. Die Stadtwerke Essen verstehen sich als bodenständiges und lokales Unternehmen, das in Essen zu Hause ist. Darum lautet der neue Markenspruch der Stadtwerke auch "Wir sind Zuhause". Der neue Markenauftritt ist ein Bekenntnis zu den eigenen Wurzeln.

Seit dem 01. Januar 2014 ist Dr. Peter Schäfer kaufmännischer Vorstand der Stadtwerke Essen. Er folgt auf Dr. Bernhard Görgens, der nach über elf Jahren an der Spitze des Unternehmens und nach Ablauf seines Vertrages, aus dem Unternehmen ausscheidet.

Im August 2014 werden die Stadtwerke Essen zum ersten Mal von der TÜV SÜD Service Management GmbH mit dem Siegel "TÜV SÜD-geprüfte Kundenzufriedenheit" ausgezeichnet. Das anerkannte Prüfsiegel erhalten Unternehmen, die alle in einem angelegten Kriterienkatalog genannten Anforderungen an die Kundenzufriedenheit erfüllen.

Im September vereinheitlichen die Stadtwerke Essen ihre Tariflandschaft und setzen fortan nur noch auf einen Erdgastarif: EssenGas. Die Klaro!-Tarife werden seitdem nicht mehr angeboten. Die Stadtwerke passen ihre Tariflandschaft dem neuen Markenauftritt an und drücken somit die Verbundenheit zur Heimatstadt auch in ihren Produkten aus.

Nach EssenGas kommt EssenStrom. Nach der Vereinheitlichung der Erdgastarife, passen die Stadtwerke im Jahr 2015 nun auch ihre Stromtarife dem neuen Auftritt an. EssenStrom ersetzt somit die Klaro!-Strom-Tarife.

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2009-2012

2009 starten die Stadtwerke Essen ein Pilotprojekt: Erstmalig können Essener Haushalte neben Wasser und Erdgas auch ihren Strom von den Stadtwerken beziehen. Wegen der positiven Resonanz wird Klaro!-Strom ein fester Bestandteil der Klaro!-Produktpalette.

Um Kompetenzen im Bereich der erneuerbaren Energien zu vertiefen, beteiligen sich die Stadtwerke Essen und die Stadtwerke Duisburg im selben Jahr zu je 50 Prozent an der enuvo rhein ruhr partner Gesellschaft für erneuerbare Energien. Im Jahr 2011 folgt eine Unternehmensbeteiligung an der Thüga Erneuerbare Energien GmbH & Co. KG –gemeinsam mit über 30 weiteren Unternehmen. Mit dieser Beteiligung soll die Energieerzeugung aus regenerativen Energieträgern auch überregional ausgebaut werden.

Seit 2010 sind die Stadtwerke Essen zudem Dienstleister für den Stromhandel der Essener Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft mbH (EVV) sowie – über das Stadtwerke-Konsortium Rhein-Ruhr – fünfzehnprozentiger Anteilseigner der Kommunalen Beteiligungsgesellschaft GmbH & Co (KSBG), um STEAG-Anteile zu erwerben.

Die Stadtwerke Essen setzen sich weiter für eine klimaschonende Energieerzeugung ein.

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2003-2007

In diesem Zeitabschnitt sind die Stadtwerke Essen an zahlreichen Unternehmensgründungen beteiligt.

Die Stadtwerke Essen und Gelsenwasser AG gründen 2003 die gemeinsame Wassergewinnung Essen GmbH mit Sitz in Essen und bündeln damit ihre Aktivitäten zur Wassergewinnung an der Ruhr. Beide Unternehmen sind zu je 50 Prozent an der neuen GmbH beteiligt. Während die Stadtwerke Essen für die kaufmännische Führung verantwortlich sind, trägt Gelsenwasser die Verantwortung für den technischen Teil. Eine weitere Unternehmensgründung folgt ein Jahr später: Zusammen mit der EBERO GmbH & Co. KG wird die infralogistik ruhr GmbH ins Leben gerufen. Das im Hafen Essen ansässige Logistikunternehmen, an dem die Stadtwerke Essen zu 49 Prozent beteiligt ist, verfolgt das Ziel eines kundenkonformen Beschaffungs- und Lagermanagements. Die infralogistik ruhr GmbH liefert Rohrnetzmaterialien, Arbeitskleidung und Hilfsstoffe direkt an die Baustelle. Im Jahr 2006 gründen die Stadtwerke Essen und die Stadtwerke Duisburg die gemeinsame rhein ruhr partner Gesellschaft für Messdienstleistungen mbH. Beide Stadtwerke sind zu je 50 Prozent Gesellschafter des Dienstleisters. Das neue Unternehmen bietet Leistungen rund um Smart-Metering-Lösungen, Zählerservice und Geräteadministration an. Ende 2007 wird die Kommunale Gasspeichergesellschaft Epe mbH & Co. KG (KGE) gegründet. Die Stadtwerke Essen sowie die Energie- und Wasserversorgung Mittleres Ruhrgebiet GmbH (ewmr), die Dortmunder Energie- und Wasserversorgung GmbH (DEW 21) und die Gelsenwasser AG sind zu jeweils 25 Prozent an der KGE beteiligt. Um u. a. Bedarfsschwankungen von Erdgas auszugleichen, soll die KGE die Planung und Errichtung sowie den Bau und Betrieb eines Kavernenspeichers vorantreiben.

