Stadtspiegel Essen forderte zum Wassertest auf

Essener Leitungswasser belegt den ersten Platz

Beim Wassertest 2016 im Hause des Essener Sportbundes überzeugte das Essener Leitungswasser und überholte seine teils hochkarätige Konkurrenz. Getestet wurden insgesamt neun verschiedene Mineralwässer. Vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet wurde der Test vom Institut für empirische Sozial- und Kommunikationsforschung (I.E.S.K.).

Der menschliche Körper besteht zu großen Teilen aus Wasser. Im Laufe eines Tages verbrauchen wir rund zwei bis drei Liter Wasser, die wir unserem Körper wieder zufügen sollten. Dabei haben wir eine große Auswahl an Mineralwässern, die wir dafür zu uns nehmen können. Insgesamt gibt es auf dem deutschen Markt rund 800 verschiedene Mineralwässer.

Ob aus tiefen Quellen und artesischen Brunnen gewonnen oder in einer mit Kristallen besetzten Flasche serviert - der Markt bietet für jeden Geschmack und Geldbeutel das passende Wasser. Wie soll man sich da nur entscheiden? Ist das teuerste Wasser auch das leckerste? Oder liegt das Essener Trinkwasser aus dem Hahn geschmacklich vielleicht sogar vor den Luxus-Wässern aus der Flasche?

Diesen Fragen wollte der Stadtspiegel Essen nachgehen und lud zum Wassertest am 05. Oktober ein. In Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Essen und dem Institut für empirische Sozial- und Kommunikationsforschung wurde die Wasserverkostung durchgeführt. Elf Leser des Stadtspiegel Essen traten zum Wassertest an und entschieden über Geruch und Geschmack der insgesamt neun Wässer.

Das Essener Leitungswasser stellte sich teils hochkarätiger Konkurrenz

Neben dem Essener Leitungswasser standen handelsübliche Mineral- und Tafelwässer sowie hochkarätige Luxuswässer zur Auswahl. Star unter den Wässern war das aus Hollywood stammende "Bling H2O", das in einer mit glitzernden Kristallen besetzten Flasche verkauft wird. Mit rund 128 Euro für einen Liter in Deutschland, ist dies auch das teuerste Wasser, das zum Test mitgebracht wurde.

Zum Vergleich: Für das Essener Leitungswasser zahlt der Bürger 0,00195 Euro pro Liter. Für 128 Euro könnte man in Essen umgerechnet also rund 65.640 Liter Leitungswasser aus dem Hahn zapfen. Das macht rund 470 Badewannenfüllungen aus. Ein besonderer, aber auch nicht ganz preiswerter Hingucker war sicher das "Blk Black Water" aus Kanada. Wie der englische Name schon verrät, ist dieses Wasser schwarz. Zahlreiche Mineralien und Aktivkohle verleihen ihm die Farbe. Das Wasser, dessen Anblick auch für die zehn Tester eher gewöhnungsbedürftig war, verspricht sogar gesundheitsfördernde Effekte. Ebenso soll es beim Abnehmen helfen und als Anti-Aging wirken. Doch abgesehen davon: Schmeckt das schwarze Wasser auch? Unsere Tester haben es bewertet und ordneten das etwas andere Wasser geschmacklich mit Abstand an letzter Stelle ein. Mit einem Liter-Preis von 16,78 Euro, zählt das Black Water zu den drei teuersten getesteten Wässern.

Leitungswasser holt Gold

Nacheinander testeten die Teilnehmer die neun verschiedenen Wässer in einer Blindverkostung und unter Aufsicht des Forschungsinstituts. Die Tester probierten und bewerteten den Geschmack und Geruch der Wässer mit folgendem Ergebnis:

Gewinner beim Wassertest 2016 ist unser Essener Leitungswasser. Nicht nur preislich, sondern auch geschmacklich kann das Kraneberger also überzeugen. Mit gleichem Punktestand belegt das Wasser "Saskia Naturis" aus dem Supermarkt ebenfalls den ersten Platz. Dicht dahinter folgen zwei Luxus-Wässer: "Bling H2O" und "Fiji".

Im guten Mittelfeld liegt das Wasser "Gize", welches mit Gold gefiltert wird und deswegen besonders rein und natürlich schmecken soll. Im Testergebnis teilt es sich seinen Platz mit dem Wasser "Gerolsteiner naturell".

Etwas überraschend fällt das meistverkaufte Mineralwasser der Welt "Pure Life" aus dem Hause Nestle auf einen der hinteren Ränge. Diesen teilt es sich mit "VOSS" - dem Mineralwasser, in dem Madonna angeblich sogar badet und dessen Flasche vom ehemaligen Chefdesigner von Calvin Klein entworfen wurde.

Verlierer ist das schwarze Wasser "Blk Black Water". Mit großem Abstand zu den übrigen Wässern, landet das Wasser auf dem letzten Platz. Zwar soll es gesundheitlich positive Effekte haben, schmeckte den Teilnehmern des Wassertests aber dennoch nicht. 

Die Platzierungen im Überblick

PlatzierungWasserGesamtnote
1.Leitungswasser Essen2,36
Saskia naturis2,36
3. Bling H2O2,45
Fiji2,45
5.Gize2,55
Gerolsteiner2,55
7.Pure Life2,64
Voss2,64
9.Blk Black Water3,55

Bildergalerie Wassertest 2016

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