Gegen die Überschwemmungen in Karnap wird ein Ersatzsystem durch die Stadtwerke Essen gebaut.

Das Ersatzsystem für Essen-Karnap

Baustellentagebuch zum Bau des Systems zur Fremdwasserbeseitigung

Essen liegt im Herzen des Ruhrgebiets und ist unterteilt in insgesamt 50 Stadtteile. Karnap ist einer davon. Mit rund 7.860 Einwohnern und einer Fläche von 4,04 Quadratkilometern ist Karnap einer der kleineren Stadtteile von Essen. Er ist der nördlichste Stadtteil und liegt als einziger nördlich der Emscher. Zudem finden wir hier den geografisch tiefsten Punkt von Essen. Denn Karnap ist betroffen vom ehemaligen Bergbau, der den Stadtteil weiter abgesenkt hat. Damit ist Karnap ein klassisches sogenanntes Poldergebiet. Bei einem Poldergebiet liegt der Wasserspiegel des in der Nähe liegenden Gewässers höher als das Bodenniveau. So kommt es in diesen Gebieten häufiger zu Überflutungen.

Auch in Teilen von Karnap kommt es immer wieder zu überfluteten Kellern der Anwohner und zu Fremdwassereintritt in die Kanalisation. Dem soll nun Abhilfe geschaffen werden, indem ein Ersatzsystem gebaut wird, das das Fremdwasser in Zukunft auffängt und ableitet.

Das "Ersatzsystem Essen Karnap" wird als ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Essen, der Ruhrkohle, der Emschergenossenschaft und der Stadtwerke Essen umgesetzt. Als Eigentümer und Betreiber des Abwassernetzes haben wir als Stadtwerke Essen die Aufgabe, Fremdwasser aus den Abwasserkanälen fernzuhalten. Somit übernehmen wir bei dem Projekt die ausführende Funktion und sind für den Bau und den Betrieb des Ersatzsystems zuständig.

In unserem Baustellentagebuch halten wir Sie über unsere Arbeit in Karnap und den Fortschritt des Baus auf dem Laufenden.

Tagebucheinträge

25.10.2018: Arbeiten in Karnap schreiten weiter voran

In den letzten Monaten ist viel geschehen auf der Baumaßnahme in Karnap. Der erste Bauabschnitt ist einen guten Schritt weiter und nähert sich so langsam dem Ende. Die Transportleitungen und Drainagerohre im Osten sind weitestgehend verlegt. Lediglich an vier Stellen müssen noch die letzten Rohre unter die Erde gebracht werden:

In der Lohwiese werden in Höhe des Altenheims die letzten Drainagerohre verbaut. Ebenso finden im Lippermannweg, im Lünschermannborn und im Grüteringhof weitere Rohre ihren Weg unter die Erde.

Im Anschluss an die Rohrverlegungen erfolgt noch die Wiederherstellung der Straßen im ersten Bauabschnitt. Die bislang nur provisorisch gedeckten Straßen werden dann vollständig und abschließend wiederhergestellt.

Voraussichtlich Ende März 2019 sind dann alle Arbeiten im ersten Bauabschnitt abgeschlossen. Ein großer Schritt für unser Mammutprojekt und die Anwohner in Karnap. Denn dann kann das Ersatzsystem zur Fremdwasserbeseitigung im Osten seine Arbeit schon mal vollständig aufnehmen.

Vorbereitende Arbeiten im Westen haben begonnen

Auch im zweiten Bauabschnitt geht es voran. Wie im ersten Bauabschnitt, sind auch westlich der Karnaper Straße zahlreiche vorbereitende Arbeiten notwendig, bevor der eigentliche Drainagebau beginnen kann. Diese laufen seit Mitte September auf Hochtouren. Zunächst im Bereich südlich der Arenbergstraße.

Auf Grund des Bauverfahrens muss auch der westliche Teil Karnaps vor Baubeginn vollständig auf Kampfmittel aus dem zweiten Weltkrieg sondiert werden. Die aufwendigen Arbeiten werden sukzessive in den betroffenen Straßen durchgeführt. Vom Pumpwerksgelände der Emschergenossenschaft, welches in den letzten Wochen auf Kampfmittel überprüft wurde, geht es nun Schritt für Schritt weiter durch die Straßen in Richtung Boshamerweg.