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1995-1998

Ab dem 1. Januar 1995 sind die Stadtwerke Essen auch Erdgas- und Wasserversorger für Kettwig.

Genau drei Jahre später übernehmen die Stadtwerke die stadtweite Abwasserentsorgung von der Stadtverwaltung Essen. Im Zuge dessen wird das Eigentum am städtischen Kanalnetz auf die neu gegründete Entwässerung Essen GmbH (EEG) übertragen. Die EEG ist eine Tochtergesellschaft im Alleineigentum der Stadtwerke Essen. Mit Wirkung zum 31. Dezember 1998 erfolgt eine Neuordnung der Gesellschafterstruktur der Stadtwerke Essen. 29 Prozent am Grundkapital halten nun die RWE Energie AG und 20 Prozent die Ruhrgas Energie Beteiligungs-AG.

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1992

Das 125-jährige Jubiläum der Stadtwerke Essen wird gefeiert. Die Stadtwerke zählen derzeit 740 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

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1987-1989

Bis dato wurde der Hafen Essen als Eigenbetrieb geführt. Durch einen Einbringungsvertrag vom 11. Juni übernehmen die Stadtwerke Essen den Betrieb des Hafens. Das Volumen des Schiffsumschlags beträgt derzeit 924.000 Tonnen jährlich. Ab 1989 kümmern sich die Stadtwerke Essen auch um die Gasversorgung für Burgaltendorf.

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1980-1986

Am 21. April 1980 findet die Grundsteinlegung für die Wasseraufbereitungsanlage Überruhr statt. Der zweijährige Probebetrieb der Anlage endet 1985. Fortan erbringt sie eine Leistung von maximal 300.000 Kubikmetern täglich. Das Wasserversorgungsnetz hat mittlerweile eine Länge von 1.606 Kilometern. Die Länge des Gasrohrnetzes beträgt 1.100 Kilometer. Insgesamt werden 2.505.400 Kilowattstunden Erdgas und 48.627.000 Kubikmeter Trinkwasser über 71.900 Gaszähler und 77.713 Wasserzähler abgegeben. Im Folgejahr übernehmen die Stadtwerke Essen zusätzlich die Wasserversorgung für Burgaltendorf von der Gelsenwasser AG.

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1978-1979

Durch Beschluss des Rates der Stadt vom 25. Oktober 1978 erfolgen die Änderung der Betriebssatzung und die Änderung des Namens in Stadtwerke Essen. Die Satzung tritt am 4. November in Kraft.

Die Stadtwerke Essen geben die bisher als Sondervermögen geführte Straßenbeleuchtung und Verkehrsbeleuchtung an die Stadt Essen ab. Im Juni 1979 beschließt der Rat der Stadt Essen die Umwandlung des Eigenbetriebes in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Stadtwerke Essen Aktiengesellschaft. Die Umstellung des Versorgungsnetzes auf Erdgas ist im selben Jahr abgeschlossen.

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1974

Unter der Ratsdrucksache 2279 vom 15. November stimmt der Rat der Stadt Essen am 11. Dezember einem Zusatzvertrag mit der Essener Ruhrgas AG  zu, Erdgas in das Netz der Stadtwerke Essen einzuspeisen.

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1929-1951

Durch Eingemeindungen verfügen die Städtischen Werke über insgesamt fünf Pumpwerke: das Hauptpumpwerk I in Rellinghausen sowie weitere Werke in Steele, Kupferdreh, Heidhausen und Werden. Ende 1930 ist der Scheibengasbehälter (MAN-Behälter) am Reckhammerweg fertiggestellt sowie Teile des Essener Hafens. Der Hafenbetrieb nimmt 1934 seine Geschäfte auf und ein Anschlussvertrag mit der Reichsbahn wird geschlossen. Im Jahr 1945 ist die Gasversorgung in Essen wegen erheblicher Schäden, die während des Zweiten Weltkriegs entstanden sind, zeitweilig unterbrochen. Zum Jahresende ist die Versorgung jedoch wiederhergestellt. Der komplette Wiederaufbau ist 1951 weitgehend abgeschlossen. Gleichzeitig geht die Wasser-Behälteranlage an der Frankenstraße (28.000 Kubikmeter Fassungsvermögen) in Betrieb. Damit stehen insgesamt 33.000 Kubikmeter Speicherkapazität für Trinkwasser zur Verfügung. Für die Sicherung der Wasserversorgung von Kupferdreh wird dort mit dem Bau eines Wasserbehälters (4.000 Kubikmeter) begonnen.

