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Kanalbaumaßnahme im Justizviertel: Bodenaustausch erforderlich

Verfüllung von Hohlräumen im Bereich des Stollenbaus

Seit Januar 2021 verlegen die Stadtwerke Essen Kanalrohre mit einem Durchmesser von 1,40 Metern im Justizviertel. Im Kreuzungsbereich Zweigertstraße / Kortumstraße unterquert die neue Abwasserleitung künftig die Straßenbahnschienen. Speziell dafür wird ein Stollen gebaut, durch den dann künftig der neue Kanal führt.

Aufgrund der starken Regenereignisse im Juli dieses Jahres, kam es im Bereich des Stollens zu Absackungen, da Erdreich fortgespült wurde. Bei aktuellen Untersuchungen wurden kleine Hohlräume gefunden. Um Tagesbrüche zu vermeiden, muss nun das Erdreich im Bereich der Baumaßnahme ausgetauscht und verdichtet werden.

Austausch von rund 400 m³ Erde notwendig

Auf einer Länge von ca. 15 Metern und einer Breite von etwa 9 Metern muss das Erdreich bis auf eine Tiefe von rund 3 Metern ausgetauscht werden.

Etwa 400 m³ Erde werden aus der Baugrube herausgenommen  und durch Naturkalkstein ersetzt. In kleinen Arbeitsschritten füllt ein Spezialbagger jeweils 50 m³ in die Baugrube und verdichtet den neuen Boden direkt. Die Bodenverdichtung ist notwendig, um die Tragfähigkeit des Bodens zu erhöhen und neue Absackungen oder Hohlräume zu verhindern. „Bei den anstehenden Arbeiten ist für den Baggerfahrer höchste Vorsicht geboten. Er muss sowohl die Oberleitung der Straßenbahn ständig im Blick haben als auch die Baugrube selbst, damit keine Versorgungs- oder Telekommunikationsleitungen beschädigt werden“, so Stadtwerke-Sprecherin Christin Nottenbohm.

Vorbereitende Maßnahmen: Aufnahme der Schienen notwendig

Bevor der Austausch des Erdreichs erfolgen kann, müssen die Straßenbahnschienen von der Ruhrbahn aufgenommen werden. Die vorbereitenden Maßnahmen der  Ruhrbahn starten am Freitag, den 22.10.2021 gegen 6 Uhr morgens während des laufenden Betriebes. Sobald diese Tätigkeiten beendet sind, beginnen die Stadtwerke Essen mit dem Austausch des Bodens. Am Samstag und Sonntag bietet die Ruhrbahn einen Schienenersatzverkehr an.

Am Haumannplatz befindet sich eine Baustelleneinrichtungsfläche, auf der sowohl der Bodenaushub als auch der Naturkalkstein gelagert wird.

Sobald der Boden ausgetauscht wurde, kann die Ruhrbahn die Schienen wieder aufbringen.

„Um die Maßnahme schnellstmöglich zu beenden, muss von Freitag, den 22.10.2021 bis Montag, den 24.10.2021 rund um die Uhr gearbeitet werden“, erklärt Christin Nottenbohm. Denn am Montagmorgen sollen rechtzeitig zum Schulbeginn die Straßenbahnen im normalen Regelbetrieb fahren. Die benötigten Genehmigungen für die Nacht- sowie die Sonntagsarbeit wurden den Stadtwerken Essen durch die Stadt Essen erteilt. Selbstverständlich versuchen die Stadtwerke Essen die Belästigungen für die Anwohner so gering wie möglich halten.

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