Parallel zu den Sondierungsarbeiten werden sogenannte „Suchschachtungen“ vorgenommen. Zunächst in der Straße Obringer Voerde. Bei diesen Arbeiten wird überprüft, wie und wo andere Leitungen, wie beispielsweise Erdgas- und Wasserleitungen oder Telekommunikationsleitungen, unter den Straßen verlaufen. Denn um für den Drainagebau einen Graben ausheben zu können, ist es erforderlich, die Lage der Leitungen zu kennen.

Zusätzlich wird zeitgleich zu diesen Tätigkeiten an der Ruhrglasstraße ein Baulager eingerichtet. Hier werden Baucontainer aufgestellt und Baumaterialien gelagert. Das Lager wird auf einer freien Fläche an der Ruhrglasstraße aufgebaut, so dass der Fußweg, der hier verläuft, weiter und ohne Einschränkungen genutzt werden kann.

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17.04.2018: Karnaper Westen – Baubeginn für August geplant

Den nächsten Meilenstein werden wir mit Baubeginn im Bereich westlich der Karnaper Straße erreichen: Auch hier steht der Drainage-Bau auf einer Länge von insgesamt rund 1,7 Kilometern vom Boshammer Weg bis zum Emscherdeich an. Bis wir hier loslegen können, müssen jedoch noch einige Vorarbeiten erfolgen. Der tatsächliche Baubeginn verzögert sich damit und ist nun für August 2018 geplant.

Aufwändige Bauweise, umfangreiche Vorbereitungen

Die Erfahrungen aus dem ersten Bauabschnitt haben gezeigt, dass ein hoher Anspruch an unser Bausystem gestellt wird. Um dem Erdreich während unserer Bauarbeiten zusätzliche Stabilität zu verleihen, haben wir umgeplant und uns für den Einsatz sogenannter Spundwände entschieden. Diese Methode sorgt für die Sicherheit aller Beteiligten vor Ort, nimmt jedoch erheblich mehr Zeit in Anspruch.

Die Spundwände kommen in einer Tiefe von bis zu 12 Metern zum Einsatz und müssen mit Spezialwerkzeugen in den Boden gerammt werden. Wegen der Erschütterungen, die dabei im Erdreich entstehen, ist es unverzichtbar, vorab Kampfmittelsondierungen durchzuführen. Ein besonders aufwändiger Prozess, denn im gesamten westlichen Baubereich müssen wir somit im Abstand von 1,5 Metern Löcher in das Erdreich bohren. Diese werden im Anschluss mithilfe einer Sonde, die auf Metalle reagiert, genau untersucht. So lassen sich Überbleibsel aus Kriegszeiten aufspüren.

Sicherheit geht vor

Ab August werden wir mit Vorbereitungsmaßnahmen in den Straßen Obringer Voerde, Vogelwiesche, Waldemey und Hattramstraße beginnen. Die Bodenverhältnisse hier stellen eine zusätzliche Besonderheit dar, mit der vorab nicht zu rechnen war: Ein Teil der Erdschicht, die sich in der Tiefe unserer Bauarbeiten befindet, ist verunreinigt und muss gesondert abtransportiert werden.

Jedoch steht für uns immer die Sicherheit aller Beteiligten an erster Stelle. Für Anwohner oder Passanten besteht zwar keinerlei Gefährdung, doch in diesem Fall müssen wir insbesondere die Mitarbeiter schützen, die vor Ort Arbeiten für uns ausführen. Diese sind die einzigen Menschen, die mit schädlichen Stoffen in Berührung kommen könnten – und genau das verhindern wir durch umfassende Vorsichtsmaßnahmen: Spezialanzüge, Handschuhe, Mundschutz und Container, in denen vor Verlassen des Baubereichs Duschen bereitstehen.

Unser Baugebiet lässt sich dadurch in sogenannte „Schwarz-Weiß-Bereiche“ einteilen: In den schwarzen Bereichen befindet sich der verunreinigte Boden, im weißen Gebiet wurden keine auffälligen Proben gefunden. Dazwischen richten wir die Container als neutralen Schutzraum ein, den die Mitarbeiter passieren müssen, um zu ihrem Arbeitsplatz zu gelangen oder ihn zu verlassen. Dadurch gewährleisten wir zusätzlich, dass keine Erdpartikel aus dem Baubereich hinaus getragen werden.

All diese Schritte sind reine Vorsichtsmaßnahmen, mit denen wir sicherstellen, dass niemand Schaden nimmt. Im Anschluss an diese Vorbereitungsarbeiten, beginnen wir auch im Westen mit dem Bau der Drainage.