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1890-1901

Das Wasserrohrnetz hat mittlerweile eine Länge von über 65 Kilometern. Die Wasserförderung beträgt aktuell 5.032.005 Kubikmeter. Erstmals ist damit die Fünf-Millionen-Grenze überschritten. Im Mai 1898 geht die neue Wassergewinnungsanlage des städt. Wasserwerkes auf dem linken Ufer der Ruhr in Betrieb. Im selben Jahr wird der Wasserturm Steele am Laurentiusweg erbaut. Die Fertigstellung des neuen Gaswerks mit einer Tagesleistung von 32.000 Kubikmetern folgt im Jahr 1901.

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1878-1888

1878 wird die Wasserversorgung von Altenessen übernommen. 1884 ist der Wasserturm Steeler Berg fertiggestellt. 1887 werden Verträge über Wasserlieferungen mit den Gemeinden Rellinghausen und Steele geschlossen. Ein entsprechender Vertrag mit der Stadt Steele schließt sich ein Jahr später an. 

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1868-1873

Im Jahr 1868 ist der Wasserkonsum von 17.448.640 Kubikfuß auf 24.940.775 Kubikfuß gestiegen. Im Folgejahr beginnt die Gußstahlfabrik Fried. Krupp, Wasser aus dem öffentlichen Netz zu entnehmen. Dadurch steigt die Wasserabgabe weiter auf 930.027 Kubikmeter. 1870 überschreitet der Essener Wasserverbrauch mit 1.308.125 Kubikmetern die Millionengrenze deutlich. Gleichzeitig wächst das Rohrnetz der Wasserversorgung auf eine Länge von über 34 Kilometer. Die Stadt Steele kauft die mittlerweile aufgelöste Steeler Gas-Aktiengesellschaft.

Im Jahr darauf gründet sich die Borbecker Gas- Aktiengesellschaft. 1873 geht das Werk der Borbecker Gas-Aktiengesellschaft in Betrieb. Später benennt man die Gesellschaft in AG für Licht, Kraft und Wasserversorgung um.

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1867

Am 2. März des Jahres beschließt die Stadtverordnetenversammlung die Zusammenlegung des Gaswerks und des Wasserwerks unter dem Namen Städtisches Gas- und Wasserwerk. 

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1866

Die Stadtverordnetenversammlung genehmigt die Errichtung einer Kanalisation im März 1866. Als siebte Stadt in Preußen und als erste Stadt im Ruhrgebiet legt Essen somit eine Kanalisation an. Der Hintergrund: Nach der Pockenepidemie grassiert in Essen die Cholera. Als Ursache der Seuche gilt Wasser, das durch Exkremente verunreinigt ist. Wegen der Industrialisierung stieg die Wohndichte binnen 20 Jahren von acht auf 14 Personen, in den Arbeitervierteln sogar auf 24 Personen pro Wohnhaus an. Die mangelhaften hygienischen Verhältnisse machen den Aufbau eines Kanalnetzes dringend nötig.

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1863-1865

Zur Leuchtgasversorgung der Gemeinden Horst, Freisenbruch und Königssteele sowie der Gemeinden der Bürgermeisterei Steele wird im Februar 1863 per Privatvertrag eine Kommanditgesellschaft gegründet. Die Gesellschaft trägt den Namen Aktien-Commandit-Gesellschaft unter der Firma Friedrich Scherenberg & Co. Zwei Jahre später beschließt die Stadtverordnetenversammlung den Kauf der Aktien. Dafür werden Aktien der Bergisch-Märkischen Eisenbahn veräußert. Die Gasaktiengesellschaft wird zum 1. Juli des Jahres aufgelöst und von der Stadtgemeinde Essen als Teil der Gemeindeverwaltung übernommen. Die Gasanstalt wird fortan unter dem Namen Städtische Gasanstalt zu Essen betrieben. Die Verwaltung überträgt man einer Abordnung namens „Direktion der Gasanstalt“.

Im Dezember des Jahres 1863 beschließt die Stadtverordnetenversammlung die Errichtung der zentralen Wassergewinnungsanlage. Der Startschuss für das Städtische Wasserwerk ist damit gefallen. Das erste Essener Wasserwerk entsteht bereits im Jahr darauf. Das Wasserwerk geht im Oktober 1863 in Betrieb und wird im Dezember der Stadt Essen übergeben – fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung.

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1854-1861

Zum Ende des Jahres 1854 gründen führende Kaufleute, vermögende Familien der Stadt Essen und Mitglieder des Gemeinderates die Gasaktiengesellschaft. Im Januar 1855 folgen die Gründung der Essener Gasgesellschaft und daraufhin der Bau der Gasanstalt auf dem Thurmfeld an der Rheinischen Straße. Die Gasanstalt geht 1856 in Betrieb. Ein Bauplan für ein Entwässerungssystem der Stadt wird von der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 1858 zunächst abgelehnt.

Zwei Jahre später wird die Anzahl der Gaslaternen in Essen erhöht und die Stadtverordnetenversammlung beschließt, dass ein Drittel der Laternen nachts durchgehend von Februar bis März leuchten sollen – „selbstredend mit Ausschluss der Nächte, in welchen Mondschein eintritt“. Die Kosten für die Gasbeleuchtung betragen derzeit 3.985 Mark.

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Daten & Fakten

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