Kanalbaumaßnahme im Wolfsbachtal: Dimensionen, die beeindrucken

Momentan wird die Bohrpfahlwand mit Spritzbeton verkleidet. Im Mai wird dann die Tunnelbohrmaschine mit den Rohrpressen eingebaut.

Hauptpressgrube hat die erste Hürde genommen

Mit 16 Metern Tiefe hat die Hauptpressgrube im Wolfsbachtal die erste Talsohle erreicht. In einem zweiten Schritt kommen dann später noch einmal 16 Meter dazu. Nach Fertigstellung der gesamten Baugrube hat diese dann eine Tiefe von insgesamt 32 Metern und einen Durchmesser von 22 Metern.   

Die Baggerarbeiten in diesem Bereich sind sehr schwierig, da der Boden zum großen Teil aus Fels besteht. Allein für den ersten Teil der Pressgrube musste der Aushub auf rund 540 Sattelschleppern abgefahren werden. Um die Seitenwände der Baugrube abzusichern, wurden 88 sogenannte Bohrpfähle aus Beton über 30 Meter in den Boden gebohrt. Aneinandergereiht ergibt das eine Länge von 2,6 Kilometern.   

Technisches Know-how ist gefragt 

Für dieses Abwasserprojekt müssen große Anstrengungen unternommen werden. Zudem ist technisches Know-how nötig, um die großen Herausforderungen im Wolfsbachtal zu meistern. So wird von der Straße Wolfsbachtal Höhe Wolfsbachbrücke über 900 Meter ein Abwasserrohr mit einem Durchmesser von 2,60 Meter unterirdisch bis in die Hauptgrube vorgepresst. Hier muss nicht nur die exakte Höhe eingehalten werden, das Kanalrohr macht unterirdisch auch eine S-Kurve und kommt dann exakt an der vorbestimmten Stelle an.   

Wie alles begann 

Begonnen hat die Kanalbaumaßnahme im August letzten Jahres. Umfangreiche Vorarbeiten waren nötig, da viel im Landschaftsschutzgebiet gearbeitet wird. So waren beispielsweise Kampfmittelsondierungen notwendig. Ebenso mussten Baustraßen angelegt, Wege verbreitert und die eigentlichen Bereiche für die Baugruben vorbereitet werden. Die Arbeiten an der Hauptpressgrube haben Mitte März begonnen.   

Nach nunmehr sechs Wochen wurde mit 16 Metern Tiefe das erste Ziel erreicht. Im Mai werden die Tunnelbohrmaschinen angeliefert und in die  Pressgruben eingebaut. Dann beginnen die eigentlichen Vortriebsarbeiten für die drei Kanalrohre.