Stadtwerke-Baustelle wandert von der Altendorfer an die Hopfenstraße

Baustelle im Zugangsschacht

Während der Verkehr ungestört über die Altendorfer Straße rollte, arbeiteten sich darunter die Stadtwerke Essen Meter für Meter durch das Erdreich. Nach zwei Jahren liegen nun 300 Meter der neuen Rohre im Boden; Stollen und Zugangsschächte sind zurückgebaut. Nächste Station: Hopfenstraße.

Erste Hälfte der Baumaßnahme ist geschafft

Die große Baumaßnahme der Stadtwerke Essen rund um die Altendorfer Straße macht weiter Fortschritte. Seit 2015 werden auf insgesamt circa 600 Metern neue Kanalrohre und Versorgungsleitungen verlegt – gut die erste Hälfte davon ist jetzt geschafft. Im nächsten Schritt bekommt auch die Hopfenstraße neue Rohre.

Zeitaufwändige Detailarbeiten

„Diese Baumaßnahme fordert viel Zeit von uns ein“, erklärt Dirk Pomplun, Sprecher der Stadtwerke Essen. „Allein zwei Jahre lang haben wir uns unter der Altendorfer Straße durchgebuddelt. Das ist echte Detailarbeit, pro Tag sind wir dabei nur rund einen Meter vorangekommen.“ Gelohnt hat sich diese zeitaufwändige Bauweise dennoch, denn so konnte eine Vollsperrung der verkehrswichtigen Altendorfer Straße vermieden werden.

Der Stollen gehört nun der Vergangenheit an, und auch die Zugangsschächte wurden bereits wieder vollständig zurückgebaut. „Die erste Hälfte des Bauprojekts haben wir damit bereits erfolgreich abgeschlossen“, sagt Pomplun.

Hopfenstraße: Baustart 20. August

Jetzt steht der nächste Abschnitt an, für den die Stadtwerke Essen weiter in die Hopfenstraße ziehen. In rund acht Monaten werden zwischen der Einmündung Altendorfer Straße und Hopfenstraße 29 ein neuer Mischwasserkanal sowie ab der Einmündung Am Brauhaus neue Erdgas- und Wasserversorgungsleitungen verlegt. Hier werden sich die Stadtwerke in offener Bauweise Stück für Stück die Straße entlangarbeiten. Anlieger, Rettungskräfte und die Müllabfuhr können bis zur Baustelle vorfahren, für Fußgänger ergeben sich keine Einschränkungen.

Ein größerer Kanal für die Hopfenstraße

In der Hopfenstraße sorgte bisher ein Mischwasserkanal von 1925 mit einem Durchmesser zwischen 30 und 35 Zentimetern dafür, dass Regen- und Schmutzwasser weiter zur Kläranlage gehen. Dieser wird nun von einem größeren Nachfolger abgewechselt. Auf einer Länge von 210 Metern verlegen die Stadtwerke neue Rohre mit einem Durchmesser von rund 1,2 Metern.

„Mit den Einwohnerzahlen Essens steigen auch die Abwassermengen, die unser Kanalnetz aufnehmen muss. Gleichzeitig gibt es aber auch immer mehr versiegelte Flächen. An diesen Stellen versickert das Regenwasser nicht im Boden, sondern gelangt in die Kanäle“, erklärt Pomplun. „Damit wir auch weiterhin bestmöglich gewappnet sind, müssen die Kanäle entsprechend angepasst werden.“

Um die neuen Rohre in bis zu 4,5 Metern Tiefe verlegen zu können, müssen die Stadtwerke zuvor noch den Weg frei machen. Dabei lässt es sich nicht vermeiden, fünf Bäume zwischen Hopfenstraße 1 und 29 sowie im Einmündungsbereich der Straße Am Brauhaus zu fällen. „Die Bäume wachsen teilweise im direkten Baubereich, leiden bereits an Sturmschäden und würden durch Bauarbeiten ihre Standsicherheit verlieren“, so Pomplun. „Wir versuchen immer so viele Bäume wie möglich zu erhalten, doch die Sicherheit der Bürger und unserer Mitarbeiter vor Ort steht immer an erster Stelle.“

Die Arbeiten erfolgen in enger Zusammenarbeit mit einem Baumsachverständigen. Nach Abschluss der Baumaßnahme sorgen die Stadtwerke Essen wieder für neue Bäume.