So kann das Trinkwasser geschützt werden

Wir versorgen eine ganze Stadt mit Trinkwasser. Daher ist der Trinkwasserschutz für uns ein wichtiger Teil unserer Aufgabe als Versorger. Unsere Wasseraufbereitungsverfahren sind weitestgehend frei von Chemikalien. Das Multibarrierensystem in unserer Wassergewinnung sorgt für zusätzlichen Schutz, da das Wasser in zahlreichen Schritten aufbereitet wird. Zudem engagieren wir uns in der AWWR und unterstützen damit landwirtschaftliche Kooperationen.

Seien Sie dabei: Mit diesen einfachen Tipps können wir gemeinsam unser Trinkwasser zu schützen!

  • Bitte verwenden Sie die niedrigste Waschmitteldosierung.
    Essen hat weiches Wasser.

  • Die Toilette ist kein Mülleimer!Bitte werfen Sie keine Arzneimittel in die Toilette.
    Sie leisten einen großen Beitrag, wenn sie die Toilette ausschließlich für ihren eigentlichen Zweck verwenden. Alte Arzneimittel können in Essen über den Hausmüll entsorgt werden. Essensreste, Öle, Fette, Hygieneartikel und ähnliches gehören ebenfalls in den Hausmüll.

  • Duschgel & Co. ohne Peeling-Perlen.
    Seit einiger Zeit existieren auf dem Markt Kosmetikartikel, Duschgel oder Zahnpasta mit sogenannten „Peeling-Perlen“. Diese Mikroperlen sind in der Regel aus Plastik. Sie gelangen durch das Abwasser zu den lokalen Kläranlagen, die diese meist nicht ausreichend aus dem Abwasser herausfiltern können. Auf diese Weise gelangt Mikroplastik aus Abwässern in die Gewässer und insbesondere ins Meer. Dort schwimmend wird es von Kleinstlebewesen aufgenommen und gelangt so in die Nahrungskette von Fischen, Muscheln, Meeressäugern und Vögeln.
    Welche Artikel Sie ohne Bedenken kaufen können, zeigt der BUND in seinem Einkaufsratgeber.

  • Trink was: Trinkwasser direkt aus der Leitung.
    Trinken Sie das Essener Trinkwasser einfach direkt aus der Leitung. Sie können es auch mit Kohlensäure versetzen. So sparen Sie sich das aufwendige Kistenschleppen und tragen dazu bei, die Umweltbelastung durch unnötigen LKW-Transport von Wasserflaschen zu reduzieren. Gleichzeitig helfen Sie so, Plastikmüll zu reduzieren. Die Meere sind leider mittlerweile massiv mit Plastikmüll verschmutzt. Er bedroht das Leben vieler Meerestiere, da sie das Plastik mit Nahrung verwechseln.

  • Bei allen Arten von Reinigungsmitteln gilt: Je weniger, desto besser.
    Denn alle chemischen Stoffe schaden letztlich dem Gewässer. Verzichten Sie auf Weichspüler und lassen Sie Ihre Spül- und Waschmaschinen nur voll beladen laufen. Natürliche Reinigungsmittel wie Essig, Soda, Zitronensäure, Backpulver und Gallseife sind gute Alternativen zu chemischen Mitteln.

  • Keine Chemiekeule im Garten!
    Die Umwelt und insbesondere Ihre Kinder danken es Ihnen, wenn Sie im Garten auf natürliche Unkrautvernichter setzen. Da müssen Sie zwar mehr kratzen und jäten, aber so gehen Gewässerschutz und Bewegung Hand in Hand. 

  • Auf Frostenteiser im Winter verzichten.
    Statt die Autoscheiben im Winter mit Frostenteiser frei zu bekommen, können Sie kratzen oder aber am Abend vorher die Windschutzscheibe mit Eisschutzfolie abdecken, die sehr günstig in jedem Baumarkt zu bekommen ist.

  • Kompost statt Dünger.
    Mit Laub, Grasschnitt oder rohen Gemüseabfällen füttern Sie Ihren eigenen Komposter im Garten. So werden Sie selbst zum Produzenten für hochwertigen Kompost. Er ist gut für den Gartenboden und Sie können auf künstlichen Dünger verzichten.

  • Sand statt Streusalz.
    Auch wenn Schneefall immer seltener in unseren Wintern auftritt, so gilt noch immer: Streusalz schädigt Pflanzen, insbesondere Bäume am Straßenrand und gelangt mit dem abfließenden Regenwasser in die Kanalisation. Sand statt Streusalz lautet da die wasserschonende Alternative.