Sprungnavigation

  1. Zur Volltextsuche springen
  2. Zum Inhalt springen
  3. Zur Hauptnavigation springen
  4. Zur Subnavigation springen
  5. Zur Servicenavigation springen
Stadtwerke Essen
Seite: http://www.stadtwerke-essen.de/privatkunden/wasser/wasserqualitaet/
Datum: 23.06.2017, 01:22Uhr
Eine Hand hält ein Glas unter einen fließenden Wasserhahn

Das Essener Trinkwasser: höchste Qualität und Reinheit

Trinkwasser ist das wichtigste aller Lebensmittel. Das Wasser für die Essener Bürgerinnen und Bürger gewinnen wir im Verbundwasserwerk Essen. Dort wird es auf höchstem Niveau aufbereitet, bevor es zu Ihnen gelangt. In einer der modernsten Aufbereitungsanlagen Europas wird das Rohwasser in einem aufwändigen Verfahren vielen Aufbereitungsschritten unterzogen:

Neben der klassischen Aufbereitung mit Hilfe der Ozonung, Flockung, Schnellfiltration und der Langsamsandfiltration sind seit 2016 drei weitere moderne Aufbereitungsverfahren im Einsatz:

  • Der Aktivkohlefestbettfilter hält unerwünschte organische Stoffe und Spurenstoffe zurück.
  • Die physikalische Entsäuerung entfernt überschüssiges Kohlendioxid und ist besonders umweltfreundlich. Sie ersetzt die Zugabe von Natronlauge.
  • Ebenso ist die UV-Desinfektion eine moderne und chemikalienfreie Desinfektion. Sie ersetzt vollständig die bisherige Zugabe von Chlordioxid und ist daher ebenfalls eine sehr umweltfreundliche Aufbereitungstechnik. 

Das Verbundwasserwerk Essen gehört zur Wassergewinnung Essen GmbH. Diese betreiben wir gemeinsam mit der Gelsenwasser AG.

Qualitätsfaktoren für Trinkwasser

Drei Faktoren sind entscheidend für die Qualität des Trinkwassers:

  • das Ausgangsprodukt Rohwasser
  • die Aufbereitungstechnik
  • der Zustand der Versorgungsleitungen

Unsere Verantwortung umfasst damit die Kontrolle der eigenen Anlagen, den Gewässerschutz und die Pflege des rund 1800 km langen Versorgungsnetzes bis hin zu Ihrem Wasseranschluss. Neben den regelmäßigen Proben aus unserer Wassergewinnungsanlage wird an rund 80 Stellen im Essener Stadtgebiet sowie in unseren Trinkwasserbehälteranlagen das Wasser kontrolliert.

Technische Daten zum Prozess der Wasseraufbereitung

Den folgenden Weg durchläuft das Rohwasser, bis es als Trinkwasser beim Kunden ankommt:

  • Rohwasserentnahme (im freien Gefälle)
  • Rechenanlage im Zulaufbauwerk Dumberg
  • Sedimentation im Sedimentationsbecken (200.000 m³)
  • Offener Zulaufgraben (2.300 m lang), bei Bedarf Zudosierung von Pulveraktivkohle und technischem Sauerstoff möglich
  • Rohwasserpumpwerk Burgaltendorf (4 Pumpen)
  • Schnellfiltration Burgaltendorf: 10 Schnellfilter (Gesamtfilterfläche: 1.800 m², Filterleistung: 10.000 m³/h)
  • Algenbekämpfung durch Dosierung von KMnO4-Lösung (bei Bedarf)
  • Langsamsandfiltration (17 Versickerungsbecken, Gesamtfilterfläche: 205.000 m², Filtergeschwindigkeit: 1,0 - 1,5 m/d) mit anschließender Bodenpassage
  • Rohwasserpumpwerk Horst (3 Pumpen: 2 davon in Betrieb, 1 in Reserve)
  • 2,8 km lange Leitung der Größe DN 1400 zum Standort Überruhr
  • Ozonung (0,1 bis 0,5 g O3/m³)
  • Bedarfsweise Flockung
  • Schnellfiltration (Gesamtfilterfläche: 1.000 m2, Filterleistung: 15.000 m3/h)
  • Schnellfiltratpumpwerk: 6 Pumpen (2-3 Pumpen in Betrieb, Rest Redundanz bzw. Spülpumpen)
  • Aktivkohlefestbettfilter
  • Anhebung des pH-Wertes durch zentrale physikalische Entsäuerung
  • UV-Desinfektion: moderne, chemikalienfreie Desinfektion, die die bisherige Zugabe von Chlordioxid vollständig ersetzt
  • Pumpen vom Pumpwerk ins Versorgungsnetz

Trinkwasser soll gemäß DIN 2000 kühl, klar, geruchlos, geschmacksneutral und frei von Schadstoffen sein. Um den hohen Anforderungen gerecht zu werden, werden die Proben aus unserer Wassergewinnungsanlage regelmäßig auf zahlreiche verschiedene chemische und biologische Parameter gemäß Trinkwasserverordnung untersucht. Die Analytik ist gesetzlich vorgeschrieben und wir bedienen uns zur Einhaltung der vorgeschriebenen Analytik nach DIN EN ISO 17025 eines Labors, das diese Anforderungen erfüllt und durch die Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAKKS) akkreditiert ist.

Die Härte des Essener Trinkwassers

Trinkwasser kann verschiedene Härtegrade aufweisen. Die Härte des Wassers ist ein Maß für den Gehalt an Calcium- und Magnesiumsalzen (Härtebildner) im Wasser. Je mehr Härtebildner im Wasser enthalten sind, umso härter ist das Wasser. Das Wasser in Essen ist weich.

  • Summe Erdalkalien (Gesamthärte) = 1,31 mmol/l
  • Gesamthärte = 7,3 °dH
  • Härtebereich = weich

Das Resultat: Hochwertiges Trinkwasser, das völlig bedenkenlos für die Zubereitung von Baby- und Kindernahrung verwendet werden kann. Es muss dazu nicht einmal abgekocht werden. Ein Hinweis: Bevor das Trinkwasser verwendet wird, sollte das abgestandene Wasser, das sich in der Leitung sammelt, zunächst so lange abgelassen werden bis frisches Wasser aus dem Zapfhahn kommt. Dieses erkennt man daran, dass es merklich kühler ist als das sogenannte Stagnationswasser.

Hier finden Sie weitere Informationen zu verschiedenen Parametern im Trinkwasser

Tabelle der Zusatzstoffe im Trinkwasser

WasserwerkAufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß TrinkwasserverordnungZweckHärtebereich gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz
Verbundwasserwerk Essen

Sauerstoff**
Quarzsand
Kaliumpermanganat**
Ozon
Polyaluminiumchlorid**
Wasserstoffperoxid**
Anthrazit
Aktivkohle
UV-Bestrahlung
Natriumhypochlorit**

Sauerstoffanreicherung
Partikelentfernung
Oxidation
Oxidation
Flockung
Ozoneliminiation
Partikelentfernung
Adsorption
Desinfektion
Desinfektion

weich

** bei Bedarf

Sie haben JavaScript deaktiviert.
Ändern Sie Ihre Browsereinstellungen und laden Sie danach die Webseite neu, um sie vollständig nutzen zu können.