Ein größerer Abwasserkanal für die Eisenbahnstraße

Arbeiten werden größtenteils unterirdisch ausgeführt

Die Einwohnerzahlen Essens steigen stetig und mit ihnen auch die Abwassermengen, die durch die städtischen Kanäle fließen. Damit diese gewohnt zuverlässig entsorgt werden können, sorgen die Stadtwerke Essen dafür, dass auch das Kanalnetz mitwächst. So auch aktuell in der Eisenbahnstraße in Rellinghausen: Bis August werden dort neue Kanalrohre in bis zu sechs Metern Tiefe verlegt.

Ruhestand für 106-jährigen Kanal

In der Eisenbahnstraße schicken die Stadtwerke Essen einen Abwasserkanal von 1912 in den Ruhestand. „Der Kanal ist zwar nach wie vor in erstaunlich gutem Zustand, doch die Rohre wurden damals für geringere Abwassermengen gebaut“, erklärt Dirk Pomplun, Sprecher der Stadtwerke Essen. Auf insgesamt 130 Metern verlegen die Stadtwerke deshalb jetzt zwischen der Eisenbahnstraße 11 und dem Einmündungsbereich der Frankenstraße neue Rohre mit einem Durchmesser von 80 Zentimetern. Die ersten 50 Meter sind bereits geschafft.

Unterirdische Kanalarbeiten

„Gerade an viel befahrenen Stellen bemühen wir uns darum, dass die Anwohner und der Verkehr so wenig wie möglich durch unsere Baumaßnahmen beeinträchtigt werden“, so Pomplun. „Deshalb haben wir uns in der Eisenbahnstraße für den Stollenbau entschieden.“

Beim Stollenbau wird von einer offenen Startgrube aus in bergmännischer Bauweise ein Tunnel bis hin zu einer Zielgrube bzw. bis zu einem Zielpunkt gegraben. In diesem Tunnel wird das neue Kanalrohr verlegt. Offene Baustellen sind somit nur punktuell nötig.

In der Eisenbahnstraße wurde die Startgrube im Bereich des Supermarktneubaus bereits eingerichtet. Von dort aus wird der Kanal in zwei entgegengesetzte Richtungen gebaut. In Richtung Rellinghauser Straße werden die neuen Rohre bis zu einer Zielbaugrube verlegt. Der Bau der Zielgrube startet am 16. April auf Höhe von Hausnummer 11.

In die entgegengesetzte Richtung arbeiten sich die Stadtwerke Essen insgesamt bis unter den Einmündungsbereich der Frankenstraße vor. In Tunnelbauweise werden die Rohre verlegt und an das bestehende Kanalnetz angeschlossen. Oberhalb der Straße werden somit keine Arbeiten ersichtlich sein, der Verkehr kann wie gewohnt die Frankenstraße befahren.

Verkehrsumleitung bis Juni

Für den Bau der Zielgrube mit einem Durchmesser von rund sechs Metern lässt es sich nicht vermeiden, die Fahrspur in Richtung Rellinghauser Straße ab Montag, 16. April, für den Verkehr zu sperren. Bis voraussichtlich Mitte Juni wird die Eisenbahnstraße somit in Richtung Frankenstraße zur Einbahnstraße. Auf Höhe der Hausnummern 13 – 17 entfallen wenige Parkplätze, hier bringen die Stadtwerke ihr Materiallager unter.

Der Verkehr in Richtung Bergerhausen kann von der Frankenstraße über die Rellinghauser Straße ausweichen, die Umleitungswege werden ausgeschildert. Für Fußgänger ergeben sich keine Einschränkungen. Die Zufahrt für Anlieger, Rettungskräfte und die Müllabfuhr ist bis zur Baustelle gewährleistet.

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