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17.04.2018: Fortschritte im Osten

Seit 2017 läuft der Drainagebau östlich der Karnaper Straße auf Hochtouren, sodass wir unserem Ziel – dem Ersatzsystem zur Fremdwasserbeseitigung – Stück für Stück näher kommen.

Insgesamt hat sich einiges getan auf unserer Mammut-Baustelle: Im Osterbruch sind nicht nur die Pumpwerke samt Elektronik mittlerweile komplett abgeschlossen, auch die letzten Transportrohre liegen hier bereits im Boden. Damit die Straße befahrbar ist, haben wir die Oberfläche vorläufig wiederherstellt. Für die vollständige Wiederherstellung aller Oberflächen sorgen wir nach Abschluss der Baumaßnahme.

Auch der Bereich Ahnewinkel macht Fortschritte: Hier haben wir schon insgesamt 134 Meter Drainagerohre verlegt. Bis zum Spätsommer 2018 soll auch noch das letzte Stück bis zum Karnaper Markt abgeschlossen werden.

Im Lippermannweg haben wir uns mit den Drainage-Arbeiten bereits bis zum Wendehammer vorgearbeitet. Hier folgt noch das letzte Stück hinter dem Wendepunkt. Und auch aus der Straße Lohwiese gibt es gute Nachrichten: Hier liegen mittlerweile alle Transportrohre vollständig im Boden, sodass wir uns mittlerweile dem Drainagebau widmen können. Auch hier machen wir mit bereits 125 verlegten Metern große Schritte.

Meilenstein erreicht: Auslaufbauwerk auf Emscherdeich steht

Mit all diesen Baumaßnahmen arbeiten wir mit Hochdruck daran, das Nässeproblem vieler Karnaper Haushalte zu lösen. Einen wichtigen Meilenstein haben wir nun im östlichen Bauabschnitt erreicht: Nachdem wir zunächst alle Druckrohrleitungen in Richtung der Emscher vollständig verbaut haben, konnten wir nun auf dem Emscherdeich den Bau eines Auslaufbauwerks abschließen. Hierüber werden nach Abschluss unserer Baumaßnahme die gesammelten Fremdwasser in die Emscher abgeleitet.

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09.01.2018: Vorbereitungen im Westen Karnaps: Baumfällungen im Januar

2018 kommt Bewegung in unser Großprojekt „Karnaper Ersatzsystem“. Im Osten Karnaps sind die Arbeiten im Bereich Ahnewinkel und Lohwiese bereits zu einem großen Teil abgeschlossen. Deshalb werden wir im Laufe des Jahres dann auch die Kanalbauarbeiten im Westen des Stadtteils aufnehmen.

Hier stehen zunächst 99 Baumfällungen an, um den Weg für den weiteren Bau des Ersatzsystems frei zu machen. Um die Tiere zu schützen werden die Bäume schon im Januar gefällt: So geraten wir nicht in die Brutzeit der Vögel.

Enge Zusammenarbeit mit Baumsachverständigen

Bei Großbaustellen wie in Karnap lassen sich Baumfällungen leider nicht vermeiden: Hier haben wir es teilweise mit engen Straßen und dichter Bebauung zu tun sowie mit Bäumen, die im direkten Baubereich der Maßnahme stehen. Vor allem große Bäume könnten im Wurzelbereich beschädigt werden und dadurch ihre Standsicherheit verlieren. Besonders bei Sturm wäre das eine zu große Gefahr für die Bürgerinnen und Bürger.

Um trotz solcher Herausforderungen so viele Bäume wie möglich zu erhalten, arbeiten wir bei unseren Baumaßnahmen immer mit einem Baumsachverständigen zusammen: So konnten wir die Zahl der Fällungen bereits auf 99 Bäume senken.

Nach Abschluss des Großprojekts „Karnaper Ersatzsystem“ sorgen wir für Ersatzpflanzungen am selben Standort. Nur 21 Bäume werden in Karnap an Ausweichstandorten in der unmittelbaren Umgebung nachgepflanzt.

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25.07.2017: Der Drainagebau hat begonnen

Nach den vorbereitenden Maßnahmen in den letzten Monaten werden nun die ersten Drainagerohre in der Straße
Lohwiese verlegt. Der tatsächliche Drainagebau hat damit begonnen! 

Fertigstellung der Pumpschächte

Neben dem ersten Pumpwerk "Im Osterbruch", das sich im östlichen Bereich an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen
befindet, konnte inzwischen auch das zweite Pumpwerk "Lohwiese" fertiggestellt werden. Dieses befindet sich auf dem
Pumpwerksgelände Horster Mark der Emscher Genossenschaft an der Straße Lohwiese. Nach dem Bau der zwei
Pumpschächte folgt nun noch die Elektronik. 

Verlegung der Druckrohr- und Transportleitungen

Bei der Verlegung der Transportleitungen in der Straße "Im Osterbruch" geht es ebenfalls voran: 150 Meter sind bereits
verlegt. Die Transportleitungen werden später die Verbindung zwischen den Drainagerohren und der jeweiligen
Pumpstation darstellen. Die Baustelle arbeitete sich in den letzten Wochen nach und nach Richtung Ahnewinkel vor.
In den nächsten Tagen geht es dann mit der Verlegung der Rohre im oberen Bereich der Straße Ahnewinkel weiter.
200 Meter Transportleitungen stehen noch aus. 

Außerdem sind die Druckrohrleitungen in Richtung Emscher fast vollständig verlegt. Diese werden zukünftig die
Pumpstationen in Karnap mit der Emscher verbinden, in welche das gesammelte Fremdwasser abgeleitet wird. Als
nächstes startet der Bau des Auslaufbauwerks auf dem Emscherdeich, von wo das Wasser in die Emscher geleitet
werden wird. 

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21.03.2017: Start der Arbeiten in der Straße "Im Osterbruch"

Seit Ende letzter Woche laufen die vorbereitenden Maßnahmen für den Drainagebau in der Straße "Im Osterbruch". Dazu werden zunächst die Transportleitungen verlegt. Diese stellen später die Verbindung zwischen den Drainagerohren und der jeweiligen Pumpstation dar. Um die Rohre für das neue System verlegen zu können, muss die Straße aufgerissen werden. Die Straße "Im Osterbruch" ist daher voll gesperrt. Die sogenannte Wanderbaustelle, bis zu der man die Straße befahren kann, arbeitet sich nun nach und nach Richtung Ahnewinkel vor.

Für den parallel laufenden Druckrohrleitungsbau ist seit dem 17. März auch die Straße Lohwiese halbseitig gesperrt. Hier regelt eine Baustellenampel den Verkehr. Die Druckrohrleitungen sind nach den Transportleitungen die letzte Komponente des Drainagesystems. Sie führen daher direkt zur Emscher. Im Gegensatz zu Transportleitungen, durch die das Wasser allein aufgrund des Gefälles fließt, wird in den Druckrohrleitungen das Wasser durch den Einsatz von Pumpen mit Druck durch die Leitungen befördert.

Fertigstellung des ersten Pumpwerks & Verlegung der Druckrohrleitung

Das erste Pumpwerk "Im Osterbruch" ist bereits fertiggestellt! Dieses befindet sich im östlichen Bereich an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen. Ende März startet dann der Bau des zweiten Pumpwerks "Lohwiese". Dieses wird sich auf dem Pumpwerksgelände Horster Mark der Emscher Genossenschaft an der Straße Lohwiese befinden.

Außerdem ist bereits etwa die Hälfte der Druckrohrleitungen in Richtung Emscher erfolgreich verlegt. Diese werden zukünftig die Pumpstationen in Karnap mit der Emscher verbinden, in welche das gesammelte Fremdwasser abgeleitet wird. Rund 300 Meter Leitungen müssen noch verlegt werden.

Die Verlegung der Drainagerohre, und damit der tatsächliche Beginn des Drainagebaus, wird dann im Spätsommer beginnen.

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24.01.2017: Bau des Systems zur Fremdwasserbeseitigung kommt in die Gänge

Vorbereitungen sind abgeschlossen

Nachdem sich die Rahmenbedingungen geändert haben, geht es nun richtig los: Die Vorbereitungen für die Errichtung des Ersatzsystems zur Fremdwasserbeseitigung sind abgeschlossen!

Nach Baugrunduntersuchungen, Rodungsarbeiten, Erneuerungsarbeiten einer Wasserleitung sowie der Umlegung von Strom- und Telekommunikationsleitungen, sind nun auch die Sondierbohrungen erfolgreich durchgeführt. Diese dienten zur Überprüfung des Baugrunds auf Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg und waren aufgrund der Verbauungstiefe der zu entstehenden Pumpwerke "Lohwiese" und "Im Osterbruch" erforderlich.

Start: Verlegung der Druckrohrleitung & Errichtung des ersten Pumpwerks

Ab dieser Woche beginnt die Verlegung der Druckrohrleitungen in Richtung Emscher. Diese werden zukünftig die Pumpstationen in Karnap mit der Emscher verbinden, in welche das gesammelte Fremdwasser abgeleitet wird. Für die 600 Meter langen Leitungen ist eine Bauzeit von rund drei Monaten geplant.

Parallel dazu startet der Bau des ersten Pumpwerks "Im Osterbruch", ebenfalls im östlichen Bereich an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen. Die Baustelleneinrichtung inklusive Baugrube ist bereits erfolgt. Vier Wochen sind für den Bau des Pumpwerks angesetzt. Anschließend wandert die Baustelle westwärts und fährt mit der Verlegung der Drainage- und Transportleitungen fort.

Ab 15. Februar: Beginn des Drainagebaus

Für den Drainagebau werden zuerst die Transportleitungen verlegt. Sie bilden die Verbindung zwischen den Drainagerohren und der jeweiligen Pumpstation. Damit die Rohre für das neue System verlegt werden können, muss die Straße aufgerissen werden. Dazu muss ab dem 15. Februar die Straße "Im Osterbruch" voll gesperrt werden. Hier ist eine Wanderbaustelle geplant, bis zu der man jeweils die Straße befahren kann. In den nächsten sechs Monaten wird sich die Baustelle dann nach und nach Richtung Ahnewinkel vorarbeiten. Die Straßen Ahnewinkel und Lohwiese werden dann jeweils nur halbseitig gesperrt. Jedoch müssen auch verschiedene kleinere Nebenstraßen aufgrund der Arbeiten gesperrt werden.

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24.11.2016: Der Auftrag ist vergeben!

Arbeiten starten noch in diesem Jahr

Nachdem auf die europaweite Ausschreibung zu den ersten beiden Baubereichen, Ahnewinkel und Lohwiese, keine verwertbaren Angebote eingegangen waren, sind im Rahmen eines Verhandlungsverfahrens qualifizierte Baufirmen zu Angebotsabgaben aufgefordert worden. Die Vergabeverhandlungen konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Die Firma Wittfeld hat den Auftrag zur Errichtung des Ersatzsystems in den Bereichen Ahnewinkel und Lohwiese erhalten.

Start der Bauarbeiten

Nach den bereits durchgeführten Baugrunduntersuchungen, Rodungsarbeiten, der Erneuerung einer Wasserleitung sowie der Umlegung von Strom- und Telekommunikationsleitungen wird noch in diesem Jahr mit den Sondierungsbohrungen begonnen. Diese dienen zur Überprüfung des Baugrunds auf Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg.

Parallel zur Kampfmittelsondierung wird die Baustelleneinrichtung stattfinden, mit der die Voraussetzungen zur Realisierung des Bauvorhabens geschaffen werden. Mit der Verlegung der Druckrohrleitungen und dem Bau der Pumpstationen, beides künftige Anlagen der Emschergenossenschaft, wird dann im Januar 2017 im östlichen Bereich an der Stadtgrenze zu Gelsenkirchen begonnen. Die Baustelle wandert dann westwärts und fährt mit der Verlegung der Drainage- und Transportleitungen für die Stadtwerke Essen fort.

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30.09.2016: Intensive Gespräche mit Baufirmen

Nachdem auf die europaweite Ausschreibung zu den ersten beiden Baubereichen, Ahnewinkel und Lohwiese, keine verwertbaren Angebote eingegangen waren, sind verschiedene Baufirmen zu Angebotsabgaben aufgefordert worden. Aktuell laufen im Rahmen des Vergabeverfahrens intensive Gespräche mit potentiellen Firmen. Nach einem erfolgreichen Abschluss der Vergabeverhandlungen im Oktober und einer entsprechenden Beauftragung der Baufirma Anfang November wird daraufhin der Baubeginn festgelegt werden können.

Vorbereitende Arbeiten abgeschlossen

Die Vorbereitungen für die Baubereiche Ahnewinkel und Lohwiese konnten dagegen schon abgeschlossen werden. So wurden in den vergangenen Monaten beispielsweise 250 Meter Wasserleitungen umgelegt bzw. erneuert. Einige andere Leitungen, wie Strom und Telekommunikation, wurden ebenfalls erfolgreich umgelegt. Auch sind notwendige Baumfällungs- und Rodungsarbeiten erfolgt.

Karnap West: Planungen in Abschlussphase

Beim letzten und zugleich größten und kompliziertesten der insgesamt drei Baubereiche des Ersatzsystems, Karnap West, befindet sich die Ausführungsplanung in der Abschlussphase. Im Anschluss daran wird auch dieser Bereich europaweit ausgeschrieben.

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22.03.2016: Lohwiese: Umlegung der Versorgungsleitungen

Der Bau des Drainagesystems rückt immer näher. In den Bereichen Lohwiese und Ahnewinkel wurden bereits einige Bäume gefällt, damit rund um die betroffenen Bereiche genügend Platz für die Verlegung des Ersatzsystems ist. Nun werden in der Straße Lohwiese abschnittsweise Strom- und Telekommunikationsleitungen umgelegt sowie eine Wasserleitung erneuert. Die ersten 60 Meter sind bereits verlegt. Insgesamt ist für die Erneuerung und Verlegung der Leitungen eine Bauzeit von voraussichtlich sechs Monaten eingeplant.

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12.02.2016: Was steht als Nächstes an?

Rodungsarbeiten

Nach den bereits durchgeführten Baugrunduntersuchungen werden nun in den kommenden Monaten unterschiedliche Vorbereitungen für die Errichtung des Ersatzsystems getroffen, deren Beginn für September geplant ist. Diese Vorbereitungen dienen dem reibungslosen und planmäßigen Bau des Ersatzsystems zur Fremdwasserbeseitigung. Zunächst einmal muss rund um die betroffenen Kanäle genügend Platz geschaffen und damit insbesondere der Weg frei gemacht werden, um mit der Verlegung des Ersatzsystems beginnen zu können. Dafür werden in den Bereichen Lohwiese und Ahnewinkel noch bis Ende Februar Bäume gefällt. Diese Fällarbeiten werden also vorschriftsgemäß innerhalb der Fällperiode abgeschlossen sein. Da es sich bei Karnap West um den aufwändigsten und anspruchsvollsten der drei Bereiche handelt, laufen derzeit noch die Planungsüberarbeitungen. Aufgrund des zeitversetzen Arbeitsbeginns im Bereich Karnap finden auch die Fällarbeiten entsprechend erst später statt.

Erneuerung einer Wasserversorgungsleitung

Darüber hinaus wird ab Februar bzw. März eine Wasserversorgungsleitung in der Straße Lohwiese erneuert. Sie umfasst eine Länge von circa 400 Metern. Da die Wasserversorgungsleitung während der Verlegung des Drainagesystems zu Bruch gehen könnte, ist diese Maßnahme im Vorfeld erforderlich. Zudem wird die Leitung in eine andere Trasse verlegt, weil sie die Bauarbeiten sonst stören würde. Insgesamt wird die Bauzeit für diese vorbereitende Maßnahme voraussichtlich sechs Monate betragen.

Europaweite Ausschreibung

Aktuell steht die Firma, die die Errichtung des Ersatzsystems im Auftrag der Stadtwerke durchführen wird, noch nicht fest. Die Vorbereitung für die europaweite Ausschreibung, deren Prozess von einer Kanzlei begleitet wird, laufen derzeit auf Hochtouren. Da es sich um eine europaweite Ausschreibung handelt, ist der Prozess recht langwierig. Die Auswahl sowie die Beauftragung des am besten geeigneten Unternehmens werden voraussichtlich im August erfolgen. Der Baubeginn wird dann wenige Wochen später daran anschließen.

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01.01.2016: Was bisher geschah…

Bevor die Großbaustelle in Karnap mit insgesamt drei Baubereichen starten kann, müssen wir im Vorfeld zahlreiche Vorbereitungen treffen. Dazu gehören unter anderem Baumfällungen, Leitungsumlegungen und die Untersuchung des Baugrundes. 

Bereits seit vergangenem November wurden die Baugrunduntersuchungen im Bebauungsbereich Lohwiese und Ahnewinkelstraße vorgenommen und konnten mittlerweile abgeschlossen werden. Auch im dritten Baubereich, in Karnap-West, konnten nun Ende Januar die Überprüfungen des Bodens beendet werden. 

Was es genau mit einer Baugrunduntersuchung auf sich hat, erfahren Sie in unserem Bereich „Hintergrundwissen“.

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