Kanalarbeiten auf der Kupferdreher Straße beginnen jetzt Montag

Für den Bau des Regenrückhaltebeckens wird die Kupferdreher Straße zur Einbahnstraße

Erste Verkehrsschilder wurden bereits aufgestellt. Das waren die Vorboten für die am kommenden Montag beginnenden Arbeiten. Ab diesem Zeit­punkt kann man die Kupferdreher Straße ab Höhe der Straße Hinsbecker Berg nur noch in Richtung Überruhr/Steele befahren. Für die nächsten zweieinhalb Jahre wird die Kupferdreher Straße dann zur Ein­bahnstraße. Erste Planungen gingen von einer Bauzeit von vier Jahren aus. Durch die Einbahnstraßenregelung konnte die Bauzeit deutlich verkürzt werden. Entsprechende Umleitungen werden ausgeschildert. Mit dem Bau des Regenrückhaltebeckens wird dann auch gleichzeitig der über 90 Jahre alte Abwasserkanal erneuert. Bevor jedoch mit den Ausschachtungs­arbeiten und der Kanalerneuerung begonnen werden kann, sind noch Vorarbeiten not­wendig. So konnten bereits die Sondierungsbohrungen für die Kampfmittelerkundungen fast vollständig durchgeführt werden. An zwei Stellen gibt es noch weiterführende Untersuchungen. Diese sind erforderlich da die Baugrube mit Stahlträgern, die im Boden versenkt werden, und Holz­bohlen abgesichert wird. Durch diesen sogenannten „Berliner Verbau“ wird ein möglicher Einsturz verhindert.

Bevor die Bagger für die Baugrube anrücken wird erst einmal mehr Platz geschaffen

Ab Montag wird als erstes auf der Kupferdreher Straße im Bereich der Straße Schroertal ein Fahrbahnprovisorium erstellt. Damit später dort das Regen­rückhaltebecken gebaut werden kann, muss die Fahrbahn an dieser Stelle erweitert werden. Neben der eigentlichen Einbahnstraße wird auch noch eine zusätzliche Fahrspur für den Baustellenverkehr benötigt. Erst muss der Aushub abtransportiert werden, zu einem späteren Zeitpunkt kommen dann die Betonmischer zur Baustelle. Insgesamt 800 Kubikmeter Beton werden benötigt um den Boden, die Wände und die Decke des Regenrückhaltebeckens zu erstellen. Damit die Baustellenverkehre parallel zum Individualverkehr reibungslos laufen, wird jetzt erst einmal mehr Platz geschaffen. Auch der jetzige Gehweg muss dem neuen Becken weichen und wird auf die andere Straßenseite verlegt. Erst danach rücken die Bagger an, die die fast 70 Meter lange und über sechs Meter tiefe Baugrube aus­heben.

Regenrückhaltebecken mit stattlichen Ausmaßen

Nach der Fertigstellung passen dann rund 12.000 Badewannenfüllungen in das neue Regenrückhaltebecken. Bei starken Regenfällen wird das Becken als Zwischenspeicher für die Haushaltsabwässer und das Regen­wasser genutzt. Das Einzugsgebiet aus dem die Abwässer kommen, hat eine Größe von 20 Hektar. Das entspricht knapp 40 Fußballfeldern. Gut 2,7 Kilometer Kanalnetz führen aus diesem Einzugsgebiet direkt zum neuen Regenrückhaltebecken.