Solarstrom für die „neue“ Margarethen-höhe: Pilotprojekt gestartet
Im Rahmen des gemeinsam von der Margarethe Krupp-Stiftung und den Stadtwerken Essen entwickelten Solarprojekts sind die ersten Gebäude auf der „neuen" Margarethenhöhe mit Photovoltaikmodulen ausgestattet worden. Das Pilotprojekt startet damit planmäßig und ebnet den Weg, um den Roll-out der insgesamt 40 Gebäude in 2026 weiterzuführen. Der damit lokal erzeugte Ökostrom leistet einen direkten Beitrag zum Klimaschutz und wird den Mietern zu günstigen Konditionen angeboten – ein Gewinn für alle Beteiligten.
Solarstrom für die „neue“ Margarethenhöhe: Pilotprojekt gestartet
Das gemeinsam von der Margarethe Krupp-Stiftung (MKS) und den Stadtwerken Essen entwickelte Solarprojekt ist plangemäß mit dem ersten Bauabschnitt gestartet. Im November 2025 sind die ersten drei Gebäude in der Borkumstraße mit Photovoltaikmodulen ausgestattet worden. Sie dienen als Pilotprojekt dazu, das Modell auch mess- und betriebstechnisch zur Reife zu bringen, um den Roll-out der insgesamt 40 Gebäude in 2026 weiterzuführen. Der damit lokal erzeugte Ökostrom
trägt zum Klimaschutz bei und wird den jeweiligen Mietern zu günstigen Konditionen angeboten, da Netzentgelte, Steuern und sonstige Umlagen entfallen. Gewinner sind alle am Projekt Beteiligten.
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Spannendes Geschäftsmodell
Das von der MKS und den Stadtwerken Essen angestrebte Geschäftsmodell ist echte Pionierarbeit und damit eines der ersten am Markt. „Unser Geschäftsmodell ist eine Blaupause für eine Multi-Win-Situation bei jedem Wohnungswirtschaftsunternehmen und führt zu einer Gewinnsituation auf allen Seiten“, so Christian Veit, Leiter Geschäftsfeldentwicklung und Individualkundenlösungen der Stadtwerke Essen. „Für alle Beteiligten, vom Vermieter und Mieter, bis hin zum Betreiber der Anlagen, ergeben sich zahlreiche individuelle Vorteile. Nicht nur für unsere Umwelt und das Klima ist die Solarnutzung ein wichtiger Schritt, insbesondere die Mieter erhalten somit die Möglichkeit, direkt an der Energiewende teilzunehmen.“ In der Praxis sieht das so aus: Die Stadtwerke Essen pachten die Dachfläche, errichten und betreiben darauf PV-Anlagen – den Strom können Mieter dann direkt nutzen. „Das entspricht genau unserer Vorstellung“, erklärt Michael Flachmann, Vorstand der Margarethe Krupp-Stiftung. „Strom brauchen wir an der Stelle, wo er tatsächlich benötigt wird.“
Zum Hintergrund: Um den Ausbau der Solarenergie in Deutschland zu vereinfachen, ist am 16.05.2024 das „Gesetz zur Änderung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes und weiterer energiewirtschaftsrechtlicher Vorschriften zur Steigerung des Ausbaus photovoltaischer Energieerzeugung“, kurz Solarpaket 1, in Kraft getreten. Der Bau und die Inbetriebnahme von Solaranlagen sollen gezielt vereinfacht werden. Dazu soll das Konzept zur Gemeinschaftlichen Gebäudeversorgung, sogenannte GGV, beitragen. Das daraus entstehende Modell zur Verwendung von Solarstrom in Objekten mit unterschiedlichen Nutzeinheiten ist absolut innovativ, denn es ermöglicht die Weitergabe des Stroms, der auf dem Dach eines Gebäudes mittels einer Photovoltaik-Anlage erzeugt wird, an die Mieter. Diese schließen einen Vertrag mit dem Betreiber der PV-Anlage über den günstigen hauseigenen Solarstrom und einen zweiten Vertrag mit einem beliebigen Energieversorger für den restlichen Strombedarf. Idealerweise als MargarethenStrom-Tarif direkt über die Stadtwerke Essen. So ist eine lückenlose Versorgung der Haushalte gesichert.
Beeindruckende Technik
Auch wenn die Solartechnik für die ersten drei Pilotanlagen noch leicht zu überschauen ist, erfordert das Gesamtprojekt schon eine umfassende Planung und Vorbereitung. „Auf den insgesamt rund 40 Dachflächen installieren wir über 1.100 Solarmodule, um eine rechnerische Gesamtleistung von circa 500 Kilowattpeak zu erreichen“, erläutert Thorben Buchholz, Projektleiter und Berater Photovoltaik-Management der Stadtwerke Essen. „Das erfordert nicht nur fachliches Know-how in der Planungsphase, sondern auch logistische Kompetenz.“
Die Stadtwerke Essen übernehmen das gesamte Leistungsspektrum, von der Planung bis zum Betrieb mit ihren Fachpartnern und koordinieren die Umsetzung – inklusive einer gemeinsamen Informationsveranstaltung für die Bewohnerinnen und Bewohner der Gebäude. „Lediglich die Prüfung der Dachstatik und die Modernisierung der Elektrik in dem Wohngebäude übernimmt die MKS in Eigenregie. Danach können wir direkt starten“, so Buchholz. Starten hieß übrigens beim Pilotprojekt: Die drei Wohngebäude einrüsten und auf den Dächern zwei Mal 24 und ein Mal 26 Solarmodule montieren. Im nächsten Schritt folgt der Anschluss der Module an die gebäudeinterne Stromversorgung und die Messtechnik in enger Zusammenarbeit mit dem Netzbetreiber Westnetz. „Sobald die technische Struktur steht und das Messverfahren getestet ist, können wir den Mietern einen Vertrag anbieten“, ergänzt Christian Veit. „Darauf freuen wir uns alle.“
Gute Zusammenarbeit
Die Stadtwerke Essen und die Margarethe Krupp-Stiftung sind große lokale Anbieter für die Versorgung der Essener Bevölkerung mit Energie beziehungsweise Wohnraum. Beide verbindet eine lange Tradition und ein hoher Qualitätsanspruch – immer im Sinne der Kundinnen und Kunden respektive der Mieterinnen und Mieter. „Unsere langjährige Zusammenarbeit funktioniert eben so gut, weil wir gleiche Überzeugungen teilen“, beschreibt Jochen Biefang, Prokurist Margarethe Krupp-Stiftung, das Erfolgsrezept.. „Vertrauen und Zuverlässigkeit sind für uns strategische Grundpfeiler. Und mit den Stadtwerken Essen läuft das hervorragend. “
So verwundert es auch nicht, dass es neben dem aktuellen Solarprojekt auf der „neuen“ Margarethenhöhe auch schon seit 2021 das exklusive Stromprodukt „MargarethenStrom“ für die Mieterinnen und Mieter auf der Margarethenhöhe gibt. Und auch für die Ausstattung der neuen MKS-Tiefgarage mit Wallboxen und dem erforderlichen Abrechnungssystem zeichnen die E-Mobilitätsexperten der Stadtwerke Essen verantwortlich.
Statements zum Projekt:
Für die Margarethe Krupp-Stiftung hat das Solarprojekt eine besondere strategische Ausstrahlung, denn es zahlt in unsere Zukunftsplanung ein: Zum einen ist es ein wichtiger Baustein in unserem Klimaplan 2045 und unterstützt unseren anspruchsvollen Weg in der Energiewende. Zum anderen sorgt es dafür, dass wir unseren Mietern mit dem innovativen Ökostrom-Modell modernen und attraktiven Wohnraum anbieten können. Über die Möglichkeit, ein solches Geschäftsmodell mit den Stadtwerken Essen, dem leistungsfähigsten Essener Energieversorger umzusetzen, freue ich mich ganz besonders.
Neben den wirtschaftlichen Effekten, die dieses Projekt bietet, war für uns auch eine kompetente und vor allem zuverlässige Abwicklung von großer Bedeutung. Mit den Stadtwerken Essen haben wir einen Partner an unserer Seite, der genau das mitbringt und uns über den gesamten Betriebszeitraum von über 20 Jahren begleiten wird. Das ist in diesem schnelllebigen Markt keine Selbstverständlichkeit.
Das Photovoltaik-Projekt mit der Margarethe Krupp-Stiftung ist eine Win-win-Situation für alle Beteiligten. Man erlebt selten, dass ein neues Gesetz so eine Plattform bietet. Für uns leitet sich aus dem Projekt auf der Margarethenhöhe eine spannende Erweiterung unseres Leistungsportfolios ab, das auch für viele andere Wohnraumanbieter interessant sein wird. Konzepte wie die Gemeinschaftliche Gebäudeversorgung sind ein substantieller Bestandteil der Energiewende.
Das Solarprojekt auf der Margarethenhöhe ist eine besondere Herausforderung, bei der wir unsere Kompetenz und unser Netzwerk hervorragend einsetzen können. Was mich daran begeistert, ist die Nutzungsperspektive und der Hebel für die Erreichung der Klimaziele. Bei unserem Pilotprojekt haben wir innerhalb von zwei Wochen rund 80 Photovoltaik-Module installiert, die dann mindestens 20 Jahre lang im Betrieb sein werden und die Haushalte mit Ökostrom versorgen. Das ist eine gute Relation. Es ist schön, dass ich daran mitwirken kann.