Trinkwasseranalyse

Die Null hat heute einen Wert

Moderne Analysegeräte sind heute teilweise in der Lage, Konzentrationen von weniger als einem Milliardstel Gramm eines Spurenstoffes in einem Liter Wasser nachzuweisen. Die Tendenz geht zurzeit dahin, zehn Milliardstel Gramm generell bestimmen zu können. Durch diesen Fortschritt werden die gesamte Umwelt und damit auch das Trinkwasser immer transparenter. Was früher mit „null“ bewertet wurde, hat heute einen Messwert.

Mit der Veröffentlichung aller untersuchten Spurenstoffe des eigenen Trinkwassers wollen die Stadtwerke Essen zur Versachlichung der Diskussion beitragen. Das gelieferte Trinkwasser ist ohne Ausnahme hygienisch einwandfrei und entspricht in allen Punkten den Vorgaben der strengen deutschen Trinkwasserverordnung. Es kann völlig bedenkenlos für die Zubereitung von Baby- und Kindernahrung verwendet werden. Es muss dazu nicht einmal abgekocht werden.

Jahresanalyse des Trinkwassers

Die Jahresanalyse zeigt Ihnen in kompakter Form den Jahresmittelwert unserer Messungen. 

Detailanalyse des Trinkwassers

In der detaillierten Trinkwasseranalyse finden Sie die Quartalsmittelwerte der Messungen sowie ausführliche Erklärungen zu den gemessenen Parametern.

Zusatzstoffe im Trinkwasser

Für die Aufbereitung und Desinfektion des Wassers kommen im Essener Verbundwasserwerk Zusatzstoffe zum Einsatz.

WasserwerkAufbereitungsstoffe und Desinfektionsverfahren gemäß TrinkwasserverordnungZweck                           Härtebereich gemäß Wasch- und Reinigungsmittelgesetz
Verbundwasserwerk Essen

Sauerstoff**
Quarzsand
Kaliumpermanganat**
Ozon
Polyaluminiumchlorid**
Wasserstoffperoxid**
Anthrazit
Aktivkohle
UV-Bestrahlung
Natriumhypochlorit**

Sauerstoffanreicherung
Partikelentfernung
Oxidation
Oxidation
Flockung
Ozoneliminiation
Partikelentfernung
Adsorption
Desinfektion
Desinfektion

weich

** bei Bedarf

Bewertung durch das Umweltbundesamt

Die Experten des Umweltbundesamtes (UBA) sind die für Deutschland zuständige Bewertungsinstitution. Sie erklären, dass das Vorhandensein von beliebigen Spurenstoffen in einem  Bereich, der kleiner als 100 Nanogramm pro Liter ist, nicht gesundheitsgefährdend ist. Sie gehen dabei von einem lebenslangem Genuss von zwei Litern Trinkwasser pro Tag aus. Ausgenommen von diesem allgemeinen Vorsorgewert sind lediglich gentoxische  Verbindungen. Dennoch führt der Nachweis geringster Mengen z. B. von Arzneimitteln zu Diskussionen über die Qualität des Trinkwassers.

Prof. Hermann H. Dieter, langjährig zuständiger Toxikologe im Umweltbundesamt, hat sich des Themas Spurenstoffe allgemeinverständlich in einem Artikel mit dem Titel: „Wie viel zu viel ist noch wenig genug“ angenommen. Denn immer modernere Analytik lässt keine Null mehr bestehen.

Minimierung von Spurenstoffen

Dass eine Industriegesellschaft mit über 80 Millionen Einwohnern Spuren hinterlässt steht außer Frage. Trotz vorhandener Umweltgesetze gelangt eine Vielzahl von anthropogen hergestellten Spurenstoffen in die Umwelt und damit auch in Bäche, Flüsse und Seen. Egal um welche Stoffe es sich dabei handelt, ob Biozide, Hormone, Arzneimittel oder andere. Sie gehören nicht ins Wasser, weder ins Roh- noch ins Trinkwasser.

Das Gebot der Stunde ist die Minimierung, also die Philosophie, Spurenstoffe im Wasser so gering wie möglich zu halten. Dafür setzen sich die Stadtwerke Essen und die AWWR (Arbeitsgemeinschaft der Wasserwerke an der Ruhr) ein. Daher bedienen wir uns als Wasserversorger modernster Verfahren in der Wasseraufbereitung. Sie bewirken in ihrer Kombination eine hohe Sicherheit bei der Beseitigung unterschiedlicher Mikroverunreinigungen.