Die Abwasserentsorgung in Essen
Von der Instandhaltung bis zum Umweltschutz
Die permanente Kontrolle, Instandhaltung, Optimierung und Erweiterung des Essener Abwasserkanalnetzes ist eine anspruchsvolle Aufgabe. Wir kümmern uns darum - rund um die Uhr. Denn es gibt viel zu tun. Gerade weil es um den Umweltschutz geht.
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Stadtwerke Essen
0201 / 800-0
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Das Essener Abwassernetz
- hat eine Länge von rund 1.657 km.
- nimmt jährlich etwa 33 Millionen Kubikmeter Abwasser auf
- transportiert jährlich rund 29 Millionen Kubikmeter Niederschlagswasser
- hat Rohre mit Durchmessern von 30cm bis Kanäle mit 3,60m
- liegt zwischen 3 und 40 Meter tief
- entstand im Jahr 1869, um Krankheiten wie Cholera und Typhus einzudämmen
Eine spannende und wichtige Aufgabe
Ein funktionierendes Abwassersystem ist weit mehr als nur der Transport von Abwasser aus Toilettenspülungen oder Niederschlägen: Hier beginnt ein äußerst wichtiger Prozess, der die Ausbreitung von Krankheiten verhindert und am Ende frisches Trinkwasser hervorbringt.
Während laut UNESCO weltweit über 80 Prozent des Abwassers in der Umwelt entsorgt werden, bereiten wir in Deutschland laut dem Bundesumweltministerium 97 Prozent des Abwassers wieder auf.
Die Mitarbeitenden der Stadtwerke arbeiten am lebenden Bestand und unter besonderen geologischen Bedingungen an der Instandhaltung, Optimierung und Erweiterung des Netzes. Bei dieser anspruchsvollen und abwechslungsreichen Aufgabe haben die Ingenieurinnen und Ingenieure viele Freiheiten, um kreative Lösungen zu finden, ihre ganze Palette an Fähigkeiten anzuwenden und etwas Gutes für die Ewigkeit zu erschaffen.
Die umweltschonende Entsorgung von Schmutz- und Regenwasser spielt für die Stadtwerke Essen eine große Rolle. Bei unserem ganzheitlichen Sanierungsplan geht es daher vor allem um:
- eine hohe Dichtheit des Kanalsystems
- die Minderung von mechanischem Verschleiß, insbesondere durch Erschütterungen und Belastungen durch den Straßenverkehr
- eine Reduktion der gemeinsamen Ableitung von Schmutz- und Regenwasser in einem Kanalrohr
- eine Absenkung von Regenwasserspitzenabflüssen während oder nach starken Regenfällen
- die ständige Verbesserung unserer Gewässer und des Grundwassers
Zum Schutz der Gewässer bauen wir unter anderem Regenüberläufe, Regenrückhaltebecken sowie -kanäle und führen gemeinsame Maßnahmen mit Emschergenossenschaft und Ruhrverband durch.
Für einen optimalen Betrieb muss das Kanalnetz ausreichend groß und dicht sein. Die Größe wird jedoch durch technische und wirtschaftliche Faktoren limitiert, sodass das Wasser bei stärkerem Regen nicht vollständig durch den Kanal zur Kläranlage fließen kann. Damit das Netz nicht überläuft, gibt es Zwischenspeicher oder schadlose und umweltgerechte Umleitungen in Flüsse oder Bäche. Erst wenn diese Maßnahmen versagen, weil der Regen zu stark ist, kann es zu Überflutungen kommen.
Wegen des Bergbaus und seiner permanenten Bergsenkungen war es seinerzeit nicht möglich, ein flächendeckendes unterirdisches Kanalsystem anzulegen. So dienen noch heute einige Bachläufe als offene Kanäle. Langfristig wollen wir Kanalnetz und Gewässer entflechten.
Das Schmutzwasser soll in Zukunft ausschließlich durch unterirdische Kanäle fließen, während das saubere Regenwasser durch Bachläufe plätschern soll. So können sich sauberes und schmutziges Wasser nicht mehr vermischen.
Beim Optimieren und Erweitern unseres Kanalnetzes steht eine einfache und sichere Abwasserentsorgung für Sie im Mittelpunkt. Die technischen Maßnahmen planen wir und setzen sie entsprechend den Zeitvorgaben des Abwasserbeseitigungskonzeptes um.
Das Kanalnetz: Ziele eines optimalen Kanalbetriebs sind die hydraulisch ausreichende Bemessung und die Dichtheit des Kanalnetzes. Die Bemessung von Kanalnetzen und Kläranlagen wird dabei allerdings von technischen und wirtschaftlichen Faktoren limitiert. Kanalnetze können daher nicht so bemessen werden, dass jeder Regen bei einem Unwetter komplett über die Kanalisation zur Kläranlage gelangt. Bevor das Kanalnetz aber überläuft, werden Abwassermengen noch zwischengespeichert oder über spezielle Bauwerke umweltgerecht und schadlos in nahe Flüsse oder Bäche eingeleitet. Erst wenn diese Maßnahmen versagen, weil der Regen zu stark ist, kann es zur Überflutung kommen.
Entflechtung: Im Rahmen einer ganzheitlichen Sanierungsplanung entwickeln wir auch die Entflechtung von Kanal und Gewässer. Durch diese Trennung von Kanalnetz und Gewässer soll Schmutzwasser in Zukunft ausschließlich über unterirdische Kanäle abgeleitet werden. Derzeit dienen noch einige Bachläufe als offene Kanäle. Denn aufgrund des Bergbaus im Ruhrgebiet und seiner permanenten Bergsenkungen war es seinerzeit nicht möglich, ein flächendeckendes unterirdisches Kanalsystem anzulegen. Des Weiteren: Da Regenwasser sauber ist, sollte es nicht durch Kanäle geleitet werden und kann bedenkenlos in Bachläufe abgeführt werden. Die Entflechtung vermeidet also, kurz gesagt, die Vermischung von sauberem Wasser und Schmutzwasser. Ein Mischwassernetz wird so vermieden.
Was wir tun: Wir optimieren und erweitern unser Kanalnetz umweltgerecht und so, wie es den gesetzlichen Vorschriften entspricht. Dabei steht eine einfache und sichere Abwasserentsorgung für Sie im Mittelpunkt. Die technischen Maßnahmen werden im Rahmen einer Ausführungsplanung konkretisiert und entsprechend den Zeitvorgaben des Abwasserbeseitigungskonzeptes umgesetzt.
Entwässerungsplanung bei den Stadtwerken Essen - 3 Fragen an André Wegener
Die Arbeit bei den Stadtwerken Essen bietet viele Perspektiven – fachliche wie auch persönliche. Gerade die Planung der kommunalen Entwässerungsstrukturen stellt hohe ingenieurtechnische Anforderungen an das Team. Umso wichtiger sind daher gute Arbeitsbedingungen und ein harmonisches Miteinander. André Wegener gehört zum Führungsteam des Unternehmensbereichs Planung Entwässerung und ist mit seiner Mannschaft aus Ingenieuren und technischen Zeichnern für eines von drei Sachgebieten verantwortlich.