Stadtwerke-Baustelle zieht weiter zur Norbertstraße

Letzte Etappe startet Ende Mai

Ruhrgebiet und Natur – das gehört fest zusammen, wie Essen beweist: mehr als drei Millionen Bäume und Bachverläufe mit einer Gesamtlänge von insgesamt 276 Kilometern gibt es in der Stadt. Gerade das empfindliche Gleichgewicht der Gewässer, Lebensraum für Pflanzen und Tieren, muss geschützt werden. Dafür sorgen auch die Stadtwerke Essen – aktuell mit einer Kanalbaumaßnahme in Rüttenscheid zwischen Norbert- und Alfredstraße, die für natürliches Wasser im Borbecker Mühlenbach sorgt.

Unter der Alfredstraße haben die Stadtwerke Essen gerade den Bau eines Regenklärbeckens beendet. Bei Starkregen sammelt sich darin das Wasser von Dächern, der Fahrbahn und anderen Oberflächen. Schmutzpartikel setzen sich dann unten ab, Regen- und Schmutzwasser können fortan getrennte Wege gehen: das Schmutzwasser weiter zur Kläranlage, das Regenwasser in den Borbecker Mühlenbach. Für diesen Zweck bauen die Stadtwerke im nächsten und letzten Schritt der Baumaßnahme einen Regenwasserkanal auf dem Zubringer zur B224 (Alfredstraße) parallel zur A 52.

Norbertstraße steht in den Startlöchern

„In der Alfredstraße befinden wir uns jetzt in den letzten Zügen“, erklärt Dirk Pomplun, Sprecher der Stadtwerke Essen. „In der letzten Maiwoche werden wir dann in Richtung Norbertstraße ziehen. Früher konnten wir dort nicht anfangen, das wäre eine zu große Belastung für den Verkehr gewesen.“

Denn während der rund zwölfmonatigen Kanalbauarbeiten wird der Zubringer zur B224, der zwischen Norbert- und Alfredstraße parallel zur A 52 verläuft, ebenso gesperrt wie die Auffahrt Essen-Haarzopf in Richtung Dortmund. Der Verkehr kann während dieser Zeit über die Norbertstraße in Richtung Messe / Gruga ausweichen, die Umleitung ist ausgeschildert.

Stadtwerke arbeiten unter der Erde

Die Kanaltrasse, an der die Stadtwerke auf rund 250 Metern arbeiten, liegt bis zu acht Meter tief mitten im Fahrbahnbereich. Da die Strecke unter anderem eine wichtige Pendlerroute ist, werden offene Baustellen auf ein Minimum reduziert. Dadurch müssen später nur wenige Stellen der Fahrbahn wiederhergestellt werden. Nach Abschluss der Baumaßnahme wird der Verkehr die Straße dann möglichst schnell wieder befahren können.

Möglich macht das der Rohrvortrieb: In dieser Bauweise werden die neuen Rohre mit einem Durchmesser von rund 1,80 Metern unterirdisch von einer offenen Startgrube bis zu einer Zielgrube gepresst. Bei der aktuellen Maßnahme sind nur zwei offene Baubereiche nötig. „Unsere Arbeiten am Kanal erfolgen dann ausschließlich unterirdisch. Oberhalb der Straße wird nichts davon zu sehen sein“, erläutert Pomplun. „In dieser Bauweise können wir auf lange, offene Baugräben verzichten, die nach Abschluss des Kanalbaus erst noch verfüllt werden müssten. So können wir dem Verkehr die Fahrbahn möglichst schnell wieder freigeben.“

Kanalerneuerung auch im Tulpenweg, Malvenhang und Narzissenweg

Im Zuge der Baumaßnahme ziehen die Stadtwerke auch den Hang zum Tulpenweg, Malvenhang und Narzissenweg hinauf. Auf einer Länge von circa 250 Metern werden hier ein Regenwasser- und ein Schmutzwasserkanal erneuert. Da diese Arbeiten in offener Bauweise erfolgen, sind im jeweiligen Bauabschnitt abschnittsweise Vollsperrungen nötig. Anlieger, Rettungskräfte und die Müllabfuhr haben jederzeit freie Zufahrt bis zur Baustelle.